platypus hat geschrieben:Der Vatikan käme dann auf eine KMS-Auflage von ca. 50.000! Da kann sich jeder ausmalen, wie sich die Verteilung ändert und die Preise orientieren.
Selbst wenn es so käme (was ja noch nicht ausgemacht ist, s. mein vorausgehender Beitrag), dürfte es kaum deutliche höhere Preise auf dem Zweitmarkt geben.
Vgl. San Marino: vom KMS gibt es schon heute nur noch 50.000 Stück und trotzdem ist er beinahe schon ein Ladenhüter, der zum Ausgabepreis gehandelt wird.
Grund für meine Annahme ist die Tatsache, dass die Nachfrage nach den KMS bereits stark nachgelassen hat, weil die meisten Motivsammler unter den Direktbeziehern ihre Sammlungen bereits vollständig haben und nur noch die Komplettsammler alljährlich bestellen.
Aufgrunddessen sind schon Tausende von Neukunden nachgerückt.
Wer in diesem Jahr zum ersten Mal beim UFN bestellt (und sich dabei nicht allzu ungeschickt angestellt) hat, kann damit rechnen, spätestens im nächsten Jahr bereits registrierter Kunde zu sein und regelmäßig beliefert zu werden.
Anders sieht das bei den Gedenkzweiern der Kleinstaaten aus: hier sind die Nachfrage und damit auch die Zweitmarktpreise ungebrochen hoch. Wenn von diesen Ausgaben dann auch nur noch ein kleiner Teil direkt bestellt werden kann, würden die Preise sicher deutlich steigen.
Andererseits: wie soll das UFN das dann umsetzen, wenn z. B. nur noch 50.000 statt 100.000 Gedenkzweier zu vergeben sind? Altkunden von der Liste streichen? Nach welchem Auswahlprinzip? Auslosen wie das MTM seinerzeit in Monaco (wobei selbst das gegenüber heutigen Verhältnissen ja fast noch paradiesische Zustände waren...)?
Nein, ich glaube, bei den Gedenkzweiern werden UFN und AASFN die Empfehlungen auch weiterhin großzügig auslegen und kaum anwenden so wie bisher.
Bei den KMS könnten sich dagegen durchaus Veränderungen ergeben (allein, damit die Europäische Kommission zufrieden ist...).
Eine Auflagenreduzierung würde auf lange Sicht kaum jemandem wehtun. Im Gegenteil: auch ohne EK-Empfehlung wäre sie die einzig richtige Konsequenz, allein schon aufgrund der sinkenden Nachfrage.
Zudem würde ich es sogar sehr begrüßen, wenn es auch aus den Kleinstaaten Rollenware gäbe, die man auch im Umlauf finden könnte.
Es müsste nur eine Lösung geben, wie man es vermeidet, dass Händler die Rollen palettenweise aus den Hintereingängen der Banken und Poststellen herausschaffen (vgl. 2 Euro RV Slowenien, 1 Euro Monaco 2007 und voraussichtlich leider auch 2 Euro GM Malta 2009).
Schön würde ich es z. B. finden, wenn die Umlaufverteilung wie früher wieder durch Wechselgeldausgabe im vatikanischen Postamt bzw. im MTM Monaco erfolgt und auf wenige Einzelstücke pro Person/Transaktion beschränkt bleibt.
Aber leider sind die schwarzen Kanäle dafür ja immer viel zu stark...
Für ganze Rollen Vatikanmünzen würden sicher Spitzenpreise erzielt werden...
Eine andere Möglichkeit bestünde darin, die Kleinstaaten-Rollenware unter italienische bzw. französische Umlaufmünzen zu mischen. Weil auf diese Weise aber viele Stücke für Sammler unbrauchbar/unerreichbar werden, verknappt sich das Angebot zusätzlich und treibt die Preise noch weiter in die Höhe (vgl. 2 Euro GM Finnland 2004). Aus Sammlersicht wäre das alles andere als wünschenswert.
