von heku » Do 14.04.11 15:09
Für Münzen aus den USA, Italien, Frankreich und der Schweiz ist die Nutzung kostenlos.
Für Sonstige kostet die Nutzung 10 $ für 2 Jahre. Die Seite mit den Spaniern scheint die kostenlose Beispielseite zu sein, um Appetit zu machen. Für die Münze ist sie allerdings genau passend.
Die Bronzepest ist aufhaltbar. Das Einlegen in entionisiertem Wasser kann die Salze herauslösen. Das Wasser sollte gelegentlich gewechselt werden, die Behandlung sich über mehrere Wochen, besser Monate hinziehen. Ich kenne auch die Methode, Natron in Wasser aufzulösen und die Münze mehrere Stunden durchkochen lassen.
Eine Behandlung mit BTA (Benzotriazol) macht das Kupfer reaktionsunfähig, hier passiert nix mehr. BTA ist allerdings für Privatpersonen kaum zu erwerben, meine Quelle ist auch versiegt.
Die Bronzepest braucht Feuchtigkeit.Ein Weg ist es, die Münzen zu trocknen und dann luftdicht zu konservieren.
Trocknen kann im Backofen bei knapp über 100° C. Bei höherer Temperatur dehnt sich das Metall zu stark aus, es besteht die Gefahr, dass die Patina abplatzt. Beim Abkühlen an der Luft kann sich Kondenswasser bilden, die Trocknung wäre umsonst gewesen. Dem entgeht man, indem die heiße Münze in eine Blechdose wandert, in der sich ein Beutelchen mit Trocknungsmittel befindet. Diese Beutelchen werden häufig zu Elekronikartikeln in die Verpackung beigelegt, einfach mal bei einem Elektronikhändler nachfragen. Die werfen diese Beutelchen normalerweise weg.
Für das Konservieren gibt es mehrere Möglichkeiten, z. B.:
-Einreiben mit mikrokristallinem Wachs
-flüssiger Münzen-Anlaufschutz
-Münzrähmchen
-Zaponlack aufstreichen
Viele Grüße
Hermann