von leodux » Di 07.08.12 13:03
Hallo,
die IXUS 80 ist sehr gut für Makroaufnahmen geeignet.
Damit kannst du sogar noch etwas näher (Naheinstell-Grenze 3 cm) an die Münze gehen als mit meiner Canon.
Man sollte allerdings die Entfernung lieber ein wenig größer wählen, da es bei der kleinstmöglichen Entfernung schon etwas unscharf wird.
Wenn deine IXUS keinen technischen Fehler hat, dann muss es an der Einstellung liegen, wenn die Münzfotos nichts werden.
Die wichtigsten Einstellungen:
1. Aufnahmemodus auf "Manueller Modus" einstellen.
2. Makromodus für Nahaufnahmen einschalten. Das macht man mit der ringförmigen Schaltfläche, auf der links Berge (weite Entfernung) und eine Blume (Nahaufnahme) abgebildet sind. Im Makromodus wird auf dem Bildschirm das Blumen-Symbol angezeigt.
Bitte nich verwechseln mit der "Digital-Makro"-Funktion der IXUS, denn dabei wird nur ein Bildausschnitt vergrößert, was automatisch zu verpixelten Bildern führt. Deshalb das Digital-Makro nicht verwenden!
Beim "Digital-Makro"-Modus wird eine Blume mit einem 'D' darin angezeigt, beim richtigen Makromodus nur eine Blume.
3. Optisches und digitales Zoom ausschalten
4. Die ISO-Empfindlichkeit auf einen möglichst kleinen Wert stellen, z.B. ISO 80.
(evtl. muss vorher ein Aufnahmemodus gewählt werden, bei dem man dies einstellen kann)
5. Bildgröße auf (L) 3.264 x 2.448 einstellen. Man kann das Foto später am PC ganz einfach verkleinern oder Ausschnitte wählen. Aber ein kleines Foto vergrößern funktioniert nicht ohne eine Verschlechterung der Bildqualität. Deshalb sollte man die größtmögliche Bildgröße wählen.
6. Komprimierung auf "Superfein" einstellen. Auch hier kann man das Foto später am PC beim Speichern im JPG-Format beliebig stark komprimieren.
Außerdem würde ich nicht mit dem internen Blitz fotografieren, sondern diesen ausschalten und die Münze stattdessen mit einer externen Lampe beleuchten. Ich verwende dazu eine einfache Schreibtischlampe, die serienmäßig mit einer Energiesparlampe mit der Lichtfarbe "Tageslicht" ausgestattet ist. Bei anderen Lichtfarben vor den Aufnahmen einen Weißabgleich machen, sonst erscheint die Münze eher gelblich verfärbt.
Die Beleuchtung mit einer externen Lichtquelle hat den großen Vorteil, dass man sich aussuchen kann, von wo die Münze beleuchtet wird. So kann man z.B. abgenutzte Prägungen etwas besser sichtbar machen, wenn man schräg von der Seite beleuchtet und man kann auch Spiegelungen auf der Münzoberfläche leichter verhindern.
Manche verwenden auch zwei oder mehr Lampen, aber für meine Zwecke hat bisher eine Lampe ausgereicht.
Es empfiehlt sich auch, für die Aufnahmen ein Stativ zu verwenden, damit Verwackler ausgeschlossen werden können. Außerdem kann man so leichter jeweils den gleichen Abstand und Winkel zu den Münzen einstellen, als wenn man aus der Hand fotografiert.
Also, wie gesagt, deine Kamera ist in der Lage, recht gute Makroaufnahmen zu machen. Sie muss dazu nur richtig eingestellt werden. Ich hoffe, die o.g. Tipps helfen dabei.
Probiere es einfach mal aus.
Viele Grüße
Peter