Barren und Münzen sind der Renner

Alles was nichts mit Münzen zu tun hat

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Barren und Münzen sind der Renner

Beitragvon platypus » Di 14.02.06 10:50

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Barren und Münzen sind der Renner
Montag 13. Februar 2006, 11:06 Uhr
Bei den wenigen Edelmetallhändlern in Deutschland zieht der Umsatz an. Kunden sind vor allem Langfristanleger, die sich um ihre Altersvorsorge kümmern wollen. Eine Besonderheit beim Edelmetall: Viele Goldkäufer möchten ihre Schätze auch anfassen können.
FRANKFURT. Gleich mehrere Male fährt der Kunde vor, packt sich den Kofferraum voll mit Goldbarren und fährt davon. Selbst der Edelmetallverkäufer ist verblüfft. Das ist auch für ihn ein seltener Fall. Dennoch: Bei den wenigen Händlern in Deutschland zieht das Geschäft an. "Wir haben im vergangenen Jahr 60 Mill. Euro Umsatz gemacht, mehr als das Doppelte gegenüber dem Vorjahr", sagt Robert Hartmann, Geschäftsführer von Pro Aurum, München.
Motor des Geschäfts sind weniger die steigenden Preise: Gold wird an den internationalen Märkten heute bei 560 Dollar je Unze (etwa 31 Gramm) gehandelt, vor fünf Jahren kostete es nur 250 Dollar. „wer auf höhere Preise spekulieren will, der kauft eher Terminkontrakte oder andere metallbasierte Wertpapiere", sagt Rainer Meier, Chef der großenHandelsfirma ZPMO Edelmetalle & Münzen, Zürich. Wer dagegen auf die Altersvorsorge schaue, fühle sich mit dem physischen Metall wohler. "Die Kunden sind Langfristanleger, sie haben Angst vor Inflation oder wollen eine sichere Anlage für das Rentenalter", bestätigt Pavol Jurecko, Inhaber des Münzkabinett Frankfurt in der Mainmetropole. Ganz ähnlich spürt Hartmann bei seinen Käufern steigende Unsicherheit über die weltweite Finanzlage, die zu Investments in den sicheren Häfen der Edelmetalle verlockt.
Das Geschäft bei den wenigen professionellen Händlern kommt auch deshalb in Schwung, weil sich die Banken tendenziell immer noch aus dem Edelmetallhandel zurückziehen. Das bekannte Münzkabinett beispielsweise gehörte in früheren Jahren zur Dresdner Bank.
"Drei Viertel unseres Umsatzes machen wir mit Gold, den Rest fast ausschließlich mit Silber", sagt Hartmann. Die Händler empfehlen große Stückelungen, die die geringsten Spannen zwischen An- und Verkaufspreisen und die geringsten Aufschläge auf den reinen Metallwert haben. "Beim Gold ist der 100-Gramm-Barren am stärksten gesucht", sagt Jurecko. Die Varianten 250, 500 und 1 000 Gramm sind bei ihm weniger gefragt. Das ist auch eine Preisfrage, denn der Kilobarren kostet hiesige Anleger inzwischen über 15 000 Euro.
Unter den Münzen ist das Ein-Unzen-Stück der Standard. Hier gilt wie bei Barren, dass mit sinkendem Gewicht die Spannen zwischen An- und Verkaufspreisen stark steigen. "Weil man bei einer zehntel oder zwanzigstel Unze bis zu 50 Prozent Aufschlag auf den Metallpreis zahlt, taugt das nicht als Anlage", erläutert Maier. Die Klassiker unter den Gold-Anlagemünzen wie der südafrikanische Krügerrand sind gesetzliches Zahlungsmittel. Zu dieser Gruppe gehören außerdem beispielsweise die Wiener Philharmoniker aus Österreich und der Maple Leaf aus Kanada.
Schwieriger ist der Umgang mit den Weißmetallen wie Silber. Wegen des geringen Unzenpreises von etwa 9,50 Dollar werfen bereits kleinere Investments Transport- und Lagerfragen auf. "Am meisten verkauft werden die großen Barren mit ein und fünf Kilo Gewicht", sagt Mirko Schmidt von Pro Aurum. Der Erwerb von Silberbarren hat einen zusätzlichen Nachteil: Es fallen 16 Prozent Mehrwertsteuer an.
Viele Anlagemünzen wie den Maple Leaf oder den American Eagle gibt es auch in der Silber-Variante. Bei ihnen ist der Steueraufschlag auf sieben Prozent begrenzt. Doch die Prägekosten von etwa zwei Dollar schlagen wegen des geringen Preises im Vergleich zu den Goldmünzen weit stärker zu Buche. Es gibt also im Vergleich zu Gold-Anlagemünzen für den Kunden relativ weniger Silber für das eingesetzte Geld.
"Der geringe Preis ist aber auch ein Vorteil, weil man in Notfällen über kleinere Gegenwerte verfügen kann", sagt Schmidt. Jurecko findet unter Anlagegesichtspunkten ein weiteres Argument für Silber: "Das Metall ist immer noch zu billig."
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