15 Rupien 1916 DOA Tabora

1871-1945/48

15 Rupien 1916 DOA Tabora

Beitragvon Veedelcommander » Mo 09.04.18 13:32

Hallo,

ich habe eine 15 Rupien Münze hier liegen, deren Wert und Zustand ich gerne bestimmt hätte. Mir selbst fehlt dazu das Wissen.

Die Geschichte der Münze ist ja legendär aber wie bestimmt man den Wert? Ich habe gelesen, dass die Münzen direkt nach Ausgabe Sammelobjekte wurden und so gut wie gar nicht als Zahlungsmittel benutzt wurden. Von daher müssten die doch eigentlich alle in mehr oder weniger Topzustand sein. Sagt mir meine Laienverstand...

Die Geschichte der Münze ist die, dass der Großvater des Sammlers Beamter in DOA war und dort im Bankenwesen gearbeitet hat. Darüber gibts ein Buch in dem er seine Erinnerungen aufschreibt (davon habe ich zumindest ein Foto). Jedenfalls hat er den Elefanten von daher mit nach Deutschland gebracht. Ich persönlich glaube die Geschicht, bin mir natürlich auch klar darüber, dass man jedes Wort in Frage stellen kann.

Ich habe ein Anzeige geschaltet um mal zu sehen was geboten wird, jemand schrib: "Da kein Echtheitszertifikat vorliegt biete ich € 2000,-" Ähm... ja...

Also, eure Meinungen und Erfahrungen sind gefragt.

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Wer einen Link zu einem Dropboxordner haben möcht, kann mich per PN anfragen, da gibts dann auch ein Filmchen der Münze. In bewegten Bildern sieht man dann doch nochmal mehr.

Nachtrag: Mir hat gerade jemand bescheinigt,, dass "die Münze einige Schäden aufweist". Welche das sein soll sagt er nicht dazu. Was kann er meinen?
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Re: 15 Rupien 1916 DOA Tabora

Beitragvon Mynter » Mo 09.04.18 18:05

Verschleudere das Stueck bloss nicht fuer 2000 Euro.
Hast Du den Schadensbescheiniger gefragt, was er meint ?
Wie heisst das Buch mit den Erinnert Deines Grossvaters, das haette ich ja zu und zu gern.
Grüsse, Mynter
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Re: 15 Rupien 1916 DOA Tabora

Beitragvon Mynter » Mo 09.04.18 18:20

Kannst Du die Bilder direkt hier einstellen ?
Grüsse, Mynter
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Re: 15 Rupien 1916 DOA Tabora

Beitragvon Veedelcommander » Mo 09.04.18 21:51

Jau, bin ich gerade schon andernorts drauf hingewiesen worden.
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Re: 15 Rupien 1916 DOA Tabora

Beitragvon coin-catcher » Mo 09.04.18 22:16

Die Geschichte der Münze ist die, dass der Großvater des Sammlers Beamter in DOA war und dort im Bankenwesen gearbeitet hat. Darüber gibts ein Buch in dem er seine Erinnerungen aufschreibt (davon habe ich zumindest ein Foto). Jedenfalls hat er den Elefanten von daher mit nach Deutschland gebracht. Ich persönlich glaube die Geschicht, bin mir natürlich auch klar darüber, dass man jedes Wort in Frage stellen kann.


Wann genau hat er dort gearbeitet und in welchem Jahr ist er nach Deutschland mit dem Stück zurückgekommen?
1916?
Wie heißt das Buch?

Gruß
cc
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Re: 15 Rupien 1916 DOA Tabora

Beitragvon Pflock » Fr 13.04.18 21:25

Hallo Veedelcommander und erstmal willkommen im Forum, :D

eine interessante und wertvolle Münze hast Du da.

Erstmal eine genaue Bestimmung.
Es gibt nämlich 2 Varianten. Laut Deinen Bildern hast Du Typ II:
    Typ .I: Kleine Arabeske, endet bereits unterm "A" in "OSTAFRIKA" (Schlumberger* 528, Jaeger** 728a, Schön*** DOA19.1, AKS**** 627)
    Typ II: Große Arabeske, endet erst unterm "T" in "OSTAFRIKA" (Schlumberger* 529, Jaeger** 728b, Schön*** DOA19.2, AKS**** 627)
Aus dem Schlumberger*:
  • Deutsch-Ostafrika; Tabora
  • Nr. 529; 15 Rupien; 1916; Typ II; 9803 Exemplare
  • Notprägung aus Sekenke-Gold
  • damaliger Katalog Wert 1997, je nach Erhaltung: 1500-2500 DM
  • Story:
    Geschichte15RupienTabora.JPG
Literaturliste:
    *... Schlumberger, H.; "Goldmünzen Europas. Von 1800 bis heute."; 1997
    **.. Jaeger, K.; "Die deutschen Münzen seit 1871."; 1991
    ***. Schön, G./Schön, G.; "Weltmünzkatalog 20. Jahrhundert."; 2005
    **** AKS: Arnold, P./Küthmann, H./Steinhilber, D.; "Großer deutscher Münzkatalog. Von 1800 bis heute."; 2000


Zu möglichen Schäden:
Veedelcommander hat geschrieben:Nachtrag: Mir hat gerade jemand bescheinigt, dass "die Münze einige Schäden aufweist". Welche das sein soll sagt er nicht dazu. Was kann er meinen?

Man muß hier bedenken, diese Münzen wurden von Laien in einer Schlosser-Werkstatt mit eigentlich ungeeigneten Werkzeugen unter Zeitdruck geschlagen. Da sind kleinere Macken nichts ungewöhnliches und nicht unbedingt wertmindernd (bei Euros z.B. ist man ja wie verrückt hinter Prägefehlern her :roll:)
In dem Gutachten zu meiner Münze steht z.B. "Der Münzrand wurde - wie öfters bei diesem Münztyp - nachträglich abgeschliffen. Die Bildseite ist auffallend stark konvex." (Sieht aus, als hätte jemand mit dem Daumen von der anderen Seite gedrückt :mrgreen:. Vermutlich bei der Prägung entstanden.)

Veedelcommander hat geschrieben:Ich habe gelesen, dass die Münzen direkt nach Ausgabe Sammelobjekte wurden und so gut wie gar nicht als Zahlungsmittel benutzt wurden. Von daher müssten die doch eigentlich alle in mehr oder weniger Topzustand sein.

Vermutlich sind viele dieser Münzen nicht in den Zahlungsverkehr gelangt, da viele schon damals in den Münzen was Besonderes erkannt haben. Aber ob sie dabei sorgsam behandelt wurden, wie wir sie heute behandeln, mag ich bezweifeln. Vermutlich sind sie trotzdem in Geldbörsen oder in Schmuckkästchen eine ganze Weile rumgeschleppt worden, schließlich mußten Sie auch noch den weiten Weg von Afrika nach Deutschland schaffen.
Viele werden aber doch anfänglich in den Zahlungsverkehr gelangt sein, sie wurden ja schließlich als Lohn ausgezahlt. Die Leute mußten essen.
Nicht zu vergessen, es war Krieg. Und dann gab´s noch Inflation, Weltwirtschaftskrise, II. WK, Nachkriegszeit - alles Notzeiten, in denen die Leute vermutlich Anderes im Sinn hatten, als sich um die artgerechte Haltung von Münz-Raritäten zu scheren.


Ich würde Dir empfehlen, ein Gutachten inkl. Wertschätzung erstellen zu lassen.
Ich weiß nicht was sowas heute kostet, vor 10 Jahren waren es so um die 90€. Würde sich bei dieser Münze lohnen. Du kannst dann sicher sein, daß sie echt ist. Und es schlägt sich positiv auf den Verkaufspreis nieder, da Du nachweisen kannst, daß sie echt ist.
Das Gutachten meiner Münze stammt von Herrn Guy Franquinet (http://www.franquinet.de). Er ist öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger und hat in der "Szene" einen guten Ruf. Einfach mal bei ihm unverbindlich nachfragen.
Oder Du suchst Dir einen in Deiner Nähe. Es sollte auf jedenfall ein öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger sein. Die gehören jeweils zu den IHKs der Länder, daher wird es wohl keine bundesweite Liste geben.
Entweder mal bei der Deiner IHK nachfragen, oder beim "Verband der Deutschen Münzenhändler e.V.", "Berufsverband des deutschen Münzenfachhandels e.V." oder "Deutsche Numismatische Gesellschaft".


Nun einiges zum Wert (Typ I wird idR etwas höher gehandelt, da weniger Exemplare geprägt: 6395):
Nach diesen Auktions-Ergebnissen blättert man z.Z. also irgendwas zwischen 3500-6250€ (inkl. o.g. Aufschlag) für Deine Münze hin.
Also eine Wertverdoppelung alle 10 Jahre: Katalogwert 1997 ~1000€ (2000DM) > ich habe vor 10 Jahren knapp 2000€ gezahlt (war ein mittlerer Preis) > heute um die 4000€.

Wenn Du die Provenienz, also die Geschichte mit dem Großvater, in irgendeiner Weise belegen kannst, würde das den Wert der Münze nochmals steigern (durch alte Fotos auf denen Großvater und Münze zu sehen sind; Schriftstücke in denen sie erwähnt wird; Ersatzweise eine (eidesstattliche, zumindest unterschriebene) Erklärung/aufgeschriebene Geschichte des genannten Sammlers; zusätzlich ein Exemplar des erwähnten Buches). Zur Provenienz würde auch ein Kaufbeleg gehören, wenn Du sie von dem Sammler gekauft hast.
Ohne Belege ist es halt nur eine schöne Geschichte, die man beim Weiterverkauf erzählen kann. Hätte auf den Verkauspreis aber kaum einen Einfluß.


Ich hoffe das Alles hilft Dir etwas weiter. :)
Gruß Pflock

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Re: 15 Rupien 1916 DOA Tabora

Beitragvon Pflock » Do 19.04.18 21:02

Folgende Auktion läuft geradade (bis zum 25./26. Mai 2018):
Gruß Pflock

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Re: 15 Rupien 1916 DOA Tabora

Beitragvon Purzel » Do 26.04.18 12:08

Die Geschichte der Münze ist die, dass der Großvater des Sammlers Beamter in DOA war und dort im Bankenwesen gearbeitet hat. Darüber gibts ein Buch in dem er seine Erinnerungen aufschreibt (davon habe ich zumindest ein Foto). Jedenfalls hat er den Elefanten von daher mit nach Deutschland gebracht.


Wem gehört die Münze denn nun eigentlich - dir ? oder bist du der Sammler und falls nicht was hast du mit dem zu tun ?
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Re: 15 Rupien 1916 DOA Tabora

Beitragvon Mynter » Do 26.04.18 13:00

Ich möchte auch nochmal gern nach dem Buch nachfragen. Das hätte ich zu gern !
Grüsse, Mynter
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Re: 15 Rupien 1916 DOA Tabora

Beitragvon coin-catcher » Mo 30.04.18 11:56

coin-catcher hat geschrieben:
Die Geschichte der Münze ist die, dass der Großvater des Sammlers Beamter in DOA war und dort im Bankenwesen gearbeitet hat. Darüber gibts ein Buch in dem er seine Erinnerungen aufschreibt (davon habe ich zumindest ein Foto). Jedenfalls hat er den Elefanten von daher mit nach Deutschland gebracht. Ich persönlich glaube die Geschicht, bin mir natürlich auch klar darüber, dass man jedes Wort in Frage stellen kann.


Wann genau hat er dort gearbeitet und in welchem Jahr ist er nach Deutschland mit dem Stück zurückgekommen?
1916?
Wie heißt das Buch?

Gruß
cc


Schade, dass hier nichtmal ne Antwort vom Ersteller kommt, jedoch in anderen Threads massig kostenlose Hilfe zum Verkauf seiner Stücke erwartet...

cc
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Re: 15 Rupien 1916 DOA Tabora

Beitragvon DOA-Heinz » Di 01.05.18 15:44

coin-catcher hat geschrieben:
coin-catcher hat geschrieben:

Schade, dass hier nichtmal ne Antwort vom Ersteller kommt, jedoch in anderen Threads massig kostenlose Hilfe zum Verkauf seiner Stücke erwartet...

cc


Ich grüße euch als Neuzugang!
Schade? Ich denke es ist mehr als merkwürdig.
Viele Grüße DOA-Heinz
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Re: 15 Rupien 1916 DOA Tabora

Beitragvon Purzel » Di 01.05.18 19:21

DOA-Heinz, vom namen her könnte man vermuten, das mehr zum Thema beigetragen werden kann ?
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Re: 15 Rupien 1916 DOA Tabora

Beitragvon DOA-Heinz » Di 01.05.18 20:03

Purzel hat geschrieben:DOA-Heinz, vom namen her könnte man vermuten, das mehr zum Thema beigetragen werden kann ?

Sei gegrüßt Purzel!
Du vermutest richtig.
DOA-Heinz
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Re: 15 Rupien 1916 DOA Tabora

Beitragvon coin-catcher » Fr 04.05.18 09:42

DOA-Heinz hat geschrieben:
Purzel hat geschrieben:DOA-Heinz, vom namen her könnte man vermuten, das mehr zum Thema beigetragen werden kann ?

Sei gegrüßt Purzel!
Du vermutest richtig.
DOA-Heinz


Na, Kolonialspezis sind doch immer gut.

Wie stehst du zur B-Variante und was hälst von Schuhmachers und Dr. Meinhardts Anführungen?

Gruß
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