Frage zu 20 Reichsmark Goldmünzen

1871-1945/48

Frage zu 20 Reichsmark Goldmünzen

Beitragvon Ben99991 » So 05.02.06 12:32

Hallo zusammen,

ich bin beim googeln auf dieses Forum gestossen und wuerde
gerne die Experten hier um Rat fragen.

Ich habe ein paar Goldmuenzen, die ich gerne verkaufen
wuerde. Dabei handelt es sich um die 20 Reichsmark Wilhelm
II. Die sind wohl so haeufig, dass nicht viel mehr als der
reine Goldwert dafuer zu erhalten ist.

Auáerdem wurde schonmal festgestellt, dass einige dieser
Muenzen Faelschungen sind.

Nun wuerde ich gerne wissen:

1. Wo verkauft man am besten? (Sparkassen kaufen die auf,
ist wohl der einfachste Weg, aber ist der Erloes auch ok? Was
sind die Vor- und Nachteile?)

2. Wie ist der aktuelle Wert? (80-100 Euro?) Gibt es
Webseiten mit aktuellen Kursen auch anderer Goldmuenzen?

3. Zu den F„lschungen
- Wie erkennt man die? (Es sollen sich um F„lschungen eines
bonner Zahnarztes handeln???)
- Wieviel bekommt man fuer die Falschen?
- Wo kann man die verkaufen?

Besten Dank schonmal und schoenen Tag noch
Ben
Ben99991
 
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Beitragvon tomsoul » So 05.02.06 15:31

Hallo,

zu deinen Goldmünzen kann ich dir erstmal Recht geben, diese Stücke werden ziemlich genau zum Goldpreis gehandelt.

Beim Verkauf ist es natürlich am einfachsten zur Bank oder zum Münzhändler zu gehen, allerdings wird dort auch am wenigsten bezahlt. Besser ist ein Verkauf an einen Sammler oder der Verkauf über ebay. Allerdings sollten gerade bei Online-Verkäufen keine Nachprägungen angeboten werden (auch unwissentlich), das kann Probleme bereiten.

Diese Münzen werden zur Zeit so um 100,- Euro gehandelt, eben zum Goldpreis.

Das Thema mit den Nachprägungen ist eigentlich viel zu umfassend für eine kurze Antwort. Gerade die Fälschungen aus dem Hause Schmidt/Hausmann sind für Laien (und auch für Sammler) sehr schwer bis überhaupt nicht zu erkennen.

Im Prinzip wäre ich auch an den Münzen interessiert oder kann sie auch gerne mal begutachten (Echtheit / Erhaltung).
Einfach mal kurze PN und dann sehen wir weiter.

Gruß

Tom
tomsoul
 
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Beitragvon Ben99991 » Do 09.02.06 17:08

Hallo,

vielen Dank für die Antwort, das hilft schonmal gut weiter!

Ich denke, wenn es eh nur den Goldkurs gibt, kann man wenig falsch
machen. Das mit den Fälschunge wird schon schwieriger, da ich nicht
weiá welche Stücke falsch sind. Am besten wird wohl sein alle mal
unverbindlich - vielleicht einer Spakasse - zum prüfen anzubieten und
die sortieren zu lassen. Weiá jemand, wo man die dann verkaufen könnte?

Alles Gute
Ben
Ben99991
 
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Beitragvon mfr » Do 09.02.06 17:16

Fälschungen von nach 1849 geprägten Münzen darf man nicht verkaufen. Den Handel damit verbietet das Münzgesetz. Verstöße können mit einem Bußgeld bis 5000 € geahndet werden.

Ob eine Sparkasse in der Lage ist, Originale von Fälschungen zu unterscheiden, möchte ich stark bezweifeln. Schließlich waren Banken seinerzeit die ersten Opfer des Bonner Zahnarztes. :)

Am besten zeigst du sie mal einem Gutachter, z.B. Guy Franquinet - www.franquinet.de
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Beitragvon Pflock » Fr 10.02.06 12:34

Als ich das mit diesen Zahnarztfälschungen erfahren hatte, habe ich meine Münzen geschnappt und bin zu einem normalen Münzenhändler gegangen (ok, der war auf deutsche Münzen spezialisiert).
Er hat mir z.B. den Feingoldgehalt geprüft - und Bingo 8O , eine Münze war nur 750iger Gold. :mad: :evil: Diese Münzen müßten aber 900er sein. Der Durchmesser und das Gewicht stimmten exakt, sie war nur etwas dicker als die Echten. Ein Goldschmied sollte dies auch prüfen können.

Wenn Du wirklich solch eine Fälschung hast, kannst Du sie zumindest zum Goldwert z.B. an einen Goldschmied verkaufen.
Echte Münzen würde ich direkt an Sammler verkaufen. Am Einfachsten geht dies wohl über eBay. Beachte aber, hier mußt Du noch die Provision für eBay von Deinem Verkaufserlös abziehen. Vergleich dann noch mal die Preise mit den Angeboten eines Münzhändlers.
Es gibt da noch die Online-Münzauktion http://www.muenzauktion.info/. Laut Beschreibung ist es hier möglich Münzen kostenlos zu versteigern. Ausprobiert habe ich dies noch nicht, kann also keine Empfehlung geben.
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Beitragvon mfr » Fr 10.02.06 16:49

Die 750er stammt dann aber nicht von der Schmidt/Hausmann KG, deren Fälschungen sind nahezu perfekt. Dazu gehört selbstredend auch der passende Feingehalt.

Übrigens gibt es dazu auch einen Eintrag in der Numispedia: http://www.numispedia.de/Schmidtsche_F%E4lschung
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Beitragvon Pflock » Mo 13.02.06 21:31

Aha, wieder was gelernt. Dann wird´s ja noch schwieriger diese Fälschungen zu erkennen.
Gibt es denn eine sichere Methode diese "Schmidtsche Fälschungen" zu erkennen?

Bei meiner Falschmünze kam mir der Verdacht, weil es in den Katalogen keine 20 Goldmark Hamburg für 1912 gab. :cry:
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Beitragvon mfr » Mo 13.02.06 21:33

Es gibt nur eine sichere Methode - lege die Münze einem anerkannten Sachverständigen vor und laß´ ihn eine Expertise anfertigen.

Diese Investition zahlt sich beim Weiterverkauf doppelt und dreifach wieder aus.
mfr
 
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Beitragvon Pflock » Mo 13.02.06 21:41

So´ne Expertise ist bestimmt nicht ganz billig. Ich nehme an bei einem Münzwert von 100€ oder auch 200€ dürfte sich das noch nicht lohnen. Oder?
Gruß Pflock

Ich sammel Münzen und Medaillen aus Mühlhausen in Thüringen, vom Mittelalter bis heute.
Freue mich immer über Angebote.
:Fade-color
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Beitragvon mfr » Mo 13.02.06 22:01

Die Kosten für eine Expertise bei Reichsgoldmünzen sollte sich im Rahmen von 25-50 € bewegen.
Bei preußischen Massenstücken lohnt sich das natürlich nicht...

Ob echt oder unecht kann ein Gutachter aber auch ohne Expertise und oft kostenfrei beurteilen. Danach kannst du ja immer noch entscheiden, ob du das Ergebnis schriftlich dokumentiert haben möchtest.
mfr
 
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