Münzfälschungen/nachprägungen bei Ebay

1871-1945/48

Münzfälschungen/nachprägungen bei Ebay

Beitragvon holzwirkstatt » Sa 04.03.06 17:06

Hallo Leute.
Schaut euch mal diesen Verkäufer bei Ebay an. (goldig1956)
Er kennzeichnet seine Münzen zwar mit NP
Aber was ist mit Leuten, die diese Münzen kaufen und wiederverkaufen.
Wo kommen den solche Münzen her?
Sind das Fälschungen oder Medalien?
Kurze Antwort wäre gut. Ersteigere manchmal was bei Ebay, aber das es sowas überhaupt gibt wuste ich nicht. Vor allendingen in dieser vielfallt.
Gruß
Wolfgang
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Beitragvon mfr » Sa 04.03.06 17:13

Das sind keine Nachprägungen, sondern primitive Fälschungen. Vermutlich aus Osteuropa. Nachprägungen wären als solche gekennzeichnet - das kann ich hier nicht erkennen (Ein lapidares "NP" im Text reicht natürlich nicht - die Stücke selber müssen unaustilgbar gekennzeichnet sein). Wenn jemand der BWPV (die ist für die Verfolgung und Ahndung von Ordnungswidrigkeiten nach dem Münzgesetz zuständig) einen Tip gibt, kann das für den Verkäufer teuer werden. Das Münzgesetz sieht hier ein Bußgeld von bis zu 5000 € vor. Zumindest wird ebay die Auktionen dann löschen. Es wurde auch schon mehreren ebay-Anbietern wegen dem Verkauf von Fälschungen der Prozess gemacht. Darum sind es auch fast immer neue Mitglieder, die sowas anbieten. :?
mfr
 
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Beitragvon holzwirkstatt » Sa 04.03.06 17:32

Danke für die schnelle Antwort.
Habe eine kurze Mail an die BWPV und Ebay geschickt. Werde mal weiter beobachten wie das weiter geht. Inzwischen werden nur noch 2 Münzen angeboten. Vorher waren es über 30
Gruß Wolfgang
holzwirkstatt
 
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Beitragvon mfr » Sa 04.03.06 21:15

Eigentlich sollte man sich gar nicht so sehr auf den Anbieter konzentrieren, sondern vielmehr auf die Käufer. Das ein oder andere Stück könnte demnächst mal wieder bei ebay auftauchen.... bevorzugt als Eyecatcher in "Dachbodenfunden".
mfr
 
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Beitragvon holzwirkstatt » Sa 04.03.06 22:04

Bin schon dabei. Habe momentan viel Zeit. Werde mal beobachten, was die Käufer so in Zukunft anbieten und aus Opas Socke auskramen.
Gruß Wolfgang
holzwirkstatt
 
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Beitragvon holzwirkstatt » So 05.03.06 16:02

Bisher habe ich folgende Münzen gefunden
50 Reichspfennig 1924 A mehrfach
5 Mark Wilhelm II 1888 J
3 Reichsmark 1931 A
3 Mark Mansfeld 1915 mehrfach
2 Mark Wilhelm 1888 A

Ein 50 Reichspfennig 1924 A ging gestern für 220 Euro über die Theke.

Habe die Leute mal angeschrieben, die Antworten (falls ich überhaupt welche bekommen habe) gebe ich mal lieber nicht weiter.
Falls Interesse an den Bildern besteht-- kurze anleitung wie man das macht, dann Stelle ich sie hier rein. Oder E-Mail an mich, dann Versende ich sie.
Bei genauem Betrachten sind manche Bilder retuschiert, so das das COPY zeichen nicht zu erkennen ist. Bei anderen Bildern kann ich überhaupt nichts finden.
Gruß Wolfgang
holzwirkstatt
 
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Beitragvon holzwirkstatt » Mo 06.03.06 07:41

Es ging/geht bei der Sache nicht nur um den von mir genannten Anbieter. Sondern auch um Anbieter die Fälschungen anbieten und das auch noch dazu schreiben. Ich nehme mal an, das dieses Forum auch von solchen Leuten gelesen wird (aus Geschäftlichen gründen)
Deshalb der folgende Satz.
Einer dieser Leute bekam gestern abend Besuch von der Behörde (Sonntag). Bei solchen Dingen wie Falschgeld/Falschmünzen kann das sehr schnell gehen.
Was mich selbst überraschte.
Gruß Wolfgang
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Beitragvon tournois » Mo 06.03.06 23:50

Na, das ist doch super!!!
Ich finde es klasse wenn solchen Leuten mal auf die Finger geklopft wird!
Schade das solche Sachen nicht dick und fett im Fernsehen gezeigt werden. Das würde einige Leute abschrecken!
tournois
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Beitragvon holzwirkstatt » Di 07.03.06 01:31

Aber die Käufer schreckt es nicht ab. Die haben manchmal einfach ihre Lesebrille vergessen. Unter Artikel 8390482699 bietet gerade jemand über 200 Euro für eine Nachprägung vom Germanischen Museum und die Sache läuft noch 5 Tage.
Dafür bekommst du bald eine echte. Schnäppchenjagt macht blind.
Gruß Wolfgang
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