Indian Head $5 - Zustand und Wert

Alle Münzen vom Amerikanischen Kontinent

Indian Head $5 - Zustand und Wert

Beitragvon Biblio217 » Fr 13.01.06 15:43

Hallo community,

ich besitze 2 Gold-5$-Indian head von 1912 und 1915 (die als Manschettenknöpfe in Gold gefasst sind). Ich versuche schon einige Zeit etwas über den Wert herauszufinden und habe auch einiges gefunden.

(http://www.pcgs.com, http://www.coinfacts.com/half_eagles/indian_head_half_eagles/1912s_half_eagle.htm)

Entscheidend scheint hier wohl der Zustand zu sein. Bei PCGS.com habe ich eine Skala gefunden http://www.pcgs.com/prices/howtouse.chtml. Gibt es dazu auch eine brauchbare deutsche Übersetzung?

Kann mir jemand eine Empfehlung geben, wo ich die Münzen im Raum Halle/Leipzig seriös schätzen lassen kann.

Vielen Dank im Voraus!
Gruß Biblio217
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Beitragvon Canadian Coins » Fr 13.01.06 17:27

Hallo Biblio217,

in Leipzig findest Du wohl in der Münzhandlung Heidrun Höhn einen kompetenten Ansprechpartner.
Weitere Daten zur Kontaktaufnahme findest Du auf folgender Webseite: www.numismatik-online.de .

Bei gefassten Münzen ist die Erhaltung allerdings oftmals ruiniert, da meist Fassungsspuren zurückbleiben.
Händler und Sammler sehen daher meist von einem Kauf ab.
In den vergangenen Jahren habe ich in einigen Münzhandlungen in dieser Angelegenheit Kundengespräche mitbekommen wobei die Kunden zum größten Teil mit ihren Schmuckstücken wieder von dannen zogen.
Die Angebote orientierten sich dabei zumeist am Materialpreis und nur zu wenigen seltenen Stücken wurden etwas bessere Angebote gemacht - aber dennoch mit einem empfindlichen Abschlag von den gängigen Ankaufspreisen.

Was die Erhaltungsgrade angeht, kann man sich aber beruhigt an den deutschen Definitionen orientieren.
Näheres dazu findet man hier : http://www.numispedia.de/Erhaltungsgrad

Hier findet man beispielsweise unter "sehr schön" folgenden Hinweis :
"Grobe Beschädigungen und Randschäden sind nicht erlaubt."
Schmuckfassungen hinterlassen jedoch zumeist mehr oder weniger stark ausgeprägte Randschäden, was zur Folge hat, dass die Erhaltung und die damit zusammenhängende Preisfindung sich am Erhaltunsggrad "schön" orientiert. Das entspricht dann (fine) F-12 oder F15 aus dem amerikanischen System.

Der KM World Coins 2006 bewertet die beiden Münzen beispielsweise in VF-20 ( sehr schön ) mit US-$ 165,--.

Schöne Grüße.
CC
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Beitragvon Biblio217 » So 15.01.06 10:45

Halo CC,

vielen Dank für die rasche und informtive Antwort.

Dann muss ich wohl damit rechnen, dass die Münzen erst geschätzt werden können, wenn Die Fassung entfernt wurde?

Viele Grüße
Biblio217
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Beitragvon Canadian Coins » So 15.01.06 13:47

Hallo Biblio217,

Dann muss ich wohl damit rechnen, dass die Münzen erst geschätzt werden können, wenn Die Fassung entfernt wurde?


Im Grunde genommen ist das richtig. Um alleine bei den Münzen die Erhaltung zu bestimmen und nicht die Schmuckstücke als solche zu bewerten, müßte die Fassung entfernt werden.

Dabei stellt sich jedoch die Frage, was nun vorteilhafter ist.
Intakte Schmuckstücke oder aber Goldmünzen mit Fassungsspuren.
Mögen hierbei die Fassungsspuren auch noch so gering sein - ein erfahrener Sammler, der die Münzen mit einem ordentlichen Vergrößerungsglas betrachtet, wird sie meist entdecken.

Eventuell könnest Du die Stücke mal einem Juwelier zeigen.
Er kann sicher mehr zur Fassungstechnik sagen.
Wenn die Fassungen selbst mit einem Feingehaltsstempel versehen sind, kann er Dir vielleicht auch den genauen Materialwert ermitteln.

In folgender Auktion werden beispielsweise Manschettenknöpfe mit 10 $ Goldmünzen angeboten:
http://cgi.ebay.com/U-S-10-dollar-Coronet-Gold-Coin-Cufflinks-Impressive_W0QQitemZ5076339897QQcategoryZ10294QQssPageNameZWDVWQQrdZ1QQcmdZViewItem
Wobei der Verkäufer bei diesen Stücken mit dem reinen Goldpreis einen besseren Schnitt macht, als würde er im Gegenteil die Münzen mit einem niedrigen Erhaltungsgrad anbieten.
Mein alter KM World Coins bewertet in VF-20 z.B. die 1892er mit US-$ 185,-- und die 1894er mit US-$ 175,--.

Schöne Grüße.
CC
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Beitragvon ossenbruegger » So 15.01.06 22:22

So nebenbei auch ein netter Auktionstext:

"Special note to CANADIAN bidders: You have the slowest postal service on earth, and your Customs people are not much better. For this reason, and because I am sick of dealing with the "where is my item" emails, CANADIAN bidders with less than 50 feedbacks MAY NOT bid on my auctions."

Und seine PayPal-Stroy ist auch sehr nett zu lesen - After all, Paypal IS an EBAY company , what would a seller expect ?????? :mrgreen:
Beati pauperes spiritu, quoniam ipsorum est regnum caelorum - Honni soit qui mal y pense

Bild
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Danke!

Beitragvon Biblio217 » Mi 18.01.06 11:46

Danke CC,

für die kompetente Moderation!

Herzliche Grüße
Udo Bücherl
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