Silber-Münze aus Thailand m. Rama V,Rs. dreiköpfiger Elefant

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Silber-Münze aus Thailand m. Rama V,Rs. dreiköpfiger Elefant

Beitragvon Bagsida » Di 17.01.06 18:07

Hallo zusammen,

ich besitze eine Münze, welche lt. einer Katalogabbildung (http://www.inkoze.de/welt/pdf/thailand.pdf) eine 1 Baht-Münze aus dem Jahre 1909 aus 900er Silber sein müßte.

Auf der Vorderseite ist König Chulalongkorn (Rama V) und auf der Rückseite ein dreiköpfiger Elefant abgebildet.

Diese Münze entspricht exakt der Abbildung und Beschreibung, scheint auch aus Silber zu sein (die Bestimmung des spez. Gewichtes habe ich noch nicht durchgeführt, habe die Münze aber gereinigt), hat einen Durchmesser von 31,3 mm und ist ca. 3 mm dick (im Bereich der Bildnisse ist die Münze dicker als am Rand).

Allerdings wiegt diese Münze 17,30 g und sollte lt. Katalog aber nur 15 g wiegen.

Aufgrund der Herkunft (habe die Münze nicht in Pattaya auf dem Markt gekauft) nehme ich an, dass es sich hierbei um ein echtes Stück handeln müßte, bin mir aber eben nicht wirklich sicher.

Kann mir jemand dabei helfen wie ich erkennen kann, ob diese Münze tatsächlich echt, also keine Nachprägung, Imitat oder so ist und welchen Wert sie Münze hat.

Vorab vielen Dank !
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Münze Rama V.jpg
Münze so wie ich sie erhalten habe, d.h. vor der Reinigung.
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Beitragvon Afrasi » Di 17.01.06 22:13

Hallo! Auch wenn die Münze nicht aus Pattaya ist, bin ich mir durch die gelbliche Farbe, die untypischen Abnutzungsspuren und ein paar weitere Deatails zu 99 % sicher, dass es sich um eine der - auch bei eBay sehr häufigen - Fälschungen handelt. Das Gewicht spricht auch dafür. Das Original wäre teuer, was du wohl bereits ahnst oder weißt.

Tschüß, Afrasi
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Danke für den Tipp....

Beitragvon Bagsida » Mi 18.01.06 07:25

Hallo Afrasi,

die Münze hat nach der Reinigung nicht mehr diese Farbe, welche u.a. auch durch das scannen einen zusätzlichen "Goldstich" bekommen hat, sondern glänzt nun wie Silber.
Wegen des Gewichtes wäre interessant zu wissen, wie verbindlich die Angabe von 15g ist oder ob das nur ein grober Anhaltswert ist und ob die nohc ausstehende Dichtebestimmung wirklich verlässlich ist.

Ich habe die Münze nicht gekauft, sondern von einer Thai als Erbstück der Großmutter unter Abnahme des Versprechens, dass ich diese nicht verkaufen werde, geschenkt bekommen und erhielt dazu gleich die Information, dass diese Münze sehr begeehrt, wohl auch recht wertvoll und keine der auf dem Markt käuflichen Kopien sondern ein Original wäre.

Da Münzen für mich Neuland sind und es auch nicht wirklich eine Veranlassung gab mir ein solch vermeintlich wertvolles Geschenk zu machen, bzw. mir eine Kopie unterzujubeln und auch noch auf die Existenz solcher hinzuweisen, möchte ich nicht ausschließen, dass es sich um ein Original handeln könnte, dessen Wert nur eben nicht bekannt war, wobei es allerdings schon möglich sein könnte, dass dieses Erbstück schon von der Großmutter als echt eingestuft wurde aber eben doch eine Kopie ist.

Sollte die Münze doch echt sein, welchen Wert hätte diese dann tätsächlich ?

Welche Spuren und Details sprechen denn für eine Kopie, damit ich mir die Münze daraufhin unter dem Mikroskop anschauen und von diesen Details ggf. Fotos unter dem Mikroskop machen kann ?

Danke schon mal !

Bagsida
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Beitragvon klaupo » Mi 18.01.06 16:39

Schau dich mal hier um, lies den Thread, und schau dir dein Stück genau an. Dann kommst du der Lösung vielleicht näher.

http://www.zeno.ru/showphoto.php?photo= ... and%20Fake

Gruß klaupo
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Beitragvon Bagsida » Mi 18.01.06 19:18

Hallo Glaupo,

vielen Dank für die Info´s und den Link - gerade für mich als "Greenhorn", der ja vielleicht doch in den Besitz einer solchen echten Münze gekommen ist, gestaltet sich das ganze sehr spannend.

Ich gehe mal davon aus, dass mit "milling" die Verzahnung des Randes gemeint ist - hm....also so ne einfache Verzahnung ist´s jedenfalls nicht, d.h. entweder schlecht kopiert oder doch "doublemiling".

Ich versuche morgen mal ein Foto davon unter dem Mikroskop zu machen.

Ich habe schon alles im Net durchsucht, habe aber leider keine gute Abbildung eines echten Stückes finden können.

Hast Du davon eventuell auch einen Link ?

Danke,

Bagsida
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Beitragvon Afrasi » Mi 18.01.06 19:36

Hallo!
Originalmünzen wiegen genau 15 g, bei der Erhaltung höchstens ein paar zehntel under hundertstel weniger. Sie würden - nach Katalog - 500 bis 1000 Euro kosten.
Nur mal so eine Vermutung:
Man möchte am liebsten etwas wertvolles schenken, aber man hat nichts. Also nimmt man etwas, dass man bezahlen kann und macht es durch eine Geschichte wertvoll. Ich halte das nicht für verwerflich, sondern für eine durch Armut erzwungene Notlüge. Vielleicht hat die Großmutter es aber mit ihrer Enkelin schon genauso gemacht, und die Enkelin sagt aus ihrer Sicht die Wahrheit, da sie der Großmutter blind vertraut ...
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Beitragvon Bagsida » Mi 18.01.06 19:53

Hallo Afrasi,

ich denke nun auch, dass es sich zu 99,9 % um eine "Kopie" handelt, möchte aber nun schon ganz sicher sein ob oder ob nicht, d.h. ich werde das spezifische Gewicht bestimmen und schau mir auch nochmal die Verzahnung genau an, doch rein vom Gewicht her kann es ja kein Original sein, werde aber nochmal mit einer anderen Feinwaage nachwiegen - alles nur um sicher zu sein, dass ich nicht doch ein Original habe und denke es wäre eine Kopie.

Mit dem Geschenk sehe ich das ebenso wie Du, also keinesfalls verwerflich, auch wenn in welcher Generation auch immer bekannt gewesen ist, dass es eine "Kopie" ist.
U.a. muß man dazu ja auch wissen, dass die Thais die perfekten Geschichtenerzähler sind, wobei jeder weiß, dass es eine Geschichte ist und das alles ebenso wenig verwerflich ist. Wir Europäer verstehen dieses Denken aber eben nicht so einfach, was zugegeben auch mir des öfteren noch Probleme bereitet.

Egal wie, war es jedenfalls eine nette und sicher nur gut gemeinte Geste.

Verkaufen würde ich diese Münze ob echt oder nicht sowieso nicht.

Gruß Bagsida
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