Chinesische Silbermuenzen echt ? Gewicht !

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Chinesische Silbermuenzen echt ? Gewicht !

Beitragvon fred888 » Do 20.05.04 08:35

Oft finde ich Widersprueche oder einige Fragezeichen sowie Anfragen ob denn diese oder jene chinesische Silbermuenze echt ist. Es gibt mitlerweile in China sehr gute Kataloge mit allen Details zu den Silbermuenzen. Das richtige Gewicht ist immer sehr hilfreich bei der Bestimmung und bietet eine gute Garantie. Ich selbst habe, da ich in China lebe viele angeblich echte Stuecke sehr billig gekauft und diese dann durchgesaegt. Das Ergebnis war ernuechternd - FALSCH. Messing, Messing/Eisen oder gar Blei Materialien wurden als Kern verwendet. Die sehr duenne Silberschicht hat eine sehr unterschiedliche Zusammensetzung und Qualitaet der Haftung.
Ich habe auch schon von anderen Materialien gehoert aber nie selbst gesehen. Die meisten Nachpraegungen oder wirklich Faelschungen sind in den letzten 20 Jahren oder heute neu entstanden. Ich habe Lager mit vielen hunderttausend Stueck selbst besichtigt. Das Stueck kosten ca. 0,5 - 1 Euro - neu hergestellt. Die Praegestaempel gibt es auch zu kaufen.
Hier in China verdienen Haendler unsummen Geld, da die Herstellung viel billiger ist.
Wer hier neue oder andere Erfahrungen hat bitte mal Kontakt aufnehmen.

Fred
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Beitragvon klaupo » So 27.02.05 12:27

Ich habe diesen Thread mal wieder hoch geholt, weil ich ein schönes Bild von all den prächtigen chinesischen Dollars und anderen fernöstlichen Antiquitäten gefunden habe, die in alten Sammlungen und auf Dachböden ruhten, bis sie endlich ihren Weg ins Internet fanden.

http://www.zeno.ru/showphoto.php?photo=12325

Etwas zum Träumen ...

Gruß klaupo
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Beitragvon Canadian Coins » So 27.02.05 16:05

...ein Albtraum...Bild
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Beitragvon fred888 » Mo 07.03.05 09:48

Danke für die Info, ist mir nicht neu. Habe selbst solche Lager gesehen und fotografiert. In China ist echt und Nachprägung nicht wichtig. Alles was aus Metall ist, ist eben echt, es sieht doch wie das Orginal aus!
Das ist nicht nur bei Münzen so. Auch Gebäude und Gegenstände werden für echt erklärt obwohl diese erst einige Jahr oder Monate alt sind und das Orginal in Wirklichkeit schon 1000 Jahre alt wäre. Kultur und der Umgang in China ist anders wie in Europa oder anders wo. Teilweise grausame oder geschmacklose Nachbildungen werden noch immer für echt gehandelt, da der Bildungsstand und das Wissen um die Orginale und deren Details nur wenigen Menschen bekannt sind. Wie wir allle wissen, lassen wir Menschen uns schnell von den Gesamteindrücken ablenken und sehen die Details nicht wirklich oder später. Jeder passionierte Sammler kennt die Märkte und Details zu den Sammlerstücken. Gerade Das Forum bietet eine tolle Austausplattform für Anfänger und Fortgeschrittene. Ich wünsche mir mehr Offenheit zu wirklichen wichtigen Dingen und Erfahrungen. Wir alle können und müssen von einander lernen. Jeder hat auf seinem Feld viele kleine Erfahrungen die alle zusammen für viele von wichtig sind oder werden können.
:D :lol:
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Beitragvon soggi » Fr 11.03.05 21:55

is ja hart @bild! auf den ersten, ferneren blick sieht das ganze gar nicht mal so falsch aus, vor allem wegen der korosion.
:morning: Tauschliste | Münzbewertungen

Ihr seid so wie sie wollen, daß ihr seid.
Und sie wollen, daß ihr bleibt wie ihr seid alle Zeit!
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echte Fäschungen...

Beitragvon turbotom » So 01.05.05 12:57

Hi,
ich hab selbst von einem Bekannten als Urlaubsmitbringsel eine Sammlung Cash-Münzen bekommen, die ganz eindeutig für Touristen hergestellt sind. Dann sind diese Sachen warscheinlich auch falsch, da der Verkäufer regelmässig diese Münzen einstellt:
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?Vie ... %3AIT&rd=1

Aber was ist mit soetwas ? Auch alles Fäschungen ??
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?Vie ... RK:MEWA:IT
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?Vie ... RK:MEWA:IT
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?Vie ... %3AIT&rd=1

Gruß Tom
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Beitragvon chinamul » So 01.05.05 17:03

Hallo turbotom!

Die Cashmünzen sind in Ordnung, wenn auch keine numismatischen Juwelen. Sie gehören in die Ching-Dynastie und umfassen, soweit ich sie identifizieren kann, die Zeit von 1644 bis ins 19. Jahrhundert. Sie sind noch in Unmengen vorhanden und kosten einzeln etwa einen Euro.
Zu den anderen "Münzen" möchte ich mich lieber nicht äußern, aber ich fürchte Schlimmes.

Gruß

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Beitragvon diwidat » So 01.05.05 19:09

Hallo chinamul,

Die Cashmünzen sind wirklich echt. Der Verkäufer schrieb mir, dass er mehrere tausend davon hat und sie in kleinen Portionen unsortiert an seine Kunden abgibt für ca. 25 Cent das Stück.
Es sind auch geprägte vom Empire und der Republik dabei.

Werner Burger hat für die Grundage seines Buches "Chìng Cash until 1735, Hong Kong 1976" über die Zeit 7000 kg Cashmünzen durchsucht (das sind rund 2 Millionen Stück).
Wenn die nicht eingeschmolzen wurden, schwirren die immer noch auf dem Markt rum

Gruß diwidat
Zuletzt geändert von diwidat am Mi 15.06.05 23:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon klaupo » Do 12.05.05 23:46

Hallo mal wieder,

ich greife immer gern auf diesen Thread zurück, damit das Thema nicht so zerrupft wird.

Bis dato hatte ich geglaubt, in der Flut der Fälschungen gebe es ein paar Anhaltspunkte, wie man sie ausgrenzen könnte, z. B. Gegenstempel. Damit ist es nun auch wohl vorbei:

http://www.zeno.ru/showphoto.php?photo=15724

Bei allem Respekt vor den Fähigkeiten der Fälscher - es macht keinen Spaß mehr!!!

Gruß klaupo
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Beitragvon ChinaDollar » Mi 20.07.05 03:22

Ach! zu viel will ich auch net sagen , aber es gab offizielle Fälschungen bei der Republic China , Kupfer wurde damals als kern genutzt , weil damals war die Wirtschaft so schlecht bei der Republic China , dass die Regierung nicht mehr das leisten kann , die ganze Münze als Silber zu Prägen , deswegen machte sie viele Münzen , die in 1949 geprägt wurden , versilbert . so macht auch japaner , China hat Japan bei "war" besiegt , Japan war so arm , dass er keine genug Geld hatte , Münzen zu Prägen , deswegen taucht Prozellanmünzen auf , die heute ganz ganz selten sind .
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Beitragvon ChinaDollar » Mi 20.07.05 03:24

habe vor paar tagen gesehen , jemand hat die Prozellanmünzen bei ebay besiegt mit ca. 18 euro .
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Beitragvon cavallonero » Mo 10.10.05 11:40

hallo gurus,

ich bin ein absoluter neuling und hätte gern gewusst, ob es sich bei dieser, und den anderen münzen dieses verkäufers um fälschungen handelt, und wieviel die eventuell wert sind:

http://cgi.ebay.de/1-Teal-33th-Year-of- ... dZViewItem



...und was ganz anderes, wie hoch schätzt ihr den wert dieser münze:
http://cgi.ebay.de/10-Krajczar-1869-Sil ... dZViewItem
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Beitragvon klaupo » Mo 10.10.05 12:07

Zum China-Dollar schau dir einfach diesen an:

http://www.zeno.ru/showphoto.php?photo= ... 898&page=1

Vergleich selbst, und dann guckst du in dein Portemonnaie und entscheidest, ob du den ebay-Dollar immer noch haben möchtest und wieviel er dir wert ist.

In China haben übrigens fast alle Berufe eine lange Tradition, und was sind schon die "vierzig Jahre" aus der Artikel-Beschreibung im Angesicht der Ewigkeit. :D

Gruß klaupo

P.S. Übrigens sitzen hier keine Gurus, sondern Sammler, die u.a. aus eigenen Fehlern gelernt haben. :wink:
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Beitragvon chinamul » Mo 10.10.05 12:21

Hallo cavallonero!

Willkommen im Forum!

Ich muß gestehen, daß ich bei dem Händler auch schon gekauft habe, und zwar Amulette, bei denen die Originalität ohnehin meist zweifelhaft ist, weil sie über Jahrhunderte hinweg unverändert nachgegossen wurden. Bisher habe ich von diesem Anbieter allerdings unter den gegossenen Stücken noch kein wirklich altes Exemplar erhalten. Mich stört vor allem auch, wie er seine Münzen anpreist. Sie sind nach seinen Angaben alle selten oder sogar einmalige Zufallsfunde bei seinen Streifzügen über chinesische Flohmärkte. Dazu muß man wissen, daß aus China praktisch keine Originale mehr angeboten werden, die Fälschungen aber immer besser werden, so daß allein aufgrund von Fotos schon überhaupt keine Aussage über die Echtheit mehr möglich ist.
Falls Du bei einem garantiert seriösen Händler mit besten Kontakten nach Fernost chinesische Münzen kaufen möchtest, solltest Du Dich mal an meinen "Hoflieferanten" wenden, nämlich die
Münzhandlung Detlef Bornholt, 24105 Kiel, Feldstr. 68, Tel. 0431/84569 (kein Internet)

Gruß

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Beitragvon cavallonero » Mo 10.10.05 12:48

alles klar, vielen dank für eure antworten, dann werd ich mich davon fernhalten.

wie sieht es mit japanischen silbermünzen aus, ist da diese unsitte der fälschungen auch verbreitet?

http://cgi.ebay.de/Mutsuhito-Aha-Meiji- ... dZViewItem
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