Primitivgeld ??

Wie zahlten unsere Vorfahren? Was war überhaupt das Geld wert? Vormünzliche Zahlungsmittel

Moderator: Locnar

Primitivgeld ??

Beitragvon fartuloon » Do 12.08.04 20:07

Kann es sich hier um ein Vormünzliches Zahlungsmittel handeln? Einmal Durchmesser 2,7 cm die andere 2,2 cm . Gewicht 14 und 6 gramm. Ich meine so was ähnliches mal in einem Auktionskatalog unter Primitivgeld gesehen zu haben.
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Beitragvon fartuloon » Fr 20.08.04 07:28

Keiner eine Idee?? :cry:
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Beitragvon rati » Fr 20.08.04 23:23

hallo fartuloon,

ich habe mal bei Quiggin nachgelesen.
Dieser schreibt das Ringe im Westen von Scandinavien bis Irland,im antiken Kreta,Griechenland und Rom bis Indien und Japan im Osten vor kammen.Oft von der Größe und Form unpraktisch als Schmuck zu tragen.
(Darunter würden ich auch Deine Stücke einortnen).Oft passen diese Ringe auch in die zeitlich geltenden Gewichtseinheiten.Der größte Teil besteht jedoch aus Gold und Silber,weniger in Bronze oder Eisen.
Diese Ringe finden oft den Weg in "Primitivgeldsammlungen",jedoch wird darüber kontrovers geurteilt.
Bei Opitz werden Goldringe aus verschieden Ländern als Zahlungsmittel aufgeführt,jedoch nur Bronzeringe aus Irland.(150 $)
Quiggin ist der Ansicht das auch Bronze-oder Eisenringe in der Frühzeit einen sogenanten Hordwert darstellten,wie z.B. später die Manillen in Afrika oder die Silberreife der Bergvölker in Thailand.
Es ist natürlich schwer etwas einzuordnen wenn man nicht weiß aus welcher Zeit und woher die Ringe stammen.

Hoffe Die etwas weiter geholfen zu haben.

Gruß rati
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Beitragvon aureum » Do 09.06.05 18:25

hallo.
ich fand dies in ein buch um das thema ringgeld.


Ringgelder in Form von Arm-, Hals-, Finger-, Bein- oder Fußringen stellen einen wichtigen Bestandteil des Schmuckgelds dar. Im Alten Ägypten hatten um 1490 v.Chr. aus Gold und Silber gegossene Ringe Zahlungscharakter, wie u.a. ein bemaltes Relief aus dem Grab des Benia-Prahekamen (Theben) über das Abwiegen von Gold- und Silberringen zeigt. Auch bei den Kelten und wohl auch bei den Germanen, später vor allem in Schwarzafrika, fanden Ringgelder aus verschiedenen Metallen Verwendung.

mvg aureum
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Beitragvon diwidat » Mi 15.06.05 22:56

Für eine Ausstellung über Primitivgeld, die ich im vergangenen Herbst hatte, konnte ich altes Ringgeld aus Java kaufen, das aus der Zeit von ca. 1500 stammen soll. Möglicherweise sind einige Stücke wesentlich jünger.
Das als Ohrringgeld bezeichnete Lot beinhaltete auch klassische Typen in Diabolo Form, die auch bei Quiggin und Opitz beschrieben werden.
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Beitragvon Afrasi » Mi 12.10.05 21:39

Hallo! Ich tippe - wie diwidat - auf Kelohs aus Java oder aber auf Ringgeld aus Korintji und Palembang auf Sumatra.
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Beitragvon rati » Do 13.10.05 16:25

Ringgeld aus Korintji ist es auf keinen Fall,wenn ich wieder zu Hause bin werde ich ein Bild davon einsenden.

gruss rati
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Beitragvon Afrasi » Do 13.10.05 16:39

Hallo! Warum nicht? Es gibt auch ältere und primitivere Stücke aus Korintji, als die im Katalog von Millies beschriebenen ...
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Beitragvon Oettlalb » Do 13.10.05 19:31

Ich habe da auch sowas.
Es war in einem Römerlot aus Serbien dabei.

d = 21,5 mm
g = 1,6 g

LG
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Beitragvon rati » Sa 22.10.05 23:08

hallo aureum,
es wäre gut wenn Du den Titel des Buch mitteilen könntest,mich interesiert das Thema .

hallo Afrasi,

bei Dir würde mich interesieren woher Du Deine Information hast.


Im Übriegen werden alle möglichen Sachen als Primitivgeld verkauft ,was keines ist.
gruss rati
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Beitragvon Afrasi » So 23.10.05 13:37

Hallo Rati! Zum Beispiel daher: Oeang. Ruil- en betaalmiddelen in Indie. Catalogus ter Gelegenheid van de 300e Bijeenkomst van de numismatische Kring Oost-Nederland.
Dass es außer den Glasperlen in Westafrika und den Kaurimuscheln in fast ganz Asien und Afrika nur sehr wenig "echtes" Primitivgeld gab, ist mir auch klar. Der Übergang von Reichtumsanzeigern und symbolischen Brautgeldern etwa zu Frühformen von "Geld" ist jedoch auch fließend gewesen. Geld war nicht einfach plötzlich da, sondern hat sich langsam entwickelt. Insofern darf man da - selbst als puristischer Umlaufmünzensammler - nicht so strenge Maßstäbe anlegen, wie bei modernem Geld ... Die Stücke von diwidat, auch javanische Kelohs, waren - so vermute ich - zunächst "Totengeld" und entwickelten sich - auch kunstvoll - weiter. Die bei Millies beschriebenen sind dann schon ziemlich sicher "echtes" Geld gewesen, obwohl sie bei Netscher/van der Chijs fehlen ...
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Beitragvon rati » Fr 28.10.05 23:27

Hallo Afrasi,

Netscher/van der Chijs ,sind das die Autoren von dem oben genannten Katalog?

gruss rati
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Beitragvon Afrasi » Sa 29.10.05 17:03

Nein! Die beiden werden wohl nicht mehr leben ... Die beiden haben ein Buch geschrieben das "De Munten van Nederlandsch Indie beschreven en afgebeeld" heißt; verlegt 1863 in Batavia. Es ist neben dem Millies (1871!) bis heute so ziemlich das Beste was über die Frühzeit Indonesiens geschrieben wurde. Die Werke von Wicks und das 98er Buch von Mitchiner liegen mir allerdings nicht vor.
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