Unbekannte Münze

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Unbekannte Münze

Beitragvon w.tkanu » Do 16.08.18 12:39

Guten Tag

Die abgebildete Münze ist 28 mm groß, vermutlich aus Kupfer oder Bronze. Mir muten die Schriftfragmente griechisch oder im weitesten Sinne europäisch orentalisch an. Über den Erwerb in den 80er Jahren kann ich nichts mehr sagen. Muss wohl so im Lot auf mich zugekommen sein.

Wer kann mir einen Tip geben??

Mit freundlichen Grüßen
w.tkanu
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Re: Unbekannte Münze

Beitragvon shanxi » Do 16.08.18 13:42

Ein byzantinischer Follis. Das Avers sieht seltsam aus, überprägt?
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Re: Unbekannte Münze

Beitragvon Altamura2 » Do 16.08.18 19:31

Nicht nur der Avers, auch der Revers ist überprägt. Das kommt bei byzantinischen Münzen recht häufig vor.

Gruß

Altamura
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Re: Unbekannte Münze

Beitragvon w.tkanu » Fr 17.08.18 11:17

Guten Tag
ich habe keine entsprechende Literatur und Null Ahnung bis auf die zeitliche Zuordnung Ostrom und später. Was ist bei der Münze Avers (mit dem M??) und Revers (die Seite mit den zwei Personen???)
Bei Münzen aus ähnlicher Zuordnung habe ich häufig das M gesehen, welches auch diese Münze (wohl oben überprägt) aufweist. Das CON darunter könnte ich mir als Constantinopel zusammenreimen. Links vom M habe ich senkrecht geschrieben oft ANNO gesehen, als Hinweis auf Jahreszahl. Bei meiner Münze etwas fragmentiert als ?NNO. Linke Rundschrift etwa NEREA
Auf der anderen Seite sind zwei Personen stehend und was ihr wohl als überprägt erkennt wieder ANNO und rechtwinkelig dazu zumindest zwei unklare Buchstaben und rechts von den Personen in Rundschrift ?TPPA.
Ergeben diese Hinweise weitere Klarheit, was die Münze angeht???
Bis hierhin schon mal recht herzlichen Dank
w.tkanu
w.tkanu
 
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Re: Unbekannte Münze

Beitragvon Altamura2 » Fr 17.08.18 17:57

Ich bin jetzt ganz bestimmt kein Byzantinerexperte, aber ich kann's ja mal versuchen:

w.tkanu hat geschrieben:... Was ist bei der Münze Avers (mit dem M??) und Revers (die Seite mit den zwei Personen???) ...

Bei diesen Münzen ist die Seite mit dem Bild der Avers, die mit dem Wertzeichen der Revers. Wobei Du aufgrund der Überprägung auf beiden Seiten je ein bisschen was davon hast, das macht es nicht leichter :D .

... Bei Münzen aus ähnlicher Zuordnung habe ich häufig das M gesehen, welches auch diese Münze (wohl oben überprägt) aufweist. ...

Das M auf byzantinischen Münzen ist ein Wertzeichen, es steht für 40 Nummi (M ist das griechische Zahlzeichen für 40), siehe auch hier: viewtopic.php?f=47&t=16462

... Das CON darunter könnte ich mir als Constantinopel zusammenreimen. ...

Richtig, das ist die Prägestätte.

... Links vom M habe ich senkrecht geschrieben oft ANNO gesehen, als Hinweis auf Jahreszahl. ...

Die eigentliche Jahreszahl steht dann auf der rechten Seite, bei Deiner Münze scheint es III zu sein, verteilt auf zwei Zeilen.

Insgesamt könnte dann ein Follis unter Herakleios mit Konstantin herauskommen, so wie diese hier:
https://www.acsearch.info/search.html?id=4567822
https://www.acsearch.info/search.html?id=3960489

Aber vielleicht kann da ein ausgewiesener Byzantiner nochmal dazu was sagen :D

Gruß

Altamura
Altamura2
 
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