Fälschungen

Moderator: Wurzel

Fälschungen

Beitragvon Wurzel » Do 12.04.07 15:10

Hallo,
auf Wunsch hier ein Thread in dem jeder seine falschen Münzen vorstellen kann.
Ich bitte darum, beim Einstellen von Bildern darauf zu achten, das ihr das Urheberrecht daran besitzt. Wird dieser Punkt nicht beachtet, muss ich als Moderator leider handeln, und entsprechend editieren.

Gedacht ist dieser Thread als eine hilfe zur Fäschungserkennung.

Daher bitte hier nur Bilder und keine Links zu Auktionen.

Die Hinweise auf Auktionen mit vermutlich falschen Münzen bitte weiterhin hier:

http://www.numismatikforum.de/ftopic14838.html

Posten.

Da wir aufrgund der deutschen Rechtssprechung die Bilder aus laufenden Auktionen nicht ohne genemigung verwenden dürfen, sind die ganzen Ebaydiskussion immer recht kurzlebig, weil die Auktionen bald nicht mehr verfügbar sind.

Ferner möchte ich mir den Hinweis erlauben, das jedem seriösem Händler auch mal eine gute Fäschung in das Sortiment rutschen kann, dies geschieht nicht mit Absicht oder Vorsatz, sondern der Händler ist hier zumeist ebenfalls der Leidtragende. Entscheidend ist das Verhalten nachdem eine Fälschung erkannt wurde!
Seriöse Händler nehmen dann die Fälschung zurück, oder aus dem Angebot.


Micha
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Fälschung eines Follis - Justinian I.

Beitragvon Scheleck » Fr 13.04.07 12:00

Das Stück ist im Verhältnis zu seiner Größe deutlich untergewichtig. Die darauf befindliche Sandpatina erscheint künstlich aufgebracht.
Follis des Justinian I. 527-565. Münzstätte Nikomedia, Offizin A, Reg.Jahr 12 (538/539).
Gew.: 14,49 gr., Dm.: 43,84 mm, AE. Das Original ist unter Sear 201, DOC 117 a katalogisiert. Vgl. auch F 17 im Sear S. 493.
Gruß Scheleck
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Byzantinische Fälschung eines Follis des Justinian I. (2).jpg
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Fälschung eines Solidus ? des Constantin V. oder Medaillon

Beitragvon Scheleck » Fr 13.04.07 13:48

Hier bin ich mir nicht sicher was es letztlich ist. Die Größe entspricht etwa einem Solidus ( Dm. 20,44 mm), das Gewicht liegt zwischen einem Solidus und einer Semissis ( 2,96 gr.) des Constantin V..Unter der schwarzen Patina schimmert es goldfarben durch. Der echte Solidus wiegt lt. DOC zwischen 4,30 -4,51 gr. und hat einen Dm. von 19 -21 mm.
Die echte Semissis wiegt ca. 2,04 gr. und hat einen Dm. von 19 mm. Die Oberfläche der Münze ist mit kleinen Einschüssen übersäht. Es könnte sich aber auch um ein Medaillion handeln. Das Stück ähnelt der Sear Nr. 1550, DOC 1.
Grußc Scheleck
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Byzantinische Fälschung eines Solidus des Constantin V..jpg
Zuletzt geändert von Scheleck am Fr 13.04.07 13:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Freitag, der 13. und Vorstellung von Fälschungen ...

Beitragvon Scheleck » Fr 13.04.07 13:51

...ob das ein gutes Omen ist ? Vor längerer Zeit erwarb ich über eine bekannte Internet-Auktinsfirma die nachstehend abgebildete Miliaresion des Romanus III. und habe auch "Lehrgeld" dafür bezahlt. Obwohl der damalige Anbieter die Rücknahme innerhalb von 10 Tagen anbot, ich das Stück per Einschreiben zurücksandte, erfolgte keine Rückzahlung. Aber das ist "Schnee" von gestern. Seinerzeit habe ich den Sear nicht aufmerksam genug durchgesehen und so ist mir entgangen, dass dieses Stück unter "Forgeries of Byzantine Coins" auf Seite 516 unter F 84 als Fälschung beschrieben ist. Daher möchte ich das Stück, dass ich seinerzeit fotografierte, an dieser Stelle noch einmal einstellen. Das Original ist im Sear unter der Nr. 1822 beschrieben.
Mit besten Grüßen Scheleck
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Fälschung Byzanz Romanus III. 001a.jpg
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Beitragvon dionysus » Di 29.05.07 15:27

Hallo,

Hier habe ich den Zwilling von Schelecks Justinian. Das Stück stammt scheinbar aus ein und dem selben Guss. Einziger Unterschied ist die hier fehlende künstliche Sandpatina.

Grüße
Maico
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Beitragvon Scheleck » Di 29.05.07 15:35

Hallo Dionysus,
falls du das Stück hast, dann stell doch mal das Gewicht und den Umfang fest.
Mein Falsifikat wiegt 14,49 gr. und hat einen Dm. von 43,84 mm. Ansonsten ist die Übereinstimmung sehr auffällig.
Gruß Scheleck
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Beitragvon Gast » Di 29.05.07 15:36

Wer hat eigentlich mitgezählt, wie of unser Lieblingsfälschung, wegen der ich, wie ihr wisst, bereits vor Jahren mit einem renommierten Auktionshaus hochgestanden habe, hier schon gezeigt worden ist ?????

Das Nest ist wahrhaft groß 8)

lieben Gruß
petzlaff
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Beitragvon dionysus » Di 29.05.07 15:38

Hallo Scheleck,

Der Durchmesser stimmt mit deinem Stück völlig überein.
Das Gewicht trag ich später noch nach, da ich immer noch keine Waage habe.
Ich hab den Follis erst vorhin bei meinem Münzhändler aus der 50 Cent-Kiste gefischt.

Gruß
Maico
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Beitragvon zacharias » Mo 24.03.08 15:31

sehe ich das richtig? mein posting von vor einigen monaten zu den falschen solidi (im lot) bei einer künker-auktion ist gelöscht worden?

na, das lob ich mir. nicht, dass ich sauer wäre, weil man mein posting gelöscht hat... derartige eitelkeit liegt mir fern.

ich wundere mich nur, wie hier im forum (v. a. bei den römern) kräftigst über einzelhändler (bei ebay oder münzbörsen) abgelästert, bei großen auktionshäusern vor angst aber der schwanz eingezogen und der hintern zusammengekniffen wird...

grüsse, zacharias
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Beitragvon Wurzel » Mo 24.03.08 15:36

Hallo Zacharias,

dein Posting ist nicht gelöscht worden:

http://www.numismatikforum.de/ftopic24929.html#171119

Ich habe lediglich ein eigenes Thema daraus gemacht, da dieser Thread eigentlich dazu gedacht ist Fälschungen in Wort und Bild vorzustellen.

Ansonsten würde ich mir durchaus eine freundlichere Wortwahl wünschen zumal dein Eindruck falsch ist.

Frohe Restostern
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Beitragvon Wurzel » Mi 02.04.08 07:45

Eine Fantasiefälschung mit byzantinischen Vorbild, genaueres wurde hier diskutiert:

http://www.numismatikforum.de/ftopic25167.html

Danke an yellowZeta für die Bilder.
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Beitragvon Wurzel » So 06.04.08 13:01

Gussfälschung eines Folles des Justinian Münzstätte Kyzikus. In Tunesien erworben.

Weiteres siehe hier:

http://www.numismatikforum.de/ftopic25279.html

Dank an g-undre für die Bilder.

Micha
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Beitragvon Porphyrogennetos » Fr 07.11.08 18:35

Hallo,

ich bin neu in diesem Forum und auch ein leidenschaftlicher Münzsammler, vor allem sammle ich byzantinische Münzen. Jetzt wollte ich mal Experten hier fragen:

Und zwar habe ich bei einem bekannten Münzauktionshaus hier in München eine Solidus von Kaiser Justinian ersteigert. Als ich mir die neue Münze zu Hause näher angesehen habe, habe ich zwischen zwei Buchstaben in der Kaisertitulatur einen schwarzen dunklen Fleck bemerkt, an anderen Stellen der Vorderseite ebenfalls wie im Diadem des Kaisers. Die Rückseite weist jedoch keine schwarzen Flecken auf.

Jetzt wollte ich wissen, wie kann das sein? Normalerweise haben doch solchen Goldmünzen keine Flecken, keine Patina? Kann es sein dass das Gold oxidiert ist? Ist die Münze echt? Kann es sein dass vielleicht minderwertigere Materialien unter da Gold beim prägen vor 1500 Jahren gemischt wurden?

Ich würde mich auf eine Antwort freuen. Danke im voraus.

Gruß Danny
"Lieber einen Tag als Löwe leben denn hundert Jahre als Schaf."
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Beitragvon Wurzel » Fr 07.11.08 18:41

Hallo Purpurgeborener,
und ein herzliches Willkommen im Forum :-D

Gold kommt niemals ganz rein vor, so gibt es durchaus "Verunreinigungen" mit Kupfer und Silber, auch andere Metalle können vorkommen.
Es kann also durchaus sein, das die Verfärbungen dadurch zustande kommen, aber ein Foto kann auch hier mehr als 1000 Worte sagen.
Es wäre also durchaus Sinnvoll ein Bild deiner Münze einzustellen, dann kann man vielleicht mehr sagen.

Lieben Gruß,

Micha
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Beitragvon dionysus » Mi 12.11.08 16:34

Hallo,

Hier füge ich das Bild der von @Usen in folgendem Beitrag vorgestellten Fälschung ein.
http://www.numismatikforum.de/ftopic28020.html#220550

Es handelt sich um eine Gußfälschung eines Follis der Irene (797-802).
Referenz des Originals: Sear 1600

Die Fälschung misst 34-36mm im Durchmesser und wiegt 18,32 Gramm.

Gruß
Maico

(Sorry, dass es so lang gedauert hat.)
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