unbekannter Grieche ???

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unbekannter Grieche ???

Beitragvon Paul05 » Mi 04.01.06 17:44

Hallo ,

leider sind die Griechen nicht mein Gebiet,trotzdem würde ich gerne mehr über diese Münze erfahren.Bin für jede Hilfe dankbar.Mein Münzhändler meinte es wäre ein subearater Stater.

Front: Büste des Merkur(?) nach rechts drapiert mit geflügeltem Petasos

Rs: fliegender Adler(?) mit Schlange im Schnabel
C N DV oder Delta O N C (?) umgekehrt

Farbe: goldfarben mit Korrosionsspuren

Größe: 15-16 mm

PS: ließ sich beim Reinigen meines Römerlots leicht reinigen

8O Kann Fotos leider nur über E-Mail Adressen versenden.
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Beitragvon Pscipio » Mi 04.01.06 18:31

Schick die Fotos an meine Email (siehe unten), ich stell sie dir dann ein.

Gruss, Pscipio

PS: und willkommen im Forum!
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Beitragvon Paul05 » Mi 04.01.06 18:58

danke dir ,es hat sich aber schon ein anderes Mitglied angeboten.
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Beitragvon Dapsul » Mi 04.01.06 20:13

Hier die Bilder. Sie sind nicht sehr scharf.
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Beitragvon Dapsul » Do 05.01.06 20:29

Auf der Rückseite scheint mir eher ein geflügelter caduceus abgebildet zu sein. Ist das möglich? Man kann es auf dem Scan schlecht erkennen.
Das Metall läßt sich nicht näher definieren?
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Beitragvon Pscipio » Do 05.01.06 22:38

Und der Kopf auf der Vorderseite trägt einen geflügelten Helm.
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Beitragvon Paul05 » Do 05.01.06 23:29

Sorry, leider ging es nicht besser beim Fotografieren.Die Farbe des Metalls täuscht etwas,sie ist wirklich mehr goldfarben.Ich habe mich nochmal näher mit der Metallegierung befasst und nachgelesen,dass in Not-bzw. auch Vorbereitungszeit eines Krieges bei den Griechen subaerate Stater verwendet worden sind,welche meist aus einem Kupferkern bestanden und mit Gold bzw. Silber überzogen worden sind.Habe auch nochmal die Motive der Münze mit anderen ähnlichen verglichen,aber ich glaube bei Griechen ist das als wenn man eine Stecknadel im Heuhaufen sucht...
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Beitragvon Paul05 » Fr 06.01.06 00:01

Hallo Dapsul,
du hast Recht mit deinem Caduceus.Es ist Merkurs Kurzstab geflügelt und am oberen Ende achtförmig verziert . Bei Anumis.de bin ich fündig geworden . Schau dir die Rückseite des Bildes nochmal an. Ainos aus Thrakien soll viele Münzen davon geprägt haben , sowie in Arkadien dem Ursprung des Hermeskultes.Bin aber noch nicht soweit. Gruß
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Beitragvon Dapsul » Fr 06.01.06 15:51

In Ainos hatte ich schon gesucht, aber nichts derartiges gefunden. Es prägte auch nur bis zur ersten Hälfte des 4. Jh., und die Münze scheint mir später zu sein. Aus Arkadien ist mir kein ähnliches Stück bekannt und Kleinasien kommt m.E. nicht in Frage. Aber irgendwo muß sie ja hersein... Ich bleibe dran
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Beitragvon Paul05 » Fr 06.01.06 20:01

Bei nochmaliger näherer Betrachtung der Rückseite ist mir was aufgefallen,was vielleicht weiter hilft.Statt des C links neben dem N ist eher ein Ω daraus geworden und rechts daneben ein Γ oder (ω?).Hab es aber erst jetz bemerkt.
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Beitragvon Homer J. Simpson » Sa 07.01.06 02:18

Ich habe in Coinarchives nach "hermes and petas and kerykeion" gesucht und Münzen aus Byzanz und Bizye, beide Thrakien, gefunden:

http://www.coinarchives.com/a/lotviewer ... 71&Lot=160

http://www.coinarchives.com/a/lotviewer ... 72&Lot=219

Nach den Schriftresten scheint die hier besprochene Münze eher aus Byzantion zu sein (Rs. unten, auf dem Bild bei 9 Uhr, Omega-N als Leg.ende, re. daneben BY als Anfang, Bizye müßte mit BI anfangen).

Homer
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Beitragvon Dapsul » Sa 07.01.06 11:04

Perfekter Treffer, Homer!
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Beitragvon Paul05 » Sa 07.01.06 20:14

Danke Homer.Nach dem B kommt auch ein I.Eine Sache stört mich aber noch daran , nämlich das Gewicht. Die beiden Münzen die Homer gefunden hat haben einen Unterschied von ca. 0,2g.Meine aber hat ein Gewicht von genau 3,65 g.Frage von mir : hatten die Griechen gegenüber den Römern größere Gewichtsschwankungen bezüglich ihrer Münzen?
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Beitragvon Paul05 » Sa 07.01.06 21:11

Habe es entschlüsselt.Sie kommt aus Bizye.Den entscheidenden Hinweis gab mir nochmal die Münze.Links neben den Omega ist noch ein N (rechte Hälfte vom schwarzen Punkt).Bei WILDWINDS.COM Moushmov_3446 ist sie mit dem gleichen Kopf abgebildet,bloß seitenverkehrt( 15 mm und 2,4 g ) Material Bronze mit dunkler Patina. Inschrift ΒΙΖVΕΝΩΝ.Wurde vom 1. Jh BC - 1. Jh AD geprägt.Also römisch provinzial.Vielen Dank euch zwei nochmal.
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Beitragvon Homer J. Simpson » Sa 07.01.06 21:44

Paul05 hat geschrieben:Danke Homer.Nach dem B kommt auch ein I.Eine Sache stört mich aber noch daran , nämlich das Gewicht. Die beiden Münzen die Homer gefunden hat haben einen Unterschied von ca. 0,2g.Meine aber hat ein Gewicht von genau 3,65 g.Frage von mir : hatten die Griechen gegenüber den Römern größere Gewichtsschwankungen bezüglich ihrer Münzen?


Je nach Zeit und Ort sind die Schwankungsbreiten der Gewichte sehr unterschiedlich, das würde mich hier nicht stören.
Freut mich, wenn Du die Umschrift noch entschlüsseln konntest, sicher sieht man, wenn man die Münze in der Hand hat, deutlich mehr als auf dem Bild (und wenn man weiß, welche Umschriftmöglichkeiten es gibt...).

Homer
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