Abschlag auf Katalogwerte bei Ö-Gedenkmünzen

Ab 1500 (ohne Euro)

Abschlag auf Katalogwerte bei Ö-Gedenkmünzen

Beitragvon Wolle » Mi 11.01.06 21:37

Hallo Austria-Kenner,

wieviel kann man den z.Zt. vom Katalogwert bei den Schillinggedenkmünzen (stgl. und PP) abziehen um den ungefähren Marktwert zu erhalten, so man dies überhaupt pauschal sagen kann.

Danke für jegliche Info.
Schöne Grüße
Wolle

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Beitragvon Nawrotek » Sa 14.01.06 23:24

Hallo Wolle !

Schöne Grüße von Andreas , ich bin ja noch ganz " frisch" bei Euch . Seit
15 jahren sammle ich Sondergedenkmünzen aus A und habe schon einige
Auf und Ab Bewertungen gesehen. Es gibt Münzen ( 100 Schilling Mozart)
die bekommst du für 60 % unter Bewertungsliste. Auch einige Goldmünzen
vor allem 1000 er stehen bei 350 Euro , kaufen kannst du sie für 220 , vor
dem Goldpreishit für teilweise 180 . Toll ist , das selbst konservative händler in
A die Stücke für ca.20 - 30 % unter Ihren Listen verkaufen. Ein Zeichen das
die Dinger eben nicht so laufen. ( für die händler).Seit Ebay sind die Preise
für Münzen ja allgemein eingebrochen. Mein Händler in Dortmund will für
seine Münzen immer noch ca.30% mehr haben als bei Ebay , und wundert
sich das die brocken im Regal einstauben.
Zu erklären ist das alles kaum , zum Beispiel der Irrsinn beim 25 Euro Niob
700 jahre Hall ( jetzt 160 -180) ausgabepreis 40 Euro. Die Auflage ist auch
50000 wie bei den anderen. Na ja, der Wert einer Münze ist immer der,den
ein Narr dafür auszugeben bereit ist.
Viele grüße von Andreas
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Beitragvon Wolle » So 15.01.06 13:43

Hi Nawrotek,

willkommen im Forum.

Danke Dir für die Info. :wink:

Da scheint ja der gleiche Verfall stattgefunden zu haben wie bei den Gedenkmünzen aus D. :(

Der Hype um die Eurogedenkmünzen aus A ist wohl auch im Zusammenhang mit dem neuen Material zu sehen, sowie durch die neu hinzugekommenen Eurosammler, die, zumindest den ersten Jahrgang (2002) komplett haben wollen. Die zweite Niob-Münze ist ja deutlich günstiger zu bekommen als die Haller.
Schöne Grüße
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Beitragvon Nawrotek » So 15.01.06 14:54

Hallo Wolle !

Danke für deine Anteilnahme. Ich war immer der Meinung, Sondergedenkmünzen
aus A sind sammelwürdig , vor allem wegen der Motive. Auch die Qualität und
Präsentation ( Etuis aus Samt , Holz ) haben mich überzeugt , sowohl die
doch vergleichsweise geringe Auflage. Nun habe ich hier im Forum festgestellt,
daß die guten Stücke teilweise richtig verteufelt werden. Für meinen geschmack
ist das Sammeln von Münzen aus D vor allem wegen der extrem hohen Auflage
und dem Unsinn, alles 5 x zu prägen , ein Grund die Dinger nicht als TOP
sammelgebiet zu titulieren. Ich sammle die PP 10er wie früher auch die 10 DM
in PP mehr aus Patriotismus , weil in den Motiven ja Meilensteine unserer
Geschichte dokumentiert werden. Das ist es dann auch schon. Meiner Meinung
nach ist das eine reine gelddruckmaschine des Bundes.
Weiß jemand denn seit wann man in D wieder Goldmünzen prägen darf. Nach
dem 1.Weltkrieg ist das ja verboten worden, und ja erst seit kurzer zeit
wieder eingeführt worden.
Zum Schluß möchte ich noch meiner Freude Ausdruck geben, dass ich hier
ein Forum gefunden habe , mich mit Gleichgesinnten austauschen zu können.
Meine Frau tut immer so , als wäre ich der einzige Spinner auf diesem Planeten, der Münzen sammelt.

Viele grüße von Andreas
Nawrotek
 
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Beitragvon sourcefinder » Di 17.01.06 19:05

Hallo,

Ich musste leider auch fest stellen, das Gedenkmünzen nicht gerade gute Geldanlagen sind. Mittlerweile versuche ich mich davon zu trennen, habe dabei Mühe, den Einkaufspreis wieder zu bekommen.

All die Münzen in Etuis sind dafür noch schlechter geeignet. Schau mal bei ebay, wo du im Verhältnis zum Ausgabepreis mehr bekommst beim Wiederverkauf, bei Normalprägung oder PP.

Leider ist durch den Euro und die neuen Gedenkmünzen das Sammelgebiet total unübersichtlich geworden. Jedes Euroland wirft Silbergedenkmünzen auf den Mark, teilweise sogar mit Nominalen wie 8 oder 12 Euro, die Auflagen gehen in die hundert tausende Stück.

In Deutschland holen sich Sammler am Erstausgabetag ganze Rollen von 10ern, zerlegen diese, nehmen die schönste Münze raus und gehen mit dem Rest einkaufen bei Aldi oder verscherbeln sie für 9,99 plus Porto bei ebay.

Kein Wunder, dass da der Preis nicht über Nominal steht.

Daher mein Tipp (aus Erfahrung): Nur Münzen kaufen, bei denen man schon vorher weiss, dass sie mehr wert werden.

Die Mehrkosten, die ich durch den Versand der deutschen Münzen in meiner Sammlung entstanden sind, werde ich wohl als Verlust abschreiben müssen.

Jetzt sammle ich alles aus 999er Silber, das entwickelt sich nämlich gut, da der Abbau von Silber im Verhältnis zum Silberpreis zu teuer ist, wird der Silberpreis steigen.

Grüße,
Hermann
sourcefinder
 
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Beitragvon Nawrotek » Di 17.01.06 19:37

Hallo !

Zum Beitrag von Hermann , möchte ich auch noch einmal
was bemerken. Ich sammle Sondergedenkmünzen aus Österreich seit Beginn
nur aus dem Grunde, weil ich schöne Münzen sammeln wollte.Und darum
begann ich , nach und nach Münzen aus Austria zu sammeln. Nicht um
durch den Kauf und nachher durch Verkauf Profite zu machen. Das mache
ich seit 13 Jahren viel erfolgreicher an der Börse. Beim Lesen , auch in diesem
Forum, stelle ich immer wieder fest , wie viele Leute nur Münzen kaufen um
sie dann wieder weiter zu verkaufen . Aus meiner Sicht hat dies nichts mit
Sammeln zu tun. Weiterhin glaube ich , niemand weiß genau , welche Münze
teurer wird und welche nicht. Zum Beispiel das ewige Thema mit den Niob
Münzen. Auflage der 700 jahre Hall 50000 , und kostet jetzt 150 - 170 Euro.
Andere danach immer billiger , die Letzte 50 jahre TV gestern für 38 Euro
bei Ebay. Was nun?
Als ich anfing , begann gerade die Serie 1000 Jahre Österreich. Das erste
500 Schilling Stück Rudolf II. ging auch lange durch die Decke , von 307
Mark Ausgabe bis 800 mark in der Spitze . Und dann?
Ich habe sie irgendwann für 120 Euro bei Ebay gekauft. Und das zieht sich
wie ein roter faden durch das Ganze Thema Austria.
Vielleicht ist meine Ansicht etwas antiquiert , aber Sammeln von Münzen
verstehe ich anders. Dies Soll natürlich keinerlei Kritik an Hermann oder
anderen Münzkäufern sein. Hauptsache man hat Spaß.

Viele grüße von Andreas
Nawrotek
 
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Beitragvon Wolle » Di 17.01.06 21:40

Nawrotek hat geschrieben:Forum, stelle ich immer wieder fest , wie viele Leute nur Münzen kaufen um
sie dann wieder weiter zu verkaufen . Aus meiner Sicht hat dies nichts mit
Sammeln zu tun. Weiterhin glaube ich , niemand weiß genau , welche Münze
teurer wird und welche nicht.


@Andreas,

da muß ich Dir Recht geben. Allerdings kann auch ich nicht verleugnen, dass es schön wäre, wenn Münzen zumindest Ihren Wert halten würden und nicht wie manche Pseudomünzen und Medaillen von großen Handelshäusern angeboten, ins bodenlose fallen.

Leider ist das selbst bei "seltenen" Münzen wie z.B. den ersten 4 Gedenkfünfern aus D so. Es kommt halt immer drauf an, wann man kauft. Von demher muß man eine Sammlung eigentlich fast völlig losgelöst von etwaigen Wertentwicklungen sehen.

Das Gedenkmünzen mit gigantischen Auflagen wie z.B. die 10 € Gedenkmünzen aus D keinen materiellen Mehrwert über den Nennwert hinaus erfahren werden, ist auch klar. Diese Münzen sind nur interessant, wenn man Gefallen am Münzsammeln hat. Geld läßt sich mit anderen Anlagen wohl um einiges besser anlegen, meißt sogar auf einem ordinären Sparbuch, ist leider so. :(

Fazit:

Münzsammeln ist für Anleger und Spekulanten auf Dauer keine gute Idee.
Schöne Grüße
Wolle

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Beitragvon sourcefinder » Di 17.01.06 22:36

Hallo,

Ja stimmt.

Aber man erwartet sich schon, dass man nach einiger Zeit für Münzen mehr bekommt oder zumindest das, was man selbst ausgegeben hat.

Ist wie beim Oldtimer. Jeder, der einen hat, wird sagen, er besitzt ihn nicht, amit er mehr Wert wird, sondern weil er Spass daran hat.

Aber niemand wird ein altes Auto mühevoll restaurieren, wenn er im vorhinein schon weiss, dass er nicht mal das Geld für die Teile wieder bekommen wird.

Natürlich hat meine Erfahrung mit den Gedenkmünzen auch damit etwas zu tun, das ich erst im Sommer mit dem Münzsammeln und der Thematik begonnen habe. Wie in einem anderen Forum jemand sagte:

"Der, der noch keinen Fehlgriff gemacht hat, werfe die erste Münze".

Zum Glück habe ich nach einem halben Jahr festgestellt, dass es so nicht weitergehen kann - die angebotenen Münzen werden immer mehr, das Sammelgebiet schier unendlich.

Ich frage mich nur, wer all diese Münzen kauft, die täglich bei ebay für Nominal plus Versand weg gehen.

Schließlich ist wohl die Post der einzige Gewinner....

Grüße,
Hermann
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Beitragvon Gast » Do 19.01.06 12:05

sourcefinder hat geschrieben:
Schließlich ist wohl die Post der einzige Gewinner....



Ich denke mal, daß der einzige richtige Gewinner Ebay ist :D

petzlaff
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Beitragvon Canadian Coins » Do 19.01.06 13:42

Hallo Hermann,

ein Auto und speziell ein Oldtimer ist eigentlich auch ein "Geldvernichter".
Im Automobilbereich wird es auch nur wenige Marken und Modelle geben, bei denen sich eine aufwendige Restauration wirklich auch langfristig bzw. beim Verkauf auszahlt.

Es ist wohl mehr die Freude und der Spaß an der Arbeit und vor allem am späteren Ergebnis, mit dem Oldtimer-Fans belohnt werden bzw. sich selbst belohnen. Und alleine das Gefühl, in einem eigenhändig restaurierten Oldtimer zu fahren, ist aus Sicht des Restaurators kaum mit Geld aufzuwiegen.
Berechnet man Arbeitszeit und die Kosten für Ersatzteile werden die wenigsten "Bastler" aber auch das wieder herausbekommen, was sie hineingesteckt haben.

Den "Wertverfall", den ihr hier ansprecht zieht sich wohl durch die meisten Sammelgebiete.
Fehlgriffe habe ich jedenfalls ausreichend hinter mir - und die betreffen zur Hauptsache moderne Gedenk-/Sammlermünzen.

Mir lag es bislang nicht im Sinn Münzen nur zu kaufen um sie in absehbarer Zeit wieder gewinnbringend zu verkaufen.
Es machte damals einfach Freude sich eine Sammlung aufzubauen, schöne PP-Münzen mit ansprechenden Motiven und interessanten Ausgabeanläßen.
Ganz ohne Frage mussten auch die neuen Ausgaben immer wieder gekauft werden - zum günstigen "Ausgabepreis" selbstverständlich.
Wenn man dann aber nach relativ kurzer Zeit eben diese Münzen für einen Bruchteil der Ausgabepreise in Angeboten sieht - dann vergeht einem doch verständlicherweise die Freude.
In diesem Fall überwiegt der Ärger über die "Fehlkäufe" und die eigene Ungeduld. Es wäre in den meisten Fällen sinnvoller gewesen einfach abzuwarten bis die Münzen zu Dumpingpreisen auf dem Zweitmarkt gehandelt werden.
Daher bin ich der Auffassung , dass sich nicht jeder Sammler, der sich kritisch bezüglich der Werterhaltung und Wertentwicklung seiner Münzen äußert, eine spekulative Grundeinstellung nachsagen lassen muß.
Heute kann ich nur noch den Kopf schütteln, wenn ich über meine Gedenkmünzen nachdenke - es sollte einem wirklich zu denken geben, wenn man vor Jahren eine Vielzahl von Sammlermünzen (Kanada) mit einem Kauf-/Ausgabepreis von je ca. 30 bis 60 Mark gekauft hat und diese Münzen heute für 3 bis 10 Euro haufenweise beim Händler in der Grabbelkiste liegen.
Und die wenigen Ausnahmen, die eine wirkliche Wertsteigerung erleben, vermögen nicht die Lust am Sammeln , angesichts eines solch massiven Wertverfalls, zu heben.

Ich bin kuriert, was moderne Sammler-/ Gedenkmünzen angeht - aber als Spekulant würde ich mich trotzdem nicht bezeichnen. :wink:

In jeden Falle aber, möchte ich mit meinen Schilderungen niemandem sein Sammelgebiet "schlecht reden" - aber es dürfte auch nicht schaden mal unterschiedliche Meinungen und Erfahrungen zu lesen.

Schöne Grüße.
CC
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