Wer kennt diese Münze aus dem Jahre 1624 ?

Deutschland vor 1871

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Wer kennt diese Münze aus dem Jahre 1624 ?

Beitragvon laurabow » So 09.10.05 21:04

Wer kann mir Infos und den Wert mitteilen.
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Beitragvon Marc » So 09.10.05 21:09

Groschen = 1/24 Taler von Christian v. Braunschweig, 1599 - 1623 Bischof von Minden

Gruß Marc

PS : ich lese 1623, und halte die Umschrift der Rückseite für ein interessantes Zeitdokument gegen Ende der Kipper und Wipperzeit.
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Beitragvon Marc » So 09.10.05 21:15

Die Umschrift heißt :
Vs : Christian von Gottes Gnaden Bischof von Minden und Herzog von Braunschweig
Rs : Nach rechten Schrot und Korn
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Beitragvon welfenprinz » So 09.10.05 22:24

Christian von Minden war immer bemüht,sauberes Geld im Herzogtum Lüneburg-Celle zu prägen.Er eröffnette ätliche neue Münztsätten,um den Kippern+Wippern entgegen zu stehen.
Dieser Andreas-Groschen wurde in der Andreasberger Münze für die Entlohnung der Grubenarbeiter mit gutem Geld geprägt.=Nach Reichs Schrot von Korn=

Gruss Klaus
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Beitragvon laurabow » So 09.10.05 22:25

Vielen Dank für die Infos
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Beitragvon Marc » So 09.10.05 22:43

welfenprinz hat geschrieben:=Nach Reichs Schrot von Korn=

Mist, hätte ich es doch nachschlagen sollen. Rechten passte aber so schön ;)

Auch wenn nicht finanziell wertvoll, so doch eine numismatisch wertvolle Münze
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Beitragvon diwidat » Mo 10.10.05 22:18

Schrot und Korn hat, glaube ich, nichts mit dem bekannten norddeutschen Getränk zu tun -> da gibt es ja auch Doppelkorn.

Schrot ist das fertig legierte Metall, aus dem die Münzen geschlagen werden. Daher heißt die Rohmünze ja auch -> Schrötling.

Das Korn ist sozusagen der Kern des Schrötlings, also hier der Edelmetallanteil der im Schrötling steckt.

Eine Münze aus 8 lötigem Silber hat bei 2 Gramm Gewicht nur 1 Gramm Silber enthalten.
Bei einer reinen Metallwährung ist das schon ein wesentlicher Faktor, dass Schrot und Korn den gesetzlichen Vorgaben entsprechen.

Bei der damaligen Gold-Silberparität von 1:14 war das auch ein wirtschaftlicher Faktor (Haupteinfluss in der Kipperzeit).
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Beitragvon welfenprinz » Do 13.10.05 12:17

Hallo,
es ist schön zu wissen,das gute Beiträge anklang finden.
Aber warum Wertlos ? Selbst der oben schlechtere Andreasgroschen hat noch einen Marktwert von 40 - 50 Euro !
Zum anfang des 30jährigen Krieges wurde zb. in der Clausthaler Münze überwiegend grosse Nominale an Münzen geprägt. Das brachte zur Folge,das im Harz ätliche Wechselstuben aufmachten,wo die Bergleute ihr Geld zum Leben wechseln konnten.Die Wechselsuben entwickelten sich mit beginn der Kipper und Wipper-Zeit zu den Schmarotzern "Heuschrecken" dieser Zeit. Natürlich waren die Bergleute stink sauer,das sie für ihr gutes Geld nur noch minderwertige Kleinmünzen bekamen.So wurde Christian von den Bergfreien Orten des Harzes angeregt, mehr Kleinmünzen zu Prägen, damit die Bergleute nicht zum Auswandern gezwungen waren. Die stillgelegte Münze in Andreasberg nahm damit wieder ihren Betrieb auf.

Gruss Klaus
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