Schreckenberger - echt oder falsch ?

Deutschland vor 1871

Moderator: Salier

Beitragvon Stege » Sa 15.10.05 15:35

Das hier gehört zu meinen Lieblingsstücken...

Mehr Infos dazu hier:
http://www.osnabruecker-muenzen.de/start-os.php?st=kennung&k1=OS&k2=1&k3=191&k4=1&va=0&vo=1&pa=stempel

Gruß

Stege
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Beitragvon Thiesauger » So 16.10.05 05:11

@Stege: Offenbar handelt es sich um eine sehr alte, handgeschlagene Münze. Dies ist sicherlich nicht mein Fachgebiet, und daher kann ich nur eine Vermutung anstellen (die evtl. sehr schnell widerlegt wird):
Könnte es sich bei dem gezeigten Stück nicht um eine Fälschung handeln? Schließlich ist der Randstab der Münze (wenn es denn eine echte Münze ist) am äußersten Ende irgendwie sehr "statisch" und wirkt nicht so, als wenn das Material nach außen verflossen wäre (evtl. Gußfälschung ???)

Mich interessiert halt, wie dieser (trotz Dezentrierung, die wohl für diese Zeit üblich war) sehr gleichmäßige Randstab entstehen kann, wenn das Material nach außen fließt??? Dort müsste doch eigentlich eine Aufstauung am Ende des Stempels (am Übergang zur ungeprägten Ronde) entstehen!

Das wäre sehr interessant zu wissen, weil es auch Fälschungen neuzeitlicher Münzen gibt, die genau dieses Merkmal aufweisen!

Jetzt bin ich gespannt! :P
private Mails an:
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Beitragvon Stege » So 16.10.05 18:43

Hallo Thiesauger.

Das ist ja nicht gerade die feine Art hier meine Lieblingsmünze
'madig' zu machen! :wink:

Ich bin zwar sicher kein Experte im Erkennen von Fälschungen,
aber ich habe bei diesem Stück eigentlich keine Bedenken.

Eine zeitgenössische Fälschung halte ich für sehr unwahrscheinlich,
da diese Münze (Schreckensberger) beim Folk außerordentlich
unbeliebt war und es buchstäblich mit Waffengewalt zur Annahme
gezwungen werden musste. Es macht also nicht wirklich Sinn
eine Münze zu fälschen, die man kaum wieder los wird...
Heutzutage würde sich eine Fälschung zwar etwas mehr lohnen,
weil diese Münze etwas seltener ist, aber gehört habe ich von einer
Fälschung noch nicht...

Diese Münze ist (glaube ich) nicht mit der Hand geschlagen sondern
in einer Walze oder in einem Schraubwerk geprägt worden.
Diese Materialverdrängungen, von denen Du sprichst, sind mir eigentlich
nur von Münzen aus der Antike bekannt. (Oder habe ich Dich falsch
verstanden?)

Zum Thema Gußfälschung von Kupfermünzen kann ich nicht sehr viel
sagen, weil ich da keine Vergleichsmöglichkeiten kenne...
Bei Silber ist ja der Klang eine Methode zur Identifikation.
Meine Münze hat einen sehr hohen Klang. Ich weiß aber nicht wie
hier ein falsches Stück klingen sollte...

Leider steht im Kennepohl keine Gewichtsangabe zum Vergleich bei
dieser Münze... (Meine hat 6,83g) Aber zu den Abbildungen dort sehe ich
so direkt keinen Unterschied...

Eventuell kann jemand der sich mit Fälschungen dieser Epoche auskennt
ja noch mal etwas dazu schreiben. Bis dahin mache ich mir erst mal keine
Sorgen...


Gruß

Björn
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Beitragvon Obelix » Fr 21.10.05 20:55

@stege

Also ich halte die Münze für echt, da ich sie ja auch schon in Händen hielt!
Ich wüßte keinen Grund warum sie falsch sein sollte!
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Beitragvon Marc » Fr 21.10.05 21:41

@stege
Für mich ist das eine echte Münze, hergestellt in Walzenprägung, bei der das Ausstanzen etwas verschoben geschah. Dies sieht man häufig bei Massenprägungen dieser Zeit, z. B. extrem häufig bei den Schillingen von Riga unter Sigismund III.
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Beitragvon Stege » Sa 22.10.05 01:24

Oh, ich merke erst jetzt das Ihr aus dieser Geschichte einen
extra Threat gemacht habt...
Für alle die sich wundern warum ich hier nach echt oder falsch
frage und mich dann beschwere das jemand meine Münze 'madig' macht:
Ursprünglich habe ich diese Münze zum Thema 'Zainenden' hier eingestellt... :wink:

@Obelix und @Marc:
Danke, nu kann ich wieder beruhigt schlafen!! :D

Gruß

Stege
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