2facher Löser von 1670 Braunschweig

Deutschland vor 1871

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2facher Löser von 1670 Braunschweig

Beitragvon rotnashorn » Mi 02.11.05 21:58

Hallo!
Wer kann mir weiterhelfen, ob diese ererbte Münze echt ist. Ich halte sie rein vom gefühl her für eine gute Replik, kann aber keine Hinweise (Punze etc) für eine Nachprägung finden. Wer kann mir Tipps geben, wie ich die Echtheit nachprüfen kann?
Gruß
Jörg
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Beitragvon Obelix » Fr 04.11.05 16:37

rotnashorn,

Wenn Du uns ein Bild einstellen würdest könnten wir vielleicht schon mehr sagen!
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Beitragvon rotnashorn » Fr 04.11.05 17:43

Würed gern ein Foto eonstellen, aber als Anhang funktionierte
es leider nicht. Mir ist diese Seite hier auch zu komplziert aufgebaut für Normalnutzer. Bin eben PC-Freak und brauche verständliche Anleitungen.
Gruß
Jörg
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Beitragvon payler » Sa 05.11.05 16:10

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Beitragvon welfenprinz » So 06.11.05 14:27

Hallo Jörg,
dieser absolut rare Löser ist in der Literatur nur aus den Sammlungen Fiala, Knigge, Milas+Müseler/Preussag bekannt. Aus der WAG-Auktion 29 ist mir die einzige zeitnahe bekannte Versteigerung für ein Schnäpchen-Preis von 2250 Euro bekannt.
Im Austellungs-Katalog Löser+Schaumünzen des Kestner-Museum ist dieses Stück aus der Preussag-Slg. abgebildet . Das Münzgewicht ist 57g.,der Durchmesser 63mm .
Für eine Begutachtung ist auch der Rand zu beachten.
Leider hat die Nord-LB in den 60er +70er Jahren viele gekennzeichnette Welfenmünzen nachprägen lassen. Auf Anfrage, welche Münzen je nachgeprägt wurden, bekam ich eine recht dürftige unbefriedigende Antwort. Aus Erfahrung sind mir aber von anderen Lösern gut gelungene Fälschungen bekannt.

Gruss Klaus
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Beitragvon mfr » So 06.11.05 14:48

Hallo,
ich halte das Teil für eine Nachprägung in Zinn oder Blei.
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Beitragvon Lutz12 » So 06.11.05 15:01

Von der Farbe her tippe ich auch auf eine Zinn/Blei-Nachprägung. habe zumindest einige davon in meiner Sammlung. Wer diese hergestellt hat entzieht sich meiner Kenntnis. Als Belegstück aber absolut o.k., da die Originale schwer bezahlbar wären.
Gruß Lutz12
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Beitragvon Obelix » So 06.11.05 15:08

Es ist absolut nicht mein Gebiet, aber allein vom Anblick würde ich auch auf ein Replik, welchen Materials auch immer tippen.

Eine Frage hierzu, auf der Wappenseite steht unten das Münzmeisterzeichen LW. daneben ein Z, was hat dieses zu bedeuten?

Könnte das eine Punze sein?
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Beitragvon mfr » So 06.11.05 15:26

LW ist der Münzmeister Leopold Weber aus Clausthal (1640-1674).

Z ist die Wertzahl 2 für 2 Taler.
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Beitragvon welfenprinz » So 06.11.05 17:10

Aus den Clausthaler + Zellerfelder Münzstätten sind mir einseitige Blei-Abgüsse von äußerst seltenen Lösern + Thalern bekannt. Das sind rare Belegstücke, die auf dunklem Wege in Sammlerhände gerieten. Ab und zu werden bei ebay Zinn Prägungen oder Abgüsse aus dem Oberharzer Bergwerksmuseum angeboten, dort käuflich zu erwerben.
Blei als Münzmaterial für den oben gezeigten Löser würde ich schon ausschliessen . Bei Zinn als Münzmaterial stört mich einfach die feine Patina, selbst als Leien müste einem das starke Untergewicht zu einer Silbermünze auffallen.

Gruss Klaus
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4 Löser-Bleiabguss Ernst August Calenberg-Hannover
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Beitragvon welfenprinz » Mo 07.11.05 11:09

Hallo,
nach den Auskünften von Jörg, in Bezug auf einen Galvano, hat der Löser einen Durchm. von 58mm, wiegt ca. 50g. und klingt hohl .
Galvanos sind Nachbildungen beider Seiten auf elektrisch-chemischen Wege . Da die beiden Seiten zusammen geklebt werden, haben sie einen hohlen Klang . Vom Gewicht her sind sie nur leicht untergewichtig, also schwer zu erkennen, zumal bei Raritäten in den Standardliteraturen oft falsche Angaben auftreten .
Seltene Galvanos haben in Auktionen schon beachtliche Preise für eine Nachbildung erzielt.

Gruss Klaus
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Beitragvon rotnashorn » Di 08.11.05 22:07

Danke für die vielen wertvollen Hinweise!
Tolles Forum!
Jörg
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Beitragvon welfenprinz » Sa 03.12.05 16:10

Hallo Jörg, danke für dein Vertrauen.
Dieser Roß-Löser zu 2 Thaler ist eine Nachahmung, die im Schleuder-Guss Verfahren hergestellt wurde, daher auch der hellere Klangton der Münze. Das Münz-Material ist eindeutig Silber. Mit dem Durchmesser von 58mm und dem Gewicht von 38 Gramm (das Original hat 63mm/ 57g.), lag dem Fälscher dieses Lösers kein Original vor. Ob dieses Stück nur als Belegstück oder mehrfach aus Gewinnsucht entstanden ist, bleibt mir verborgen. Den Wert würde ich bei ca. 50 Euro ansiedeln, aber nur unter der Angabe "Fälschung", denn um dieses handelt es sich hier.
Nachträglich währe eine Kennzeichnung mit einem F. für Fälschung angebracht. Dieser Löser kann in unseriöser Hand unerfahrene Sammler täuschen .

Gruss Klaus
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Beitragvon Erst Ludwig » Fr 23.12.05 00:30

Das Stück ist eindeutig eine Kopie !!
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Beitragvon welfenprinz » Fr 23.12.05 11:07

Das Stück ist eindeutig eine Kopie

???? :mad: ???? hallo Spassvogel :cry:

Allen usern eine geruhsame Weihnacht und ein glückliches neues Jahr .

Gruss Klaus
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