Dortmund mit Gegenstempel

Deutschland vor 1871

Moderator: Salier

Dortmund mit Gegenstempel

Beitragvon leodux » So 29.01.06 23:44

Hallo,

ich habe einen 1/4 Stüber 1756 aus Dortmund, der auf der Seite mit dem Adler einen Gegenstempel hat. Der Gegenstempel sieht für mich wie eine Fischgräte aus - es ist aber sicher etwas anderes.
Möglicherweise ein Adler?

Auf dem Foto habe ich den Gegenstempel eingekreist und zusätzlich noch vergrößert abgebildet. Ich hoffe, man kann es gut genug erkennen.

Kennt sich jemand von euch mit solchen Gegenstempeln aus und kann mir sagen, wer diese Münze gegengestempelt hat und was auf dem Gegenstempel abgebildet ist?

Das ist zwar nicht mein Sammelgebiet, aber es würde mich doch sehr interessieren.
Ich würde mich deshalb über Informationen sehr freuen.

Herzliche Grüße

leodux
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Beitragvon welfenprinz » Mo 30.01.06 11:26

Hallo,
nach Krusy D1,1 Dinkelsbühl . Dinkelähre auf Dreiberg, die linke obere Schildkante ist abgeschrägt .

Gruss Klaus
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Beitragvon leodux » Mi 08.02.06 00:23

Hallo Klaus,
vielen Dank für Deine Antwort!
Wie sicher bist Du Dir mit Dinkelsbühl?
Das überrascht mich nämlich, denn ich hatte eher einen Ort in der Nähe Dortmunds erwartet. Und Dinkelsbühl liegt ja, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, in Schwaben. Wie kommen denn die Schwaben dazu, Dortmunder Münzen gegenzustempeln?

Grüße

leodux (Peter)
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Beitragvon welfenprinz » Do 09.02.06 19:00

Hallo Peter,
das Ährenzeichen auf dem kleinen Hügel ist doch sehr deutlich .
Mein Sammelgebiet sind die Welfen + Hannover. Wie die Münze nach Dinkelsbühl kommt, ist mir nicht geläufig.
Der Krusy wird öfters in ebay für preiswerte 9,99 Euro angeboten, kann ich mit gutem Gewissen nur empfelen.

Gruss Klaus
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Beitragvon leodux » Do 09.02.06 23:42

Hallo Klaus,

alles klar, danke nochmals für Deine Antwort!

Vielleicht hat ja irgend jemand Informationen, warum ausgerechnet eine Münze aus Dortmund in Dinkelsbühl gegengestempelt wurde. :?:
Würde mich mal interessieren. :!:

Grüße

leodux
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Beitragvon welfenprinz » Sa 11.02.06 10:27

Hallo Peter,
im wesentlichem ist die Erklärung für den Gegenstempel eigentlich simpel .
In Dinkelsbühl gab es einen Mangel an KLeinmünzen, mit dem Gegenstempel,Kontermarke wurde eine landfremde Geldsorte für den heimischen Markt anerkannt, dortmunder Prägungen waren eben in genügender Zahl zu bekommen .
Auf Marktplätzen nahe Dortmunds waren die Münzen durch Münzvereinigungen sicherlich ohne Markierung gültig . Bei den niedersächsischen Städten war das jedenfalls so geregelt .
Ich kann dir empfehlen, ein gutes numismatisches Wörter-Lexikon zu erwerben . Dort findet man weitere Gründe für eine Kontermarkierung und Gegenstempelung .

Gruss Klaus
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