Bilder von schwarzen Münzen
Moderator: Homer J. Simpson
- drakenumi1
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Bilder von schwarzen Münzen
Das sollte man mal herausstellen:
Die Abbildungen von Münzen hier in den Forums - Threads haben sich hinsichtlich ihrer Qualität im Verlaufe der Jahre erheblich verbessert, was ihre Schärfe, ihre Größe und die angewendete Lichtführung betrifft. Nicht befriedigen konnte mich bisher überwiegend nicht ihre Farbübereinstimmung mit dem Original, soweit ich das beurteilen konnte und auch nicht die Ergebnisse bei der Ablichtung von sehr dunklen bzw. (raben)schwarzen Münzen.
Letzterer Kategorie sollen meine folgenden Beobachtungen bzw. Ratschläge gelten, denn auch für diese Fälle gibt es einfache Einstellungen an der Aufnahmetechnik, die tadellose Bilder gewährleisten.
Wie notwendig die Vermittlung dieser Kenntnisse in der großen Öffentlichkeit ist, weiß jeder, der mal einige Seiten der ebay - Angebote studiert hat: Echt ärgerlich, was da so an schwarzen Flecken geboten wird, aus denen man kaum die Form einer Münze erkennen kann, geschweige deren Prägung. Man verliert das Interesse daran, sich ggf. durch Bildbearbeitungsverfahren die Bilder selbst zur mäßigen Erkennbarkeit hinzuzaubern.
Ich arbeite übrigens mit einem schon älteren Scanner (Epson-Perfection 1670) der mittleren bis unteren Preisklasse, also auch keinem Zauberkasten!
Meine nachfolgenden Betrachtungen sind nicht nur auf einen Scanner anwendbar, sondern auch für eine heute gebräuchliche Digi-Kamera mit automatischer Belichtungseinstellung! Ihr Arbeitsprinzip beruht darauf, daß die gesamte Fläche, die aufgenommen werden soll, also die (schwarze) Münze selbst und ihre durch den gewählten Bildausschnitt begrenzte Umgebung gemeinsam in ihrem durchschnittlichen Helligkeitswert von der Automatik erfaßt werden und sozusagen ein Mitelwert zwischen beiden unterschiedlichen Helligkeiten zu dem Einstellungswert der "Ablichtungsgeräte" führt.
Im Klartext heißt das:
Bei schwarzen Münzen reicht das Licht meist nicht. Jedoch nur dann, wenn sie mit einem weißen Hintergrund (oder auch hellen Farbton) aufgenommen werden. Die Automatik stellt sich auf einen Mittelwert zwischen schwarz und weiß ein und im Ergebnis reicht dies für die optimale Wiedergabe der Prägung auf der schwarzen Münze nicht aus. Zwar besitzt der Scanner gegenüber der Digi den unschätzbaren Vorteil, daß man bei ihm die Helligkeit und den Kontrast separat quasi von 0 bis max. regeln kann, aber wo ganz einfach das Licht fehlt, weil man die Möglichkeiten des Scanners durch die Mitbewertung der weißen Umgebung der Münze sozusagen gedrosselt hat, da ist nichts mehr zu machen. Ergebnis: Ein mehr oder weniger schwarzer Fleck statt eines schönen Münzbildes.
Die ganz einfache und naheliegende Konsequenz ist die: Hinterlegt Eure schwarzen oder auch nur dunklen Münzen mit einem ebenso schwarzen oder (bei dunklen Münzen) tiefsatten Farbton des Papiers, und der Scanner bzw. die Digi kann sich bei seiner automatischen Einstellung ungestört auf eine insgesamt schwarze Fläche konzentrieren, die nicht mehr durch weiße Anteile gestört wird. Damit werden auch die geringsten Anteile an Lichtdifferenzen der Prägung erkannt und ein Bild entsteht, das mehr erkennen läßt, als die visuelle Betrachtung bei Tageslicht oder unter mittlerem Kunstlicht.
Eine weitere angenehme Konsequenz der Verwendung schwarzer Hintergründe liegt im Gewinn an Farbe! Während der Farbinhalt bei Aufnahmen mit weißem Hintergrund beim erforderlichen "Quälen" der Helligkeit auf "max". und der nötigen und dazu passenden Einstellung des Kontrastes auch annähernd gegen 0 geht, ist man bei schwarzem Hintergrund erstaunt, welches Farbvolumen die Münze plötzlich erhält.
Damit meine Gedanken nicht nur so trocken im Raum verdorren, zur Unterstützung ein paar Bilder von einem schwarzen Postumus, dem man seine innewohnende tiefgrüne, fast schwarze Patina höchstens unter direktem Sonnenlicht ansieht. Daß man bei der ja in Grenzen einstellbaren Farbhaltigkeit über den Kontrast eher zaghaft herangehen sollte, erklärt sich von selbst. Hier gilt es, nicht zu übertreiben, dies könnte als Fälschung bzw. Irreführung bewertet werden.
Die 3 Bilder erklären sich eigentlich fast von selbst:
1). Hintergrund weiß, in klassischer Weise, Helligkeit max., Kontrast entsprechend optimierend eingestellt,
2). Hintergrund schwarz, Helligkeit max., Kontrast so eingestellt, daß ein "anbietbares" Bild entsteht (ist der Unterschied nicht enorm??)
3) Wie 2)., jedoch, um zu zeigen, wie der Kontrast noch erheblich höher gezogen werden kann, also noch Reserven vorhanden sind, hier unschön übersteigert.
Die beste Art, sich zu überzeugen, welche Verbesserungen diese kleine Veränderung auf einen schwarzen Hintergrund bringen kann, ist der eigene Versuch. Wäre schön, Ihr hättet ggf. Erfolge dabei, wovon ich gerne hören würde.
Grüße von
drake
Die Abbildungen von Münzen hier in den Forums - Threads haben sich hinsichtlich ihrer Qualität im Verlaufe der Jahre erheblich verbessert, was ihre Schärfe, ihre Größe und die angewendete Lichtführung betrifft. Nicht befriedigen konnte mich bisher überwiegend nicht ihre Farbübereinstimmung mit dem Original, soweit ich das beurteilen konnte und auch nicht die Ergebnisse bei der Ablichtung von sehr dunklen bzw. (raben)schwarzen Münzen.
Letzterer Kategorie sollen meine folgenden Beobachtungen bzw. Ratschläge gelten, denn auch für diese Fälle gibt es einfache Einstellungen an der Aufnahmetechnik, die tadellose Bilder gewährleisten.
Wie notwendig die Vermittlung dieser Kenntnisse in der großen Öffentlichkeit ist, weiß jeder, der mal einige Seiten der ebay - Angebote studiert hat: Echt ärgerlich, was da so an schwarzen Flecken geboten wird, aus denen man kaum die Form einer Münze erkennen kann, geschweige deren Prägung. Man verliert das Interesse daran, sich ggf. durch Bildbearbeitungsverfahren die Bilder selbst zur mäßigen Erkennbarkeit hinzuzaubern.
Ich arbeite übrigens mit einem schon älteren Scanner (Epson-Perfection 1670) der mittleren bis unteren Preisklasse, also auch keinem Zauberkasten!
Meine nachfolgenden Betrachtungen sind nicht nur auf einen Scanner anwendbar, sondern auch für eine heute gebräuchliche Digi-Kamera mit automatischer Belichtungseinstellung! Ihr Arbeitsprinzip beruht darauf, daß die gesamte Fläche, die aufgenommen werden soll, also die (schwarze) Münze selbst und ihre durch den gewählten Bildausschnitt begrenzte Umgebung gemeinsam in ihrem durchschnittlichen Helligkeitswert von der Automatik erfaßt werden und sozusagen ein Mitelwert zwischen beiden unterschiedlichen Helligkeiten zu dem Einstellungswert der "Ablichtungsgeräte" führt.
Im Klartext heißt das:
Bei schwarzen Münzen reicht das Licht meist nicht. Jedoch nur dann, wenn sie mit einem weißen Hintergrund (oder auch hellen Farbton) aufgenommen werden. Die Automatik stellt sich auf einen Mittelwert zwischen schwarz und weiß ein und im Ergebnis reicht dies für die optimale Wiedergabe der Prägung auf der schwarzen Münze nicht aus. Zwar besitzt der Scanner gegenüber der Digi den unschätzbaren Vorteil, daß man bei ihm die Helligkeit und den Kontrast separat quasi von 0 bis max. regeln kann, aber wo ganz einfach das Licht fehlt, weil man die Möglichkeiten des Scanners durch die Mitbewertung der weißen Umgebung der Münze sozusagen gedrosselt hat, da ist nichts mehr zu machen. Ergebnis: Ein mehr oder weniger schwarzer Fleck statt eines schönen Münzbildes.
Die ganz einfache und naheliegende Konsequenz ist die: Hinterlegt Eure schwarzen oder auch nur dunklen Münzen mit einem ebenso schwarzen oder (bei dunklen Münzen) tiefsatten Farbton des Papiers, und der Scanner bzw. die Digi kann sich bei seiner automatischen Einstellung ungestört auf eine insgesamt schwarze Fläche konzentrieren, die nicht mehr durch weiße Anteile gestört wird. Damit werden auch die geringsten Anteile an Lichtdifferenzen der Prägung erkannt und ein Bild entsteht, das mehr erkennen läßt, als die visuelle Betrachtung bei Tageslicht oder unter mittlerem Kunstlicht.
Eine weitere angenehme Konsequenz der Verwendung schwarzer Hintergründe liegt im Gewinn an Farbe! Während der Farbinhalt bei Aufnahmen mit weißem Hintergrund beim erforderlichen "Quälen" der Helligkeit auf "max". und der nötigen und dazu passenden Einstellung des Kontrastes auch annähernd gegen 0 geht, ist man bei schwarzem Hintergrund erstaunt, welches Farbvolumen die Münze plötzlich erhält.
Damit meine Gedanken nicht nur so trocken im Raum verdorren, zur Unterstützung ein paar Bilder von einem schwarzen Postumus, dem man seine innewohnende tiefgrüne, fast schwarze Patina höchstens unter direktem Sonnenlicht ansieht. Daß man bei der ja in Grenzen einstellbaren Farbhaltigkeit über den Kontrast eher zaghaft herangehen sollte, erklärt sich von selbst. Hier gilt es, nicht zu übertreiben, dies könnte als Fälschung bzw. Irreführung bewertet werden.
Die 3 Bilder erklären sich eigentlich fast von selbst:
1). Hintergrund weiß, in klassischer Weise, Helligkeit max., Kontrast entsprechend optimierend eingestellt,
2). Hintergrund schwarz, Helligkeit max., Kontrast so eingestellt, daß ein "anbietbares" Bild entsteht (ist der Unterschied nicht enorm??)
3) Wie 2)., jedoch, um zu zeigen, wie der Kontrast noch erheblich höher gezogen werden kann, also noch Reserven vorhanden sind, hier unschön übersteigert.
Die beste Art, sich zu überzeugen, welche Verbesserungen diese kleine Veränderung auf einen schwarzen Hintergrund bringen kann, ist der eigene Versuch. Wäre schön, Ihr hättet ggf. Erfolge dabei, wovon ich gerne hören würde.
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drake
Man kann, was man will, und wenn man sagt, man kann nicht, dann will man auch nicht.
(Baltzer von Platen/a. Rügen)
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Re: Bilder von schwarzen Münzen
Ein wirklich erstaunliches Ergebnis! Ich werde es mit meinen Münzen ausprobieren.
Jochen
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Re: Bilder von schwarzen Münzen
da sieht man wieder, wie sehr das auch alles geschmackssache ist. natürlich hast du mit deinen technischen aussagen vollkommen recht.
nur: mir gefällt der erste scan bei weitem am besten
grüße
olli
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Re: Bilder von schwarzen Münzen
ich schliesse mich meinen vorschreibern an - auch mir gefällt die erste variante am besten! 
grüsse
frank

grüsse
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Re: Bilder von schwarzen Münzen
Mir ging es beim Zeigen der drei Bilder nicht unbedingt darum, zu entscheiden, welches jetzt das optimale von ihnen sei, sondern um ein Vorstellen der Grenzen von Hellgkeit und Kontrast, die einerseits mit weißem und andererseits mit schwarzem Hintergrund möglich sind. Und da ist man leider beim oberen schon an der äüßersten Grenze angelangt, bei weitem aber noch nicht beim mittleren.
Abgesehen davon beurteile ich jedoch das obere als erheblich zu flau, feine Detailunterschiede sind nur schwer erkennbar, besonders beim kleinen Wiedergabeformat.
drake
Abgesehen davon beurteile ich jedoch das obere als erheblich zu flau, feine Detailunterschiede sind nur schwer erkennbar, besonders beim kleinen Wiedergabeformat.
drake
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(Baltzer von Platen/a. Rügen)
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- richard55-47
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Re: Bilder von schwarzen Münzen
Ich bin schon vor Monaten dazu übergegangen, Bilder mit hellem Hintergrund gegen solche mit schwarzem zu auszutauschen. Ich habe eine Digi, fotografiere aus der Hand, so dass sicherlich keine Meisterwerke entstehen, aber ein Qualitätszuwachs war zu verzeichnen. Bei der Bildbearbeitung gehe ich äußerst sparsam mit den zur Verfügung stehenden Schiebern um, da bleibt die Authentizität erhalten.
do ut des.
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Re: Bilder von schwarzen Münzen
Interessant, richard,
in diesem Zusammenhang darf ich Dich fragen: Was war der Grund für diese generelle Umstellung, welche Nachteile hattest Du vordem und welche Vorteile jetzt?
in diesem Zusammenhang darf ich Dich fragen: Was war der Grund für diese generelle Umstellung, welche Nachteile hattest Du vordem und welche Vorteile jetzt?
Man kann, was man will, und wenn man sagt, man kann nicht, dann will man auch nicht.
(Baltzer von Platen/a. Rügen)
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- richard55-47
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Re: Bilder von schwarzen Münzen
Der Grund war, dass mir meine "Werke" nicht so überzeugend vorkamen. Obendrein hatte ich die Zitate in roter Schrift angebracht, was mir ursprünglich pfiffig vorkam, aber schnell auf den Senkel ging.
Der Anlass war, dass ich ein Foto machen wollte und - bitte festhalten - kein weißes Blatt Papier als Untergrund zur Verfügung stand. Druckerpapier war alle. Da erinnerte ich mich an einen Beitrag im Forum, in dem der Autor von guten Ergebnissen mit schwarzem Untergrund bei dunklen Münzen und weißem Untergrund bei hellen Münzen berichtet hatte. Seitdem ist ist ein nicht mehr benötigter Kasten (Inhalt: defekter Korkenzieher von Tchibo) mein Standarduntergrund.
Der Anlass war, dass ich ein Foto machen wollte und - bitte festhalten - kein weißes Blatt Papier als Untergrund zur Verfügung stand. Druckerpapier war alle. Da erinnerte ich mich an einen Beitrag im Forum, in dem der Autor von guten Ergebnissen mit schwarzem Untergrund bei dunklen Münzen und weißem Untergrund bei hellen Münzen berichtet hatte. Seitdem ist ist ein nicht mehr benötigter Kasten (Inhalt: defekter Korkenzieher von Tchibo) mein Standarduntergrund.
do ut des.
- richard55-47
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Re: Bilder von schwarzen Münzen
Klar könnte ich das. Aber ich bin kein Profiknipser, habe meine Pentax Optio 550 auf Automatik gestellt und bin immer überrascht, wie gut ich beim Fotografieren bin. 

do ut des.
- drakenumi1
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Re: Bilder von schwarzen Münzen
Möglicherweise wird der Grad der Schwärze des Postumus oben in Frage gestellt, was man aus der Helligkeit des mittleren Bildes evtl. schließen könnte. Daß diese Schwärze in Wirklichkeit ein bei Tageslicht kaum erkennbares tiefes Grün ist, offenbart erst der Scan.
Ich habe zum Vergleich mal diesen Post. mit einem "silbernen" gegenübergestellt, in einem gemeinsam entstandenen Scan. Dieses "Schwarz" überzeugt gewiß:
Ich habe zum Vergleich mal diesen Post. mit einem "silbernen" gegenübergestellt, in einem gemeinsam entstandenen Scan. Dieses "Schwarz" überzeugt gewiß:
Man kann, was man will, und wenn man sagt, man kann nicht, dann will man auch nicht.
(Baltzer von Platen/a. Rügen)
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- aquensis
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Re: Bilder von schwarzen Münzen
Hallo,
nach meiner Erfahrung bringt ein neutralgrauer Untergrund (18% Reflexion) bei den meisten Cameras mit integraler Messcharakteristik (Belichtungsmessung über die gesamte Fläche) die besten Ergebnisse. Auf diesen Wert werden die Beli's in den Cameras abgeglichen. Damit werden die Farben optimal wiedergegeben. Denn bei schwarzem Untergrund werden Objekt / Farben zu hell; bei weißem Untergrund werden Objekt / Farben zu dunkel ! Bei Cameras mit Spotmessung auf dem Objekt / Münze ist der Untergrund für die korrekte Farbwiedergabe weniger kritisch.
Grüsse Franz
PS: Neutralgrau - Karton / Karten mit 18 % Reflexion gibts im Fotozubehör-Handel
nach meiner Erfahrung bringt ein neutralgrauer Untergrund (18% Reflexion) bei den meisten Cameras mit integraler Messcharakteristik (Belichtungsmessung über die gesamte Fläche) die besten Ergebnisse. Auf diesen Wert werden die Beli's in den Cameras abgeglichen. Damit werden die Farben optimal wiedergegeben. Denn bei schwarzem Untergrund werden Objekt / Farben zu hell; bei weißem Untergrund werden Objekt / Farben zu dunkel ! Bei Cameras mit Spotmessung auf dem Objekt / Münze ist der Untergrund für die korrekte Farbwiedergabe weniger kritisch.
Grüsse Franz
PS: Neutralgrau - Karton / Karten mit 18 % Reflexion gibts im Fotozubehör-Handel
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Re: Bilder von schwarzen Münzen
[quote="aquensis"] "....nach meiner Erfahrung bringt ein neutralgrauer Untergrund (18% Reflexion) bei den meisten Cameras mit integraler Messcharakteristik (Belichtungsmessung über die gesamte Fläche) die besten Ergebnisse. Auf diesen Wert werden die Beli's in den Cameras abgeglichen. Damit werden die Farben optimal wiedergegeben......"
Genau, das entspricht exakt dem, was ich auch mit meinem Scanner praktiziere, mit der unerheblichen kleinen Variierung, daß ich statt statt des neutralgrauen Hintergrund einen etwa mittel- bis dunkelgrünen Karton verwende. In seinem Grauwert für die Lichtmessung liegt er sicherlich etwa auf dem gleichen Wert, wie Dein grauer. Damit befinden wir uns lichtmäßig etwa auf der Mitte zwischen weißem und grauem Hintergrund, mit deren Vor- und Nachteilen.
Hier muß ich aber eine Lanze brechen für den Scanner, dieser ist gegenüber der Digi meilenweit im Vorteil durch seine Möglichkeit, Helligkeit und Kontrast separat in weiten Grenzen getrennt voneinander regulieren zu können. Ganz simpel über zwei Schieber. Was die Bel.-Automatik nicht zu voller Zufriedenheit regelt, kann manuell korrigiert werden. Nur die Farbe ist ziemlich unveränderbar, bis auf eine gewisse Abhängigkeit vom Kontrast: Je höher dieser gezogen wird, desto greller werden sie.
Diese nach eigenem Ermessen wählbare Kontrast- und Helligkeitseinstellung betrachte ich auch als einen großen Vorteil, denn ich vertrete zwar auch die Linie, den Betrachter der Münzbilder möglichst nicht zu täuschen aber nicht immer ist das streng einhaltbar. Bei den schwarzen Münzen z.B., da kann man nicht umhin, mit entsprechender Lichtführung und Helligk. / Kontrast im Bild mehr und schöner vorzuführen, als bei Tageslicht erkennbar. Wie bei der klassischen Fotografie, so auch hier bei den Münzen ist wohl meist das unterschiedlichst geführte Licht (Spitzlicht, diffuses L., Gegenlicht, seitl. L. ...) in der Lage, sehr unterschiedliche Wirkungen zu erzielen. Ich meine, das das legitim ist, vorausgesetzt, es läßt weiterhin alles das erkennen, was z.B. ein Münzkäufer sehen möchte. Ein "Foto", wie wir es hier verstehen, ist trotzdem immer noch ein Kompromiß, mal zu Gunsten zB. eines Verkäufers, mal auch des Käufers. Ich denke nur an die Vielzahl von Bildern bei ebay, deren Oberfläche total kleinfleckig bis pixelig, fast wie grobe Korrosion ausfallen, sehr zum Nachteil des Verkäufers. Gerne stelle ich meine Münzen im Scanner in ein sehr flaches LIcht, was die Konturen der Prägung vorteilhaft zur Geltung bringt. Was ist daran verwerflich?
Sehr vorsichtig sollte man sein bei Münzen, die nur mit einer Lampe und sehr spitzem Licht flach beleuchtet werden. Kratzer, die in Richtung des Lichtes verlaufen, werden nicht mehr sichtbar sein, weil sie keinen Schatten produzieren, So verlieren manchmal Göttinnen mit langen senkrecht stehenden Beinen und langem Faltenwurf ihre ganze "Unterpartie", nur weil sie von oben senkrecht beleuchtet wurden. Sehr zum Nachteil. Diese Problematiken kenne ich auch bei den eigenen Bildern, ich beleuchte sie häufig von der Seite, um dem aus dem Weg zu gehen.
O.k., ich schweife ab. Mit dem Scanner kann man eben viel zu viel machen, als daß man nicht imer wieder auf ihn zurückkommt. Besonders bei dunklen Münzen (Bronzen) ist er im Vorteil und bei flacher Prägung, die wenig Schatten wirft. Als Beispiele, die wohl auch eine Digi nicht anders zustandebrächte, diesen Diocletian und den Constant. II.:
Grüße von
drake
Genau, das entspricht exakt dem, was ich auch mit meinem Scanner praktiziere, mit der unerheblichen kleinen Variierung, daß ich statt statt des neutralgrauen Hintergrund einen etwa mittel- bis dunkelgrünen Karton verwende. In seinem Grauwert für die Lichtmessung liegt er sicherlich etwa auf dem gleichen Wert, wie Dein grauer. Damit befinden wir uns lichtmäßig etwa auf der Mitte zwischen weißem und grauem Hintergrund, mit deren Vor- und Nachteilen.
Hier muß ich aber eine Lanze brechen für den Scanner, dieser ist gegenüber der Digi meilenweit im Vorteil durch seine Möglichkeit, Helligkeit und Kontrast separat in weiten Grenzen getrennt voneinander regulieren zu können. Ganz simpel über zwei Schieber. Was die Bel.-Automatik nicht zu voller Zufriedenheit regelt, kann manuell korrigiert werden. Nur die Farbe ist ziemlich unveränderbar, bis auf eine gewisse Abhängigkeit vom Kontrast: Je höher dieser gezogen wird, desto greller werden sie.
Diese nach eigenem Ermessen wählbare Kontrast- und Helligkeitseinstellung betrachte ich auch als einen großen Vorteil, denn ich vertrete zwar auch die Linie, den Betrachter der Münzbilder möglichst nicht zu täuschen aber nicht immer ist das streng einhaltbar. Bei den schwarzen Münzen z.B., da kann man nicht umhin, mit entsprechender Lichtführung und Helligk. / Kontrast im Bild mehr und schöner vorzuführen, als bei Tageslicht erkennbar. Wie bei der klassischen Fotografie, so auch hier bei den Münzen ist wohl meist das unterschiedlichst geführte Licht (Spitzlicht, diffuses L., Gegenlicht, seitl. L. ...) in der Lage, sehr unterschiedliche Wirkungen zu erzielen. Ich meine, das das legitim ist, vorausgesetzt, es läßt weiterhin alles das erkennen, was z.B. ein Münzkäufer sehen möchte. Ein "Foto", wie wir es hier verstehen, ist trotzdem immer noch ein Kompromiß, mal zu Gunsten zB. eines Verkäufers, mal auch des Käufers. Ich denke nur an die Vielzahl von Bildern bei ebay, deren Oberfläche total kleinfleckig bis pixelig, fast wie grobe Korrosion ausfallen, sehr zum Nachteil des Verkäufers. Gerne stelle ich meine Münzen im Scanner in ein sehr flaches LIcht, was die Konturen der Prägung vorteilhaft zur Geltung bringt. Was ist daran verwerflich?
Sehr vorsichtig sollte man sein bei Münzen, die nur mit einer Lampe und sehr spitzem Licht flach beleuchtet werden. Kratzer, die in Richtung des Lichtes verlaufen, werden nicht mehr sichtbar sein, weil sie keinen Schatten produzieren, So verlieren manchmal Göttinnen mit langen senkrecht stehenden Beinen und langem Faltenwurf ihre ganze "Unterpartie", nur weil sie von oben senkrecht beleuchtet wurden. Sehr zum Nachteil. Diese Problematiken kenne ich auch bei den eigenen Bildern, ich beleuchte sie häufig von der Seite, um dem aus dem Weg zu gehen.
O.k., ich schweife ab. Mit dem Scanner kann man eben viel zu viel machen, als daß man nicht imer wieder auf ihn zurückkommt. Besonders bei dunklen Münzen (Bronzen) ist er im Vorteil und bei flacher Prägung, die wenig Schatten wirft. Als Beispiele, die wohl auch eine Digi nicht anders zustandebrächte, diesen Diocletian und den Constant. II.:
Grüße von
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Zuletzt geändert von drakenumi1 am Mi 31.08.11 08:15, insgesamt 3-mal geändert.
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(Baltzer von Platen/a. Rügen)
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- aquensis
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Re: Bilder von schwarzen Münzen
Hallo drake,
ich bin in fast allen Punkten der gleichen Meinung. Aber für mich hat die dig. Camera den riesen Vorteil, das ich die Lichtverteilung, den Kontrast, die Helligkeit, etc. am Monitor direkt beurteilen und beeinflussen kann. Eine korrekte Farbwiedergabe wird in erster Linie durch die Farbtemp. der Beleuchtung gesteuert, eine nachträgliche Bearbeitung ist meist nur ein Kompromiss.
Gruß Franz
ich bin in fast allen Punkten der gleichen Meinung. Aber für mich hat die dig. Camera den riesen Vorteil, das ich die Lichtverteilung, den Kontrast, die Helligkeit, etc. am Monitor direkt beurteilen und beeinflussen kann. Eine korrekte Farbwiedergabe wird in erster Linie durch die Farbtemp. der Beleuchtung gesteuert, eine nachträgliche Bearbeitung ist meist nur ein Kompromiss.
Gruß Franz
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