Denare der Römischen Republik

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Denare der Römischen Republik

Beitragvon Sandbergkelte » Di 08.01.19 18:52

Hallo Römerfreunde!
Ich habe da neulich 3 Denare der Römischen Republik gefunden und ich bräuchte Eure Hilfe bei der Bestimmung:
Denar 1: Durchmesser: 16 mm und 3,91 g
Denar 2: Durchmesser: 17 mm und 3,60 g
Denar 3: Durchmesser: 19 mm und 3,66 g
Schon heute herzlichen Dank für Eure Hilfe
Viele Grüße
Sandbergkelte
Röm.Rep VS-1.jpg
Röm.Rep. RS-1.jpg
Röm.Rep VS-1.jpg
Röm.Rep VS-2.jpg
Röm.Rep. RS-2.jpg
Röm.Rep VS-3.jpg
Röm.Rep VS-3.jpg
Dateianhänge
Röm. Rep. RS-3.jpg
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Re: Denare der Römischen rwepublik

Beitragvon Stefan_01 » Di 08.01.19 21:24

wobei der erste oben subaerat aussieht.
Gewicht ?
MFG
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Re: Denare der Römischen rwepublik

Beitragvon Sandbergkelte » Mi 09.01.19 17:38

Herzlichen Dank für die prompte Bestimmung der 3 Deare!
Viele grüße
Sandbergkelte
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Re: Denare der Römischen rwepublik

Beitragvon Sandbergkelte » Mi 09.01.19 17:39

das Gewicht des ersten Denars ist 3,91 g!
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Re: Denare der Römischen rwepublik

Beitragvon Stefan_01 » Mi 09.01.19 19:10

Dann sollte er offiziell sein und nicht subaerat.
MFG
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Re: Denare der Römischen rwepublik

Beitragvon Altamura2 » Fr 11.01.19 19:33

Stefan_01 hat geschrieben:... Dann sollte er offiziell sein und nicht subaerat. ...

Das ist ein Trugschluss :( .
Wenn er das falsche Gewicht hätte, wäre er vermutlich subaerat oder sonstwie inoffiziell.
Andersrum stimmt das aber nicht. Wenn er das richtige Gewicht hat, dann heißt das alleine noch gar nichts. Auch Fourrées können das richtige Gewicht haben, wenn der Fälscher sein Handwerk verstanden hat :D .

In meinen Augen ist die erste Münze auch ein Fourrée, da sieht man doch durch die Löcher schon das Kupfer durchscheinen.

Gruß

Altamura
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Re: Denare der Römischen rwepublik

Beitragvon rosmoe » Sa 12.01.19 00:09

Auf Grund der meiner Ansicht nach zu klein geratenen Photos möchte ich kein Urteil über eine ev. Plattierung abgeben, aber doch zu bedenken geben, dass die Hohlstellen in der Silberfolie doch eigentlich auf dem Portrait, also der höchsten Stelle auftreten müssten, was jedoch nur auf der Rückseite der Fall zu sein scheint. Desweiteren ist das Gewicht mit 3,91 g für einen Subaeraten doch relativ hoch. Ein Photo mit höherer Auflösung wäre möglicherweise in dieser Frage hilfreich!
Aus so krummem Holze, als woraus der Mensch gemacht ist, kann nichts ganz Gerades gezimmert werden. (Immanuel Kant)
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Re: Denare der Römischen rwepublik

Beitragvon Altamura2 » Sa 12.01.19 08:48

rosmoe hat geschrieben:... dass die Hohlstellen in der Silberfolie doch eigentlich auf dem Portrait, also der höchsten Stelle auftreten müssten ...

Das muss nicht sein. Die Edelmetallschicht bekommt die Löcher nicht unbedingt dadurch, dass sie abgenutzt wird, sondern auch (oder vielleicht sogar eher) da, wo sich der unedle Kern durch Korrosion zuerst durchfrisst. Oft hat man das an Stellen, wo das Relief nicht glatt ist, sondern irgenwie Kanten oder Furchen hat. Vielleicht ist an solchen Stellen die Edelmetallschicht herstellungsbedingt dünner als anderwo.

Hier mal ein paar Beispiele:
https://www.acsearch.info/search.html?id=5555181
https://www.acsearch.info/search.html?id=5373707
https://www.acsearch.info/search.html?id=5355218
https://www.acsearch.info/search.html?id=5355868
https://www.acsearch.info/search.html?id=5189492

Gruß

Altamura
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Re: Denare der Römischen Republik

Beitragvon Chandragupta » Mo 14.01.19 10:18

Eigentlich physikalisch ganz klar: An den Kanten wird das vor dem Prägen noch plan aufliegende Überzugsmaterial natürlich ganz besonders stark gezogen, und dadurch dünner sowie brüchiger. Die meisten subaeraten Münzen sind ohnehin recht wenig zirkuliert (der Betrug fiel ja schon damals schnell auf), so daß sie ergo auch kaum richtig an den erhabensten Stellen des Reliefs abgenutzt sind. Wobei dort wie gesagt der Überzug dann sogar noch relativ am dicksten ist. Ganz im Unterschied zum "Weißsieden" der Billon-Antoniniane im 3. Jh.: Dort war der sowieso prinzipbedingt nur hauchdünne und gleichmäßige (bzw. durch das "Nachglätten" nun gerade an den erhabenen Partien schon etwas dünnere) Silber-Überzug dann selbst bei geringer Zirkulation an den erhabensten Stellen am schnellsten weg.
Numismatische Grüße,

Euer Chandra
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