Fälschungsgalerie

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

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Beitragvon klausklage » Di 16.06.09 17:06

Geschnitzt - und damit zumindest verfälscht.
Olaf
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Beitragvon beachcomber » Di 16.06.09 17:21

[quote]
Ist das eine Faelschung oder ein Schnitzwerk?
[/quote
hat's da im ergebnis einen unterschied? :wink:
grüsse
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Beitragvon alexander20 » Di 16.06.09 17:41

Sehr geehrte Sammlerkollegen,

ich bitte bereits im Vorfeld Verzeihung für meine Frage, aber mir ist da etwas nicht klar.

Was genau bedeutet "geschnitzt"? Ist das ein numismatischer Terminus technikus? Dann müßte er genau zu definieren sein. Oder handelt es sich um ein hier eingeführtes "Kunstwort"?

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Beitragvon quisquam » Di 16.06.09 18:21

Für mich ist "geschnitzt" die Steigerung zu "nachgeschnitten" und beinhaltet das Neuerfinden von Details.
Eigentlich sammle ich nicht Münzen, sondern das Wissen darüber.
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Beitragvon emieg1 » Di 16.06.09 18:29

Oh, ich dachte, geschnitzt und nachgeschnitten bedeuten das gleiche, nämlich einer durch natürliche Abnutzung abgeflachten Münze durch Nachschneiden (oder Schnitzen) wieder "Kontur" zu geben... :roll:
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Beitragvon beachcomber » Di 16.06.09 18:43

da der übergang von 'nachschneiden' zu 'schnitzen' nun wirklich fliessend ist, halte ich diese unterscheidung für ziemlich akademisch! :)
wer anfängt nachzuschneiden, schnitzt auch, und ihm sollte widerfahren, was homer immer so freundlich wünscht! :wink:
grüsse
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Beitragvon quisquam » Di 16.06.09 18:50

Es gibt durchaus nachgeschnittene Bronzen, die noch numismatischen Wert haben und die ich mir in die Sammlung legen würde, während mir komplette "Schnitzwerke" gestohlen bleiben können. Es wäre schon sinnvoll, dies auch mit Begriffen zu unterscheiden. "Schnitzen" ist allerdings Umgangssprache und kein Fachbegriff, so dass nicht unbedingt jeder dasselbe darunter verstehen muss.

Grüße, Stefan
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Beitragvon kc » Di 16.06.09 20:20

Suche Asse, Dupondii und Sesterzen der Flavier.
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Beitragvon beachcomber » Di 16.06.09 21:05

Teilweise ziemlich gut gemacht.

leider ja :(
solche gefährlichen güsse sind nur durch 'zwillinge', oder den verkäufer zu erkennen!
grüsse
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Beitragvon cepasaccus » Di 16.06.09 21:55

Genauso wie es zwischen Mord und Totschlag einen Unterschied gibt gibt es fuer mich auch einen Unterschied zwischen geschnitzt und gefaelscht. In allen Faellen hat man zwar eine Leiche vor sich liegen, diese ist aber verschieden zustande gekommen.

valete
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Beitragvon Homer J. Simpson » Fr 19.06.09 12:22

Der ist gut!

Übrigens, der Verkäufer, der die oben angesprochenen Fälschungen verkauft, nennt sich roma_coins (schon dafür gehört er sich gekreuzigt), davor romanumismatics (hat mit dem gleichnamigen Vcoins-Händler natürlich nicht das Geringste zu tun) und davor bestsells4u. Zumindest unter diesem Namen steht er schon im US-Forum auf der schwarzen Liste.

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Beitragvon emieg1 » Sa 20.06.09 09:06

http://shop.ebay.de/merchant/andy-montana

Noch jemand, der unbedingt auf die schwarze Liste gehört. Der gleiche "Stil" wie roma_coins :evil:
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Beitragvon chinamul » Sa 20.06.09 15:29

Und noch einer:
http://cgi.ebay.de/Muenze-aus-Bronze-OT ... 7C294%3A24

Die Bronzemünzen Othos aus Antiochia (und eine solche wird hier offensichtlich nachgeahmt) sehen ganz anders aus.

Übrigens: Ohne unseren verehrten österreichischen Forumsfreunden in irgendeiner Weise zu nahe treten zu wollen: Wenn bei eBay bei der Nennung des Artikelstandorts eine Stadt in Österreich genannt wird, gehen bei mir die Warnlampen an. Das Land scheint auf dem Gebiet der antiken Numismatik leider ein Eldorado für alle möglichen Anbieter von Fälschungen geworden zu sein, besonders solche aus den Ländern des ehemaligen Ostblocks.
Möglicherweise sind meine Feststellungen politisch nicht korrekt, aber Vorurteile, die sich immer wieder bestätigen, verfestigen sich doch allmählich zu belastbaren Urteilen.

Gruß

chinamul
Nil tam difficile est, quin quaerendo investigari possit
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Beitragvon Numis-Student » Sa 20.06.09 15:34

chinamul hat geschrieben:
Übrigens: Ohne unseren verehrten österreichischen Forumsfreunden in irgendeiner Weise zu nahe treten zu wollen: Wenn bei eBay bei der Nennung des Artikelstandorts eine Stadt in Österreich genannt wird, gehen bei mir die Warnlampen an. Das Land scheint auf dem Gebiet der antiken Numismatik leider ein Eldorado für alle möglichen Anbieter von Fälschungen geworden zu sein, besonders solche aus den Ländern des ehemaligen Ostblocks.
Möglicherweise sind meine Feststellungen politisch nicht korrekt, aber Vorurteile, die sich immer wieder bestätigen, verfestigen sich doch allmählich zu belastbaren Urteilen.



Hallo,
ich bin weder gebürtiger Wiener, noch habe ich Probleme mit dieser Feststellung.
Schöne Grüße,
MR
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Beitragvon Homer J. Simpson » Sa 20.06.09 17:52

Ich kaufe immer mal wieder bei österreichischen Anbietern, aber ich sehe das auch so: Ein Standort in Österreich ist Anlaß zu vermehrter Wachsamkeit - rein geographisch ist nun mal Österreich das Tor zum Balkan, da beißt die Maus keinen Faden ab.

Obige Münze z.B. ist natürlich 1000m gegen den Wind falsch. Und wenn ein Verkäufer so was im Angebot hat, gilt natürlich das "Gesetz der schlechten Gesellschaft". Z.B. hatte derselbe Verkäufer heute diese Münze im Angebot:

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?Vie ... 0384494179

Denar des Pertinax aus Alexandria, seltener Typ (die meisten Alexandria-Denare des Pertinax sind vom Typ OPI DIVIN), im Prinzip nichts Verdächtiges. Und all die vielen im US-Forum gelisteten falschen Pertinaces ahmen Münzen der Münzstätte Rom nach. Aber wer aus Österreich mit null Bewertungen so eine Münze verkauft, und daneben DIESEN Otho, dem kann ich halt doch nicht vertrauen. Daher habe ich auch schweren Herzens von dem Pertinax meine Finger gelassen. So haben sich auch mehr Leute entschieden, sonst wäre er für mehr als 116 Euro weggegangen.

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