Fälschungsgalerie

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

Moderatoren: chinamul, Homer J. Simpson

Beitragvon Theo » Do 25.02.10 00:32

nephrurus hat geschrieben:
Homer J. Simpson hat geschrieben:Nö, dann wird die Rubrik "Münzen Altertum" zugemacht.

Homer


kann ich mir nicht vorstellen- dazu werden dort zu viele Umsätze gemacht.


richtig!! umd wie es schon Marx gesagt hat : Sein bestimmt Bewustsein.
Es belibt leider so wie es ist. Die Kapitalisten, und das was Unsatz macht regieren die Welt. Und es gibt keine Befreiung vom diesen Übel.
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Beitragvon beachcomber » Do 25.02.10 00:42

Und es gibt keine Befreiung vom diesen Übel.

aber nur weil du nicht genug dagegen kämpfst! :wink:
grüsse
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Beitragvon mias » Do 25.02.10 01:30

Hallo zusammen,

Also, ich muss hier doch fuer Ebay Stellung beziehen. Dort gibt es Haendler bei denen man zu 100% sicher sein kann, dass die Ware i.O. ist - zum Beispiel ein Hamburger Haendler namens Sirmium.

Das kann man z.B. bei manchen ma-shops Besitzer nicht. Hier mal ein Beispiel, fuer ein Steuck, von dem ich bezweifele, dass es im Kern antik ist:
http://www.muenzauktion.com/cheilan/item.php5?id=90&lang=en

Auch beim "selig gesprochenen" VCoins fallen mir immer wieder Stuecke auf, die einfach zweifelhaft sind.
http://www.vcoins.com/ancient/holyland/store/viewItem.asp?idProduct=2835

Und vergleicht man die Preise mit EBaypfusch, dann ist letzterer noch ein vergleichsweise harmloses Aergernis.

Also beim Muenzenkauf - egal wo - immer Augen auf und im Zweifel lieber nicht.

Gruss,

Mias
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Beitragvon nephrurus » Do 25.02.10 10:57

mias hat geschrieben:Hallo zusammen,

Also, ich muss hier doch fuer Ebay Stellung beziehen. Dort gibt es Haendler bei denen man zu 100% sicher sein kann, dass die Ware i.O. ist - zum Beispiel ein Hamburger Haendler namens Sirmium.

Das kann man z.B. bei manchen ma-shops Besitzer nicht. Hier mal ein Beispiel, fuer ein Steuck, von dem ich bezweifele, dass es im Kern antik ist:
http://www.muenzauktion.com/cheilan/item.php5?id=90&lang=en

Auch beim "selig gesprochenen" VCoins fallen mir immer wieder Stuecke auf, die einfach zweifelhaft sind.
http://www.vcoins.com/ancient/holyland/store/viewItem.asp?idProduct=2835

Und vergleicht man die Preise mit EBaypfusch, dann ist letzterer noch ein vergleichsweise harmloses Aergernis.

Also beim Muenzenkauf - egal wo - immer Augen auf und im Zweifel lieber nicht.

Gruss,

Mias


der von Dir zitierte vcoins Händler hat mehrere solcher Münzen im Sortiment. Mich wundert es nur, dass er gerade solche hochpreisigen Münzen oft sehr schnell verkauft- da entstehen schnell Zweifel.
Vielleicht will er durch fingierte Verkäufe seine manipulierten Stücke nur interessant machen um sie später erneut anzubieten?
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Beitragvon areich » Do 25.02.10 10:59

Du vergleichst ja hier mit dem größten Verbrecher auf Vcoins.
Aber das stimmt schon, der Standard auf Vcoins ist nicht hoch und der 'code of ethics' ist eine leere Worthülse.
Hier wie da gibt es gute und schlechte Händler und mit einem sorgfältigen Blick auf Angebot, Bewertungen etc. kann man das recht gut einschätzen.

Daß Holyland de- und dann repatinierte, geschnitzte und wahrscheinlich auch Münzen mit aufgeklebter Sandpatina verkauft sollte sich doch inzwischen rumgesprochen haben. Achte mal auf die vielen Bronzen mit grausilberner, teilweise bläulicher Oberfläche, die sind alle von ihm im Chemiebad 'gereinigt'.
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Beitragvon mias » Do 25.02.10 12:40

Der Kauf von Muenzen ist immer eine Vertrauenssache. Das Vertrauen kann durch
- die Muenze selber (manche Muenzen haben so einen echten Look, die wuerde ich selbst einem Oberhalunken abkaufen),
- durch den Haendler (z.B. Ebay-Sirmium) oder aber
- durch die Platform hervorgerufen.

Und ma-shops und vcoins haben genau aus letzterem Grund ihre Daseinsberechtigung und sollten sich deswegen von Ebay deutlich absetzen. Da wird der Ruf durch solch "Schmuddelware" schnell in Mitleidenschaft gezogen. Aufgrunddessen ist es mir unverstaendlich, wie dieser Holyland noch bei VCoins geduldet wird.

Wie gesagt, es geht hier um viel Geld um sehr, sehr viel Geld sogar.
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Beitragvon areich » Fr 26.02.10 19:21

Aber würdest Du wirklich eine echte Münze von einem Fälschungsverkäufer kaufen?
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Beitragvon Numis-Student » Fr 26.02.10 19:43

Also ich kaufe auch hin und wieder echte Münzen, die ich aus Wühlkisten mit 2/3 Fälschungen herauspicke.
Schöne Grüße,
MR

Letztens habe ich einen netten subäraten Denar aus so einer Kiste gewühlt. Die Beute ins Potemonnaie und dann noch eben auf dem Gemüsemarkt einkaufen... zuhause war sie dann weg :mad:
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Beitragvon mias » Sa 27.02.10 04:17

areich hat geschrieben:Aber würdest Du wirklich eine echte Münze von einem Fälschungsverkäufer kaufen?


Hallo Areich

Vorab mal eine Gegenfrage: Gibt es denn wirklich "Fälschungsverkäufer", die bewusst und in boeser Absicht ausschliesslich nur Fakes verkaufen? Ich denke mal, Du meinst solche Art von Verkaeufer, die so ab und zu mal sich schon durch "grobe Fahrlaessigkeit" ein Ding erlauben.

Also formulieren wir die Frage mal so: Wuerdest Du wirklich eine echte Münze von einem "inkompetenten Verkäufer" kaufen?

Wenn ich mir 100% sicher bin: Warum nicht? Es gibt einfach Teile, da gibt es keinen Zweifel. Ich denke mal viele Sammler denken so. Deswegen sind antike Muenzen auch umso mehr Wert, je "echter" sie aussehen, und genau aus diesem Grund mindern kleinere, dezente Fehler den Wert einer Muenze kaum.

Genauso wuerde ich mir aber auch bei einem renommierten Auktionshaus eine Muenze nicht kaufen, bei der ich bedenken habe. In erster Linie sollte doch die Muenze selber das noetige Vertrauen und Sicherheit ausstrahlen.

Uebrigens ist man auch bei Sixbid nicht vor "Inkompetenz" sicher.

Gruss,

Mias
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Beitragvon klausklage » Sa 27.02.10 13:13

Wenn ich eine Münze unbedingt haben will, kann ich meinen moralischen Standard erstaunlich weit absenken :evil:
Olaf
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Beitragvon Homer J. Simpson » Sa 27.02.10 13:52

mias hat geschrieben:
areich hat geschrieben:Aber würdest Du wirklich eine echte Münze von einem Fälschungsverkäufer kaufen?


Hallo Areich

Vorab mal eine Gegenfrage: Gibt es denn wirklich "Fälschungsverkäufer", die bewusst und in boeser Absicht ausschliesslich nur Fakes verkaufen? Ich denke mal, Du meinst solche Art von Verkaeufer, die so ab und zu mal sich schon durch "grobe Fahrlaessigkeit" ein Ding erlauben.

Also formulieren wir die Frage mal so: Wuerdest Du wirklich eine echte Münze von einem "inkompetenten Verkäufer" kaufen?

Wenn ich mir 100% sicher bin: Warum nicht? Es gibt einfach Teile, da gibt es keinen Zweifel. Ich denke mal viele Sammler denken so. Deswegen sind antike Muenzen auch umso mehr Wert, je "echter" sie aussehen, und genau aus diesem Grund mindern kleinere, dezente Fehler den Wert einer Muenze kaum.

Genauso wuerde ich mir aber auch bei einem renommierten Auktionshaus eine Muenze nicht kaufen, bei der ich bedenken habe. In erster Linie sollte doch die Muenze selber das noetige Vertrauen und Sicherheit ausstrahlen.

Uebrigens ist man auch bei Sixbid nicht vor "Inkompetenz" sicher.

Gruss,

Mias


Ja.

Fälschungsverkäufer gibt es. Definitiv.
Sowohl solche, die NUR Fälschungen verkaufen (laß Dir bei Ebay mal die Angebote von mangizite-2008 anzeigen), als auch solche (und das sind die Gefährlichen!), die mittel-bis geringwertige echte und mittel- bis hochwertige falsche Münzen gemischt verkaufen. Das hat, wenn man das eine Zeitlang verfolgt, mit Inkompetenz nichts zu tun, das ist Berechnung.
Natürlich gibt es auch inkompetente Verkäufer - der Fall, daß jemand einen Nachlaß mit Münzen auflöst, ist zwar manchmal nur eine Ausrede fürs Verkaufen von Fälschungen, manchmal aber sicher auch Realität, und dann kann durchaus ohne böse Absicht ein solches Echt-Falsch-Mischmasch zustandekommen. Aber wenn ich mir die Angebote eines Verkäufers anzeigen lasse, und die bestehen aus Denaren von Otho, Caligula, Pertinax, Claudius I., Pescennius Niger etc., dann weiß ich, daß hier ein Profi im Fälschungsverkaufen am Werk ist. Wer so etwas wirklich hätte, der hätte auch mindestens 200 Flavier- und Severermünzen, und er würde nicht gerade die teuersten Stücke uf Ebay verhökern.

Viele Grüße,

Homer
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Beitragvon nephrurus » Sa 27.02.10 14:01

wenn jemand tatsächlich eine solche Sammlung hinterlässt, dann wissen die Angehörigen i.d.R. auch, dass eine wertvolle Sammlung vorhanden ist. Meist existieren dann auch Aufzeichnungen, Rechnungen, Testament usw.
Ich kann mir daher kaum vorstellen, dass jemand auf die Idee käme, einen Ramsch-Händler mit dem Verkauf zu beauftragen.
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Beitragvon Homer J. Simpson » Sa 27.02.10 14:09

Interessant ist dann natürlich die Frage, ob ich von einem solchen Mischmaschverkäufer kaufen würde, wenn ich von der Echtheit und Preiswürdigkeit einer Münze ausreichend überzeugt wäre. In Einzelfällen würde ich das schon tun (was man auch als Signal an den Verkäufer sehen kann: Siehst du, verkauf' echte Sachen, und schon kommen wir ins Geschäft!); ich würde dann aber evtl. keine Bewertung abgeben, um hier nicht dem Verkäufer beim Verkauf seiner Fälschungen zu helfen.

Homer
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Re: Fälschungsgalerie

Beitragvon nephrurus » Mi 03.03.10 00:06

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Re: Fälschungsgalerie

Beitragvon Homer J. Simpson » Mi 03.03.10 00:33

Seufz.
Mancher lernt's nie, des Fahr'n mit de Schi...

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