Fälschungsgalerie

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

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Re: Fälschungsgalerie

Beitragvon klunch » Mi 08.08.12 16:12

drakenumi1 hat geschrieben:...Nun ja, die Rückseite hat so einige verräterische Details aufzuweisen ...


Meinst Du die Strahlenkrone und die Serifen des "I" auf 13.00 Uhr bzw. die kleinen Striche an den Kanten der Serifen?

gruß
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Re: Fälschungsgalerie

Beitragvon quisquam » Mi 08.08.12 16:53

Solche Striche an den Kanten, wie auch ich sie zu erkennen glaube (wie gesagt: die Scans sind SEHR überfiltert) hält Ilja Prokopov für Spuren von Kopierwerkzeugen:

http://www.forumancientcoins.com/numisw ... 20Machines

Grüße, Stefan
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Re: Fälschungsgalerie

Beitragvon kc » Mi 08.08.12 17:16

Sorry Männer, ich halte die Münze für echt!

Grüße
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Re: Fälschungsgalerie

Beitragvon klunch » Mi 08.08.12 17:36

Und wie erklärst Du Dir diese kleinen, parallelen und senkrecht zu den Kanten verlaufenden Striche/Vertiefungen? Ohne plausible Erklärung dieses Details würde ich die Münze für gut gefälscht halten.

Prokopov geht auf die modernen Werkzeuge ein, die maschinell den Stempel fräsen bzw. gravieren und diese Spuren sind für mich sehr eindeutig, da sie bei antiken geprägten Stücken definitiv nicht vorhanden sind, bei diesem Stück aber recht gut sichtbar.

Bei geschnittenen Stempeln gibt es weniger eindeutige Spuren, da muß man sich schon mehr auf den Stil konzentrieren und Detailvergleiche anstellen, dazu gab es vor einiger Zeit in der Münzwochen einen lesenswerten Artikel: http://muenzenwoche.de/de/Archiv/8?&id=11&type=a

Gruß
klunch
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Re: Fälschungsgalerie

Beitragvon quisquam » Mi 08.08.12 17:53

In Zusammenhang mit dem Maximinus hier ist eher der Artikel über Transfer-Dies von Interesse:
http://muenzenwoche.de/de/Archiv/8?&id=16&type=a
Die dort beschriebenen Probleme dürften auch bei Fälschungen von per Kopierwerkzeug hergestellten Stempeln auftreten.

kc hat geschrieben:Sorry Männer, ich halte die Münze für echt!

Grüße
kc


Ich im Prinzip ja auch, wenn Drake diese Stücke nicht explizit als Fälschungen gekauft hätte.

In praktisch allen Sammelgebieten gibt es Fälschungen, die kaum zu erkennen sind. Schon gar nicht nur anhand von Fotos. Warum sollte dies bei antiken Münzen anders sein?

Grüße, Stefan
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Re: Fälschungsgalerie

Beitragvon drakenumi1 » Mi 08.08.12 18:48

quisquam hat geschrieben: In praktisch allen Sammelgebieten gibt es Fälschungen, die kaum zu erkennen sind. Schon gar nicht nur anhand von Fotos. Warum sollte dies bei antiken Münzen anders sein?



Und das ist genau auch meine Meinung:

Auch diese sich entwickelnde Diskussion nimmt ihren immer gleichen Verlauf: Am Ende stehen Aussagen bzw. Echt- oder Unechteinschätzungen, die sich lediglich auf die mehr oder weniger objektiv angefertigten flächenhaften Abbildungen zweier Seiten einer "Medaille" beschränken. Das mag ausreichen, soweit schon diese so eindeutige Merkmale einer Fälschung aufweisen, daß auch die zusätzliche Betrachtung der Ränder oder zB. der Felder im spitz auftreffenden Licht keine notwendigen weiteren Erkenntnisse bringen kann. Eine gut gemachte Pressfälschung erkennt man m.E. auf einer zweidimensionalen Abbildung nicht!
Was ich hier wiederholt zum Ausdruck bringen möchte, ist, eine gewisse Zurückhaltung bei solchen Urteilen walten zu lassen, denn gerade bei unerfahrenen Sammlern werden viele hier agierende Freunde mit ihren überzeugend vorgetragenen Urteilen und Meinungen wie unanfechtbare Götter betrachtet und ihre Aussagen für recht unanfechtbar beurteilt.
Beschränken wir uns besser auf die Diskussion von einzelnen Elementen einer Fälschung, wie man sie auf der bildlichen Wiedergabe einer Münze erkennen kann, und sparen uns ein "Generalurteil", soweit dieses doch dringend eine weitere und allseitige Untersuchung der Münze nötig machen sollte, meint

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Re: Fälschungsgalerie

Beitragvon quisquam » Mi 08.08.12 19:30

Kannst Du eventuell höher aufgelöste Detailscans einstellen und ohne so stark scharfzuzeichnen? Mich interessieren vor allem die eingekreisten Partien.

Grüße, Stefan
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Spuren von modernen Werkzeugen?
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Re: Fälschungsgalerie

Beitragvon drakenumi1 » Mi 08.08.12 23:16

Hallo, Stefan,

unten das Gewünschte. Oder ist 2400 dpi für diesen minimalen Ausschnitt zu viel? Die Klein-Buchstaben (Zeitung) sind 2,5 mm hoch, zum Vergleich der systembedingten Unschärfe mit der der Prägung.

Bin gespannt auf Deine Schlußfolgerungen.

Grüße von

drake
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Re: Fälschungsgalerie

Beitragvon quisquam » Mi 08.08.12 23:30

Hallo drake,

danke für den Scan! Ich hatte ja gehofft vermeintliche Spuren von modernen Werkzeugen, wie von Prokopov beschrieben, zu erkennen. Während ich sie auf den anderen Bildern noch zu sehen glaubte sehe ich hier aber absolut nichts Verdächtiges.

Meine Schlussfolgerung ist, dass ich Stücke wie dieses wohl niemals als Fälschung erkennen würde.

Grüße, Stefan
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Re: Fälschungsgalerie

Beitragvon drakenumi1 » Mi 08.08.12 23:38

quisquam hat geschrieben: Meine Schlussfolgerung ist, dass ich dieses Stück wohl niemals als Fälschung erkennen würde.



Könntest Du desen feinen, mattseidigen Glanz in den Feldern sehen, würdest Du auch auf eine Pressfälschung tippen. Und der lange und fast gleichmäßig breite Riss ist eigentlich auch nicht charakteristisch für eine Heißprägung. Letzteres Verfahren bringt meist zum Ende zu immer schmaler werdende Risse zustande, da das Material beim Prägen fließt, beim Kaltpressen jedoch nicht. Denkt

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Re: Fälschungsgalerie

Beitragvon beachcomber » Mi 08.08.12 23:45

hab' ich bestimmt schon mal dazu gesagt, aber auch ich glaube nicht an eine pressfälschung, das ding ist für mich echt! :)
grüsse
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Re: Fälschungsgalerie

Beitragvon quisquam » Do 09.08.12 00:09

Die mattseidige Oberfläche ohne jeden Prägeglanz kann man schon erahnen. Der Rand sieht mir auf dem Bild aber genau so aus, wie ich es von einer Hammerprägung erwarten würde, und den dünnen Riss durch die halbe Münze hätte ich jetzt auch nicht unbedingt als Alarmzeichen gesehen. Mir fällt es ebenfalls schwer an eine Fälschung zu glauben, wären da nicht die Kaufumstände.

Grüße, Stefan
Zuletzt geändert von quisquam am Do 09.08.12 00:13, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Fälschungsgalerie

Beitragvon kc » Do 09.08.12 00:13

die münze ist gar nicht matt, sie hat bloß eine feine patina...wo hast du die münze denn gekauft, drakenumi?
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Re: Fälschungsgalerie

Beitragvon quisquam » Do 09.08.12 00:25

drakenumi1 hat geschrieben:für 5 Euro und einige weitere andere Typen gleich"guter" Qualität ebenso, geschehen in Berlin anlässlich einer Münzbörse vor etwa 10 Jahren. Händler sehr seriösen Auftretens, Sprache: Deutsch mit schwerem balkanischen Akzent, na ja, weitere Schlüsse meinerseits auf den Erzeuger sind allerdings spekulativ. (...) Diese Fälschungen lagen mit noch weiteren anderen Typen (auch Fälschungen) gut als solche gekennzeichnet (!) auf seinem Verkaufstisch.

viewtopic.php?f=6&t=11495&p=369660#p369660
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Re: Fälschungsgalerie

Beitragvon kc » Do 09.08.12 10:44

danke für den link, quisquam. vielleicht hatte der händler ja recht, aber man kann auch vom gegenteil ausgehen!
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