--- "Der Schaukasten" ---

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

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Beitragvon andi89 » Do 29.03.07 20:18

Hallo!

Möchte euch eine meiner Neuerwerbungen vorstellen, es handelt sich zwar nicht direkt um ein Schaustück in Sinne von schön aussehen, ich finde die Münze trotzdem recht interessant.

Denar des Septimius Severus (subaerat) aus Emesa
AV: IMP CAE L SEP SEV PERT AVG COS II, Kopf des Septimius Severus mit Lorbeerkranz n. r.;
RV: MONET AVG, Moneta, in der Rechten Waagschalen, in der Linken ein Füllhorn haltend, n. l. stehend;
Durchmesser: 16,5 mm Gewicht: 3,32 g

Besonders interessant ist, neben den Prüfhieben auf der Vorderseite, dass auf der Rückseite, wo das Silber noch da ist, eine goldene Schicht darauf zu sehen ist. Ich gebe zu, auf den Photos sieht man es nicht ganz so gut, aber in natura ist es gut zu sehen. Im Netz konnte ich die entsprechende Rückseite nicht für Aurei finden. Kann mir vielleicht jemand sagen, ob es die gab, und diese Münze damit eventuell einen Aureus imitiert?
Oder hat jemand schon mal ähnliches gesehen und hat eine andere Erklärung dafür?


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Beitragvon andi89 » Mi 04.04.07 14:21

Hallo!

Tso, jetzt kommt hier mal wieder was für die Augen. Meine gerade heute eingetroffene Neuerwerbung:

Follis des Diocletianus (284 - 305)
AV: IMP C DIOCLETIANVS PF AVG, Kopf des Kaisers mit Lorbeerkranz n. r.
RV: SACRA MON VRB AVGG ET CAESS NN, Moneta, in der Rechten Waagschalen, in der Linken ein Füllhorn haltend, n. l. stehend, P und Blitzbündel in Abschnitt;
gepr.: in Rom
Gewicht: 11,04 g Durchmesser: 26,5 - 28 mm

Jetzt fehlt mir nur noch ein Literaturzitat, da hab ich nämlich noch keines gefunden, wäre nett wenn mit jemand helfen könnte.

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Beitragvon Peter43 » Mi 04.04.07 17:06

RIC VI, Roma 100a; geprägt c.300/1;nicht häufig (scarce). Hübsche Rückseite!

Mit freundlichem Gruß
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Beitragvon andi89 » Mi 04.04.07 19:43

Hallo!

@peter43: Vielen Dank fürs Nachschauen.

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Beitragvon Chippi » Do 05.04.07 21:44

Hier möchte ich euch mal wieder einen neuerworbenen Römer zeigen.

Wieder ein Provinzialrömer. Keine Panik, es ist keine Bronzepest auf der Münze.

AE23, Traian, Askalon/Judaea, Jahr 209 (105/106 n.Chr.)

AV: CEBAC-TOC - belorbeerte Büste n.r.
RV: Tyche (manchmal als Tyche-Astarte beschrieben) frontal auf Schiffsbug stehend, hält Zepter und Aplustrum, rechts Jahr ΘC u. darüber Taube, links ACKAΛ.., daneben Zeichen (???)
14,03g

Hat jemand eine Referenz? Wie muss ich das Jahr lesen?
Wäre für Antworten dankbar.

Die Erhaltung ist nicht die beste, reicht aber trotzdem für eine komplette Bestimmung voll aus.

Gruß Chippi
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c-Nero-Askalon-J-.JPG
Zuletzt geändert von Chippi am Fr 06.04.07 14:16, insgesamt 2-mal geändert.
Wurzel hat geschrieben:@ Chippi: Wirklich gute Arbeit! Hiermit wirst du zum Byzantiner ehrenhalber ernannt! ;-)

Münz-Goofy hat geschrieben: Hallo Chippi, wenn du... kannst, wirst Du zusätzlich zum "Ottomanen ehrenhalber" ernannt.
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Beitragvon Peter43 » Fr 06.04.07 01:05

Hallo Chippi!

Bist Du Dir sicher, daß es wirklich Nero ist? Die Jahreszahl Theta Sigma ist 209 der Ära von Askalon und das ist 85 n.Chr. Und dann wäre es Domitian!

Mit freundlichem Gruß
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Beitragvon Chippi » Fr 06.04.07 11:30

Hallo Peter,

Domitian wird dann stimmen, ich hab die Münze so betitelt ersteigert. Hat jemand noch eine Referenz dazu?
Edit: Deine Angabe verwirrt mich jetzt doch etwas. Von Domitian besitze ich bereits eine Münze aus Askalon, Jahr 189 = 85/86 n.Chr. Das Jahr 209 wäre dann 105/106 n.Chr. und die Münze damit von Traian. Von Traian hab ich auch bereits eine aus Askalon und Traian ist das oben bestimmt nicht.

Gruß Chippi
Wurzel hat geschrieben:@ Chippi: Wirklich gute Arbeit! Hiermit wirst du zum Byzantiner ehrenhalber ernannt! ;-)

Münz-Goofy hat geschrieben: Hallo Chippi, wenn du... kannst, wirst Du zusätzlich zum "Ottomanen ehrenhalber" ernannt.
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Beitragvon antoninus1 » Fr 06.04.07 12:04

Hallo,

im SNG American Numismatic Society Band 6 ist der Beginn der Ära von Askalon mit 103 v. Chr. angegeben.
209 müsste dann 105/106 n. Chr. entsprechen, womit es sich um Traian handelt.
Im SNG gibt es z.B. die Nr. 708 mit Jahr 217, die 710 mit Jahr 220 und die 712 mit Jahr 221.
Ein Jahr 209 habe die nicht.
Gruß,
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Beitragvon antoninus1 » Fr 06.04.07 12:13

Ich habe erst nach Absenden meiner Nachricht die von Chippi gesehen.
Ich denke, nach dem Portrait kann man nicht gehen; die scheinen in Askalon von keiner guten Qualität zu sein.
Das Relevante ist das angegebene Jahr.
Gruß,
antoninus1
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Beitragvon chinamul » Fr 06.04.07 13:28

Mit dieser Münze aus Ascalon hoffe ich, ein wenig zur Klärung der anstehenden Fragen beitragen zu können. Anders als die sonstigen Münzen aus Ascalon zeigt dieses Stück eindeutig ein Porträt des Trajan.
(1994 für 20 DM gekauft)

TRAJANUS 98 – 117
AE 22 Ascalon in Judaea 113/114
Av.: CEBACTOC - Belorbeerter Kopf rechts
Rv.: ACKAΛΩ - Die Stadtgöttin nach links auf Schiffsbug stehend mit Standarte in der Rechten und Aphlaston in der Linken; links von ihr Altar, rechts Taube
Unten rechts im Feld: ZIC = Jahr 217 der Ära von Ascalon = 113/114
BMC vgl. 153 (10,86 g)

Gruß

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Beitragvon Chippi » Fr 06.04.07 13:33

Hier meine von Traian (etwa mittig):
http://www.numismatikforum.de/ftopic11928-1035.html
Ebenfalls mit dem typischen Portrait.

Gruß Chippi
Wurzel hat geschrieben:@ Chippi: Wirklich gute Arbeit! Hiermit wirst du zum Byzantiner ehrenhalber ernannt! ;-)

Münz-Goofy hat geschrieben: Hallo Chippi, wenn du... kannst, wirst Du zusätzlich zum "Ottomanen ehrenhalber" ernannt.
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Beitragvon Peter43 » Fr 06.04.07 13:37

Ich schließe mich Antoninus an. 209 entspricht 105/106 n.Chr. Ich bin mit der christlichen Zählung etwas durcheinandergekommen! Das Rückseitenmotiv war in Askalon sehr beliebt und gab es deshalb für viele Kaiser.

Mit freundlichem Gruß
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Beitragvon Chippi » Fr 06.04.07 14:23

So, hab sie jetzt unter Traian gelistet. Aus dem Jahr habe ich nur eine mit Phanebal gefunden. Ist das Avers mit meiner stempelgleich?
Erstaunlich, die relativ frühen Prägungen haben mit Traian nicht viel gemein, die Späteren sind da schon exakter.
http://www.wildwinds.com/coins/greece/j ... lon/i.html

Falls jemand noch eine Referenz findet, wäre ich ihn dankbar.

Gruß Chippi
Wurzel hat geschrieben:@ Chippi: Wirklich gute Arbeit! Hiermit wirst du zum Byzantiner ehrenhalber ernannt! ;-)

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Beitragvon antoninus1 » Fr 06.04.07 14:33

Stempelgleich können sie nicht sein, da die Stücke mit Phanebal wohl ein kleineres Nominal darstellen als die mit Astarte.
Gruß,
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Beitragvon chinamul » Sa 07.04.07 16:41

Heute bei mir eingetroffen:

Diesen Sesterz habe ich bei eBay Belgien erstanden zum Gesamtpreis von 22,50 Euro. Offenbar haben sich andere Interessenten von dem Ausbruch auf der Vorderseite vom Bieten abschrecken lassen. Dabei liefert gerade dieser Schrötlingsfehler wieder einmal einen interessanten Aufschluß über die Herstellung von Schrötlingen, die wir hier im Forum ja bereits ausführlich diskutiert haben. Diese wie die ganze Münze schön patinierte Bruchfläche ist beim Abbrechen des Schrötlings von einem Zain entstanden. In meiner Sammlung liegen etliche solche Sesterzen aus dem dritten Jahrhundert, die für mich alle ausgesprochen reizvoll sind.
PHILIPPUS I ARABS 244 – 249
Æ Sesterz Rom 244 - 249
Av.: IMP M IVL PHILIPPVS AVG - Geharnischte, drapierte und belorbeerte Büste rechts
Rv.: SALVS AVG S C - Salus nach rechts stehend; aus Patera in der Linken Schlange fütternd, die sie im rechten Arm hält
RIC 186; C. 211 (19,76 g)

Gruß

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