--- "Der Schaukasten" ---

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

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Beitragvon Homer J. Simpson » Do 08.11.07 23:37

In Abwandlung des bekannten Spruches: nicht selten, aber schön! Und in der Erhaltung kann man nie genug Münzen haben!!

Homer
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Beitragvon El Che » Sa 10.11.07 18:03

Ich finde es begrüßenswert, daß Ihr sammelwürdige Münzen mit einer sichtbaren und damit die Phantasie anregenden "Biographie" vorstellt, die Ihr dazu noch ausgesprochen preiswert erstanden habt. Das sollte doch all denen zu denken geben, die ihr Glück bislang in "garantiert undurchsuchten" Lots zu finden hoffen.

In diesem Sinne will ich mal noch eine weitere Neuerwerbung vorstellen; ich bekam sie für 13 Euro (all inclusive). Es war einmal eine Münze, die ich mir wohl niemals hätte leisten können und für einen Ästheten ist sie wohl nur noch Schrott. Aus historischer Perspektive finde ich sie immer noch faszinierend.
Sie wurde von der Bronzepest befallen und der Vorbesitzer hat etwas daran herumgeschnitzt und wohl auch die Patina größtenteils abgetragen. Als er nicht mehr weiter wusste, hat er sie in einem sehr bedauerlichen Zustand bei Ebay angeboten. Ich habe versucht, sie - so weit das noch möglich war - für die Nachwelt zu erhalten. Hier das Ergebnis:

Traianus (98-117 n. Chr.)
Sesterz
Rom (98/99 n. Chr.)

22,32 gr./30-33 mm

Av.: IMP CAES NE[RVA TRA]IAN AVG GERM P M
Rv.: TR POT COS II PP, SC im Abschnitt; Pax nach links sitzend mit Zweig in der Rechten und Szepter in linker Armbeuge

RIC 401
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Traian, av.JPG
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Beitragvon Homer J. Simpson » Sa 10.11.07 18:36

Das schaut ja großenteils sehr ordentlich aus; zeig doch mal, wie sie vor Deiner Behandlung aussah!

Viele Grüße,

Homer
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Beitragvon Homer J. Simpson » Sa 10.11.07 19:12

Zum Thema "nicht toll erhaltener" Sesterz hier ein Neuzugang von mir: ein doch noch recht hübsches Porträt der Salonina mit Juno auf der Rückseite. Ich habe ihn für unter 30 Euro gekriegt, da er als Otacilia angeboten war; die Otacilia-Sesterzen sind doch etwas häufiger, und die Porträts können sich verdammt ähnlich sehen. Mit knapp 31 mm maximalem Durchmesser und 20,27 g ist der Sesterz für diese Spätzeit recht groß.

Homer
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Beitragvon El Che » Sa 10.11.07 19:38

Das schaut ja großenteils sehr ordentlich aus; zeig doch mal, wie sie vor Deiner Behandlung aussah!

... werds versuchen, hab aber von dem Av. nur noch das Minibild; eines ist ja leider immer Mini, wenn man die Seite mit de Artikel abspeichert....

Liebe Grüße,
Uli
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Beitragvon Homer J. Simpson » Sa 10.11.07 19:59

Die Radikaltherapie scheint gut gelungen. Ich wünsche langes rezidivfreies Überleben!

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Beitragvon El Che » Sa 10.11.07 21:03

Die Radikaltherapie scheint gut gelungen. Ich wünsche langes rezidivfreies Überleben!

Hallo Homer,

für solche Fälle habe ich mir einmal ein Säckchen Cosmoloid H 80 gekauft (das wohl nun bis an mein Lebensende reichen wird). Es handelt sich um ein farbloses, säurefreies Wachs, das im Korrosionsschutz eingesetzt wird. Man wird die Bronzepest damit wohl nicht los, der Prozess verlangsamt sich aber so stark, dass man - so sagen zumindest alle - (menschen-)lebenslang keine Problem mehr damit hat. Ich habe sie bisher nicht wieder ausbrechen sehen, wenn ich eine Münze damit behandelt habe...

Liebe Grüße,
Uli
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Beitragvon Xanthos » Mi 14.11.07 15:43

Heute mit der Post gekommen:

Septimius Severus As, 210-211 n. Chr., Rom.
Vs.: SEVERVS PIVS AVG BRIT, belorbeerter Kopf nach rechts.
Rs.: VICTORIAE BRITTANNICAE / S C, Victoria nach rechts stehend, mit beiden Händen vexillum haltend; auf beiden Seiten ein Gefangener.
26-27 mm, 11,14 g
RIC IVA Septimius Severus 837a (S)
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Beitragvon Pscipio » Mi 14.11.07 17:01

Die kommt mir doch bekannt vor! ;) Wundervolles Porträt, gratuliere!
Nata vimpi curmi da.
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Beitragvon Xanthos » Mi 14.11.07 17:15

Die kommt mir doch bekannt vor! ;)


Das dachte ich mir schon ;) Das Porträt ist wirklich herrlich...
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Beitragvon udilo » Mi 14.11.07 17:29

Hallo,
hier ein Antoninian von Gordianus.
Kann mir jemand sagen, was ich für so ein Stück verlangen kann?
Ist die Vorderseite mit CAES mehr Wert?

Danke,
Gruß
Udo
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Beitragvon drakenumi1 » Mi 14.11.07 20:28

Hallo, Udo,
Frau Kampmann macht in ihrem Standardwerk keine Unterschiede bei den Umschriftvarianten. Bei Deinem Typ handelt es sich allerdings nicht tatsächlich um eine Münze aus der Cäsarenzeit Gordians. Sonst dürfte dort nicht "AVG" vermerkt sein.
Wegen der großen Häufigkeit dieser Antoniniane und der erheblichen Korrosionsmerkmale schätze ich max. 15,- Euro.

Grüße von

drakenumi1
Man kann, was man will, und wenn man sagt, man kann nicht, dann will man auch nicht.
(Baltzer von Platen/a. Rügen)
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Beitragvon donolli » Do 15.11.07 10:53

IMP CAES M ANT GORDIANVS AVG ist die erste gängige legendenvariante des gordianus III als augustus. später folgten noch IMP CAES GORDIANVS PIVS AVG (das ist die am wenigsten häufige als augustus) und schließlcih IMP GORDIANVS PIVS FEL AVG.
dem von drakenumi1 angegebenen wert kann ich nur zustimmen. maximal 15 euro.

gruß olli
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Beitragvon udilo » Do 15.11.07 12:29

Ich danke für die guten Info´s!
Habe jetzt noch einen Denar von Alexander Severus den ich nicht einordnen kann. Die Rückseite finde ich nur als Sesterz oder dann bei seinem Nachfolger Maximinus.
AV: IMP ALEXANDER PIVS AVG
RV: PAX AUGUSTI
Auch Wildwinds hat mir da nicht weiterhelfen können.

Ich danke euch und kommt bei dem Schnee und Eis nicht ins Rutschen!
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Beitragvon udilo » Do 15.11.07 12:53

Ich habe noch einen Sesterz den ich euch bitte, anzusehen.
Könnt Ihr mir sagen, wie ich den vom Zustand bezeichnen soll? Ich weiß, ist von einem Scanbild schwer aber bitte versuchen, SS?

AV: IMP NERVA CAES AVG P M TR P COSIII PP
RV: FORTUNA AUGUST SC

Ach ja, der Durchmesser ist 27,5 mm, ist es dann evtl. ein AS?

Mein Scanner macht alle Bilder zu hell, die Münze ist dunkelbraun, fast schwarz.

Numismatischer Grünschnabel bedankt sich!
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