--- "Der Schaukasten" ---

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Beitragvon Metellus » So 30.03.08 17:57

Hallo Uli,

danke für die Cohen Nr.

Also, bei der Beschreibung, die mir der Händler dazugegeben hat, steht mit Paludament und Panzer. Das ist doch das Gleiche als drapiert und kürassiert, oder?
Und ich habe mir die Münze auch nochmal im Licht angesehen, man kann erkennen, dass der Kaiser bekleidet ist. Leider kommt das auf dem Foto nicht so ganz raus. Würden bessere Fotos helfen?

Welche Cohen Nr. wäre es dann? Oder ist Trebonianus "drapiert und kürassiert" gar nicht verzeichnet?

Liebe Grüße

Metellus
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Beitragvon Peter43 » So 30.03.08 20:31

Cürassiert auf jeden Fall! Die gelben Striche zeigen die Schulterklappe des Panzers, die grünen gehören zum Paludament. Ich würde deshalb auf drapiert (= mit Paludament) und cürassiert tippen.

Mit freundlichem Gruß
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Beitragvon Metellus » Mo 31.03.08 11:36

Hallo,

nochmal danke Uli und Peter43 für eure Antworten.

Heute habe ich nochmal bei Wildwinds nachgeschaut und noch die Referenz RSC 76 gefunden. Was bedeutet denn RSC?
Außerdem steht bei wildwinds noch eine Angabe zu Sear. Könnte mir die Angabe zu Sear jemand bestätigen?

Bei wildwinds steht:

Sear Roman Coins and their Values [1988 edition] s2788.

Ist diese Zitierweise korrekt?

Entschuldigt bitte meine vielen Fragen, aber ich habe bisher nur mit RIC gearbeitet.

Viele Grüße
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Beitragvon Peter43 » Mo 31.03.08 13:49

RSC = "Roman Silver Coins" von Seaby und Sear. Diese Nummern sind in der Regel identisch mit den Nummern von Cohen.

Mit freundlichem Gruß
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Beitragvon andi89 » Mo 31.03.08 13:50

Hallo!

RSC="Roman Silver Coins" von H. A. Seaby
Leider kann ich dir weder das RSC-Zitat noch die Sear-Nummer bestätigen.

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Beitragvon drakenumi1 » Mo 31.03.08 17:58

Metellus hat geschrieben:
Hier finde ich interessant, dass die Reversdarstellung mit "abgeknicktem" Zepter anscheinend immer wieder zu finden ist. Was meint ihr dazu?


Hallo, Metellus, eigentlich wollte ich zu der Diskussion "Knickzepter" keinen weiteren Beitrag leisten, denn das Forum mag offensichtlich dafür nicht offen sein (siehe Gordianus III. - thread). Nachdem ich in der Zwischenzeit die eigene Sammlung mal durchgesehen habe, auch bei anderen Gottheiten, habe ich noch einige weitere entdeckt, mit ganz interessanten "Zepterkonstruktionen", und einer offensichtlichen Häufung unter Treb. Gallus. Aber nicht nur dort. Das interessanteste und m.E. auch deutlichste Beispiel stelle ich hier mal vor. Seaby sagt dazu "transverse sceptre". Aber ich kann das auf dem Rv. - Bild nicht richtig erkennen, wie das zu verstehen sein soll.....
Auch Dein Treb. Gallus ist eigentlich mehr als deutlich und an einen Schnitzer eines Schnitzers mag ich nicht denken.

Beste Grüße von

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Beitragvon kollboy » Mo 31.03.08 18:24

nun, deine libertas nimmt sich überhaupt die freiheit, ihre glasmacherpfeife hinter dem körper zu halten
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Beitragvon Peter43 » Mo 31.03.08 21:06

'transverse sceptre' heißt einfach, daß das Szepter schräg gehalten wird. Den Ausdruck 'Querszepter' gibt es im Deutschen ja nicht. Die häufigere Art ist das 'vertical sceptre', das senkrecht gehalten wird und meistens auf dem Boden steht. Die dritte mögliche Art, das Szepter zu halten, als 'horizontal sceptre', habe ich noch nie gesehen.

Mit freundlichem Gruß
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Beitragvon drakenumi1 » Mo 31.03.08 21:28

Danke, Peter,
soweit ist mir das schon klar gewesen, daß "transversal" ganz allgemein "schräg" heißt. Aber was auf diesem Rv. als Gebilde aus 3 verschiedenen Linien erscheint, wie wohl jedermann unschwer erkennt, kann ich in keinen Zusammenhang mit einem, und nur einem linearen Gegenstand bringen, nämlich einem schräg verlaufenden Zepter.
Oder etwa doch eine Dreiereinheit aus Zepter, "Köcher" (der teilweise unter dem Gewand verborgen ist) und Halteriemen für den Köcher?

Grüße zum Abend von

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Beitragvon Peter43 » Mo 31.03.08 22:59

Ich habe mal ein paar bunte Striche angebracht. Das, was Du als einen dritten Teil verdächtigst, habe ich gelb gemacht und gehört - wie die grünen Striche - zum Faltenwurf des Kleidungs! Dann bleibt rot gezeichnet nur wieder das 'Knickszepter' übrig, erkennbar an den Verdickungen an beiden Enden.

Mit freundlichem Gruß
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Beitragvon drakenumi1 » Mo 31.03.08 23:12

Der unten gezeigte Antoninian des Philippus II., RIC 236, mit der Opferstellung des Kaisers vor dem entflammten Altar bringt mich betr. des sozusagen demütigen Gestus seines Zepters (nach unten gerichtet, keine achtunggebietende Aufrechthaltung) auf die Idee, es könne bewußt die Unterordung des Kaisers unter die Allmacht der Götter hiermit zum Ausdruck gebracht werden.(?) Anders bei der Darstellung der bezepterten Götter: Sie tragen ihre Zepter aufrecht, symbolisch die Herrschaft über die Menschen darstellend. Falls man das akzeptiert, wäre der Schritt nicht groß zu der Annahme, ein bewußt gebrochen dargestelltes Langzepter solle in seiner aufrecht weisenden Hälfte die Macht der Götter über die Menschen und der abwärts gerichtete Teil wiederum die Unterordnung der Götter unter Jupiter zum Ausdruck bringen.
Eben auch nur eine Annahme, eine Idee vor dem Schlafengehen von

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Beitragvon drakenumi1 » Mo 31.03.08 23:22

@Peter:

Gelb akzeptiert! Es gibt genügend Beweise dafür auch in meiner Sammlg.
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Beitragvon schnecki » Mi 02.04.08 17:00

hier ein neues stück , von LANZ , das seit heute in meinem besitz ist !!!

AV.: IMP C P LIC GALLIENVS AVG
RV.: VOTA ORBIS
Prägestätte.: Antiochia
Durchmesser.: 22 mm
Gewicht.:3,19 gr.

P.S.: ich finde die münze bei wildwins und coinarchives nicht , könntet ihr mir einen link dahin geben .

m.f.g alex
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SI DEVS PRO NOBIS , QVIS CONTRA NOS ?
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Beitragvon drakenumi1 » Mi 02.04.08 18:21

Hallo, schnecki,
du findest den Gallienus unter RIC 459 bzw. C. 1335 auch bei Wildwinds.

Gruß von

drakenumi1
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Beitragvon Peter43 » Mi 02.04.08 18:23

Hübscher Revers!
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