--- "Der Schaukasten" ---

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

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Beitragvon payler » Di 29.07.08 16:55

Xanthos hat geschrieben:Wo steht Dein Postkasten? 8O Tolles Stück.

Deine Bestimmung ist korrekt.


..bei mir zu Hause! ;-)
Danke Xanthos für die Bestätigung.
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Beitragvon beachcomber » Di 29.07.08 19:16

Wo steht Dein Postkasten? Tolles Stück.

die frage habe ich mir auch gerade gestellt :)
grüsse
frank
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Beitragvon cepasaccus » Di 29.07.08 19:52

Bisher dachte ich immer die Mittelloecher helfen beim Zentrieren des Schroetlings, aber da sie bei den drei stempelgleichen Muenzen immer wo anders liegen kann das dafuer nicht der Grund sein. Gibt's eine bessere Erklaerung?

valete
kitty mea felis duodeviginti annos nata requiescat in pace. laeta gaudiumque meum erat. desiderio eius angor.
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Beitragvon pixxer » Di 29.07.08 19:57

@cepasaccus:

Das habe ich mir auch gedacht beim Bearbeiten der Bilder. Alle drei Löcher liegen an einer anderen Stelle.

Grüße
Pixxer
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Beitragvon taurisker » Di 29.07.08 21:10

War kein Postkastenfund, war ein Börsenfund:

Geta Caesar 197-209 Denar Rom 203
Av. drapierte Büste rechts P SEPT GETA CAES PONT
Rv. Felicitas halblinks, hält Cadudeus und Füllhorn FELICITAS PVBLICA
3,34g 19,6mm RIC 9(a) C. 38var BMC220

Super Postkastenfund payler :-) braaaves Postkasterl ;-)

Salü
taurisker
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Beitragvon payler » Di 29.07.08 21:21

Danke, dein Geta ist aber auch nicht zu verachten! :-)
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Beitragvon kc » Di 29.07.08 21:56

@taurisker
Schönes Stück.Geta scheint sich über irgendwas mächtig aufzuregen :wink:

Dieses ist mein zweiter Römer überhaupt.Hat mich damals nur 12 DM gekostet.

AR-Denar
Severus Alexander
Vs. IMP C M AVR SEV ALEXAND AVG
Rs. P M T R P V COS II PP
geprägt 226

leicht bläuliche Tönung

Referenz: RIC IV B, S.75, Nr.55

Grüße
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Beitragvon cepasaccus » Di 29.07.08 22:15

Ich wuerde sagen er schaut gerade verliebt sein Pferd an.
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Beitragvon Peter43 » Di 29.07.08 22:25

Zum Zentrierungsnippel:

Der gelbe Pfeil zeigt auf den Zentrierungsnippel. Der war im Stempel eine kleine Vertiefung, in der die Spitze einer Art Zirkel steckte, der den Kreis für den Perlkreis markierte. Auf der Münze erscheint er natürlich erhaben.

Der grüne Pfeil zeigt auf die Vertiefung, die sich regelmäßig auf Provinzialmünzen zeigt. Diese Vertiefung findet sich nicht immer im Zentrum. Sie soll nach herrschender Meinung zur Positonierung eines Gerätes gedient haben, mit der der Schrötling geglättet wurde. Von diesem Glättungsvorgang gibt es manchmal auch noch konzentrische Spuren, die wir hier im Forum schon mehrmals gezeigt und besprochen haben.

Die gezeigte Münze ist übrigens Markianopolis AMNG I/1 736. Eins meiner Prachtstücke.

Mit freundlichem Gruß
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Beitragvon pixxer » Mi 30.07.08 10:22

Interessante Erklärung!

Ich wußte nämlich nicht, dass der Schrötling vor dem Prägen nochmals geglättet wurde. Und der Zentrierungsnippel ist mir so stark wie bei deinem Stück auch noch nie aufgefallen.
Das würde auch erklären, warum der Nippel in der Mitte der Prägung sitzt und die Vertiefung in der Mitte der Münze selbst. Dass sich diese beiden Punkte nicht zwangsläufig überschneiden müssen sieht man ja schön an deinem leicht dezentrierten Exemplar, welches übrigens ein wahrliches Prachtstück ist!! 8O

LG Pixxer
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Beitragvon cepasaccus » Mi 30.07.08 11:00

Bei Aurei sind mir die Hilfskreise fuer die Schrift aufgefallen.

Und was mir bei dem Wonneproppen auffaellt ist, dass die Loecher nicht gegenueberliegend sind also wohl in zwei Durchgaengen die beiden Seiten geglaettet wurden.

vale
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Beitragvon payler » Mi 30.07.08 18:36

cepasaccus hat geschrieben:Ich wuerde sagen er schaut gerade verliebt sein Pferd an.


..da hat er sicher die Orbi gesehen! ;-)
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Beitragvon nephrurus » Mi 30.07.08 20:26

...feiner Nippel und noch feinere Münze ! Glückwunsch!
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Beitragvon Apocolocyntosis » Do 31.07.08 12:11

Hallo Leutle,
mir heute aus der Hand des Briefträgers direkt in meine bescheidene Sammlung gehupft.
Maximinus Daza Caesar, Nummus, Dm 27 mm, Gewicht 10,36 g.
AV.: GAL VAL MAXIMINVS NOB C, drapierte und belorbeerte Büste nach rechts

RV.: GENIO POPVLI ROMANI, Genio mit Mauerkrone opfert nach links, hält Patera und Füllhorn, im Feld S-F, im Abschnitt P TR
Moccabraune Patina, vz
RIC 208,667b, Cohen 92

Natürlich, eine eher unaufregende Münze, die mich aber durch ihre gestochen scharfen Portraitdarstellungen und ihre nahezu perfekte Patina fasziniert. :D Zudem sie auch noch in Trier geprägt wurde!
Wobei mich zwei Fragen umtreiben:
Wo in aller Welt hat Maximinus die letzten 1700 Jahre verbracht, um noch so gut auszusehen?(Bei schlüssigen Antworten evtl. Geschäftsbeteiligung, da unsere "kulturelle" A,-B,-C,- und D-Prominenz sicherlich heftig daran interessiert wäre :wink: ).Obwohl, 1700 Jahre JBK im Reich der Untoten, ich weiss nicht...

Welchen Anlass gab es für die diversen "Genio Pop Rom"-Ausprägungen der Kaiser Galerius, Maximianus, Diocletianus etc.?

Sonnige Grüße

Apo.
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Maximinus Daza Caesar Genio Trier RV.jpg
Maximinus Daza Caesar AV.jpg
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Beitragvon donolli » Do 31.07.08 13:55

hallo apo,

tolle, detailreiche münze!
...und maximinus daia als caesar ist sicher bei weitem nicht so häufig wie diocletianus, maximianus herculius etc.

der genius des römischen volkes war ja so etwas wie der oberste schutzgeist, der über das wohl des staatsgebildes wachte.
anlass für dieses häufigste rv-motiv der nachreformatorischen tetrarchischen prägungen war sicher die regierungsprogrammatik des diocletians, die versuchte den staat und das kaisertum wieder verstärkt unter den schutz der religion der vorväter zu stellen.

zum thema überduauerung der münze kann ich mir bei einem solchen stück gut vorstellen, dass es nicht direkt in der erde war, sondern etwa durch ein gefäß etc geschützt. aber hierzu wissen sicher andere besser bescheid.

grüße
olli
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