--- "Der Schaukasten" ---

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

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Beitragvon curtislclay » Mi 28.01.09 00:24

Selten als Denar, sehr selten als Antoninian.

Wien besitzt ein Exemplar, das ich im J. 1969 B.A. Seaby für seine Roman Silver Coins mitgeteilt habe, woher seine Nr. 380a ("Vienna").

G.R. Arnold hat zwei Exemplare besessen, woher BMC Addenda, S. 628, Nr. 183A*.

Noch eines habe ich bei Gorny 33, 1986, 450 notiert.

Fehlt in Cohen und RIC.
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Beitragvon kc » Mi 28.01.09 00:28

Als Denar wäre er RIC 287a.
Den Unterschied zwischen Antoninian und Denar erkennt man so nur am Gewicht?
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Beitragvon Homer J. Simpson » Mi 28.01.09 00:30

Curtis, ich freue mich schon auf Deine Neuauflage des RIC Band IV. Da wird so viel Neues dazukommen, daß er wahrscheinlich in fünf statt drei Einzelbände aufgeteilt werden muß!!

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Beitragvon Homer J. Simpson » Mi 28.01.09 00:31

kc hat geschrieben:Als Denar wäre er RIC 287a.
Den Unterschied zwischen Antoninian und Denar erkennt man so nur am Gewicht?


Ganz untrüglich an der Strahlenkrone, kc :wink:.

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Beitragvon kc » Mi 28.01.09 00:35

Oh Gott wie peinlich.Da vergess ich sogar die Grundkenntnisse :oops:
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Beitragvon curtislclay » Mi 28.01.09 08:54

Auf diesem Denar in Wien sieht man klar, dass der reitende Kaiser einen normalen langen Speer schleudert.

Wie ich schon früher sagte, wird auf den meisten Stempeln das Oberteil des Speers bloss von der Legende verdeckt.
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carac_den_xii_horseman.jpg
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Beitragvon kc » Mi 28.01.09 09:13

Tatsächlich,der Speer verschmilzt nur manchmal mit dem "I".
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Beitragvon curtislclay » Mi 28.01.09 10:06

Auf diesem Stempel ist das Datum XII nicht XIII.
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Beitragvon Peter43 » Mi 28.01.09 14:51

Beitrag gelöscht, um die Diskussion nicht zu stören!
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Beitragvon drakenumi1 » Mi 28.01.09 14:53

curtislclay hat geschrieben:Selten als Denar, sehr selten als Antoninian.




Damit hate ich ja nun gar nicht gerechnet! Danke, Curtis, für dieses angenehme Geschenk. Ist schon das zweite Mal in kurzer Zeit. Du müßtest mal meine Sammlung gründlich durchsehen, da kommt vielleicht noch so manches ans Tageslicht :wink: ....
Logisch, daß da bei mir gleich die Frage aufkommt: Für wieviel DM hat das Stück damals bei Gorny den Besitzer gewechselt? Hast Du das notiert? Seaby bewertet es mit 50% Aufschlag gegenüber dem normalen Antoninian mit Blitz als Attribut, also 15.- pounds gesamt.

Besate Grüße von

drakenumi1
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Beitragvon alexander20 » Mi 28.01.09 18:11

Hallo curtisclay,

vielen Dank für Deine Ausführungen. Jetzt bin ich überzeugt. Wieder einmal viel dazugelernt.

Alexander20
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Beitragvon Peter43 » Mi 28.01.09 20:11

Hallo!

Ich möchte euch heute diesen wunderschönen Dionysos vorstellen. Es handelt sich dabei zwar nur um seine Standarddarstellung mit Thyrsos, Kantharos und Panther, aber die Einzelheiten und die Erhaltung heben ihn über das Übliche hinaus. Da macht es auch wenig, daß die li Hälfte leider nur schwach geprägt wurde.

Moesia inferior, Markianopolis, Elagabal & Julia Maesa, 218-222
AE 28, 11.7mm
geprägt unter dem Statthalter Julius Antonius Seleucus
Av.: AVT KM AVR ANTWNEINOC AVG.IOVLIA MAICA AVG.
Die sich gegenüberstehenden Büsten des Elagabal, drapiert und
cürassiert, von hinten gesehen, belorbeert, n.r., und der Julia Maesa,
drapiert und mit Stephane, n.l.
Rv.: VP IOVL ANT CELEUKOV MARKIANOPOLITWN (beide OV and das WN
am Ende ligiert)
Dionysos, nackt, nach li. stehend mit Standbein und Spielbein,
mit Stiefeln, hält Thyrsos in der erhobenen Linken und gießt mit der
Rechten Wein aus Kantharos; li zu seinen Füßen der Panther n.l.
sitzend, die re Tatze erhoben und n.r. zu ihm aufblickend.
im li oberen Feld E (für Pentassarion)
Ref.: AMNG I/1, 952 var. (2 Ex., Löbbecke, Paris; das Ex. in Paris
ebenfalls ohne ligiertes MAR; aber die Ligatur von WN nicht
erwähnt); Varbanov (engl.) 1666; Hristova/Jekov No. 6.28.8.2 var.
selten, SS+, schwache Prägung der li Hälfte

Mit freundlichem Gruß
Dateianhänge
markianopolis_elagabal&maesa_AMNG952var.jpg
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Beitragvon curtislclay » Mi 28.01.09 20:53

Zu drakenumis Antoninian: ja selten, aber nicht besonders wertvoll, weil der Typ geläufig aussieht und nur wenige Sammler sich für seltene Varianten interessieren. Den Gorny-Preis habe ich nicht notiert.
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Beitragvon drakenumi1 » Do 29.01.09 14:29

curtislclay hat geschrieben: selten, aber nicht besonders wertvoll, weil der Typ geläufig aussieht und nur wenige Sammler sich für seltene Varianten interessieren.


Danke, Curtis,
auch dies ist für mich interessant, es fehlen mir zur richtigen Beurteilung ganz einfach die Erfahrungen, die wohl am ehesten der Wissenschaftler und Händler hat.

An alle:
Darf ich Eure Kenntnisse ein weiteres Mal strapazieren? Meine vergangenen Anfragen haben so interessante Sachverhalte mit hoher Seltenheit ergeben, daß ich natürlich nun heiß bin, u.a. auch bei folgendem Denar, den ich mit dieser Vs.- Legende nicht bei C noch RIC finden kann:

Vs. ANTONINVS AVG PIVS P P COS III. Brb. m. Lorb. und Drapierung r.
Rs. ANNONA AVG. Modius m. 4 Ähren und 1 Mohnkapsel.

Auch in diesem Falle schon Dank und Anerkennung dem freundlichen Finder von

drakenumi1
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img23438.jpg
img23439.jpg
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Beitragvon Peter43 » Do 29.01.09 17:24

Hallo drakenumi!

Wäre es nicht besser, Diskussionen über einzelne Münzen in einem eigenen Thread zu eröffnen? Ich dachte bis jetzt, daß dieser Thread zum Vorstellen von hübschen Münzen gedacht ist und nicht für tiefschürfende Debatten!

Etwas irritiert
Jochen
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