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Verfasst: Mi 08.04.09 14:40
von Xanthos
Frank, Dein Nero aber auch :)

Gruss
Simon

Verfasst: Mi 08.04.09 18:16
von curtislclay
Homer J. Simpson hat geschrieben:PS: Curtis weiß sicher, wie der "Major" mit Namen hieß.
Seaby's Coin and Medal Bulletin, 1962, S. 4:

"Third floor: Lieut.-Col. J. Kozolubski--Greek, Roman, Ancient Indian, Moslem Coins....Col. Kozolubski was a collector for forty years and has been a professional numismatist for over ten years."

Seaby's besuchte ich persönlich zum ersten Mal im J. 1964 and habe, soweit ich mich erinnern kann, immer nur mit David Sear und Helen Webster zu tun gehabt. Ich glaube nicht, dass ich Col. Kozolubski je getroffen habe.

Bulletin 1965, S. 2: Col. Kozolubski starb am 14. Nov. 1964 im Alter von 67 Jahren. "A former Colonel of the Polish General Staff, he was born in 1897 at Wiener-Neustadt, near Vienna in Austria....During World War II he came to England and in 1951 he joined the staff of B.A. Seaby Ltd., taking charge of our Ancient Dept."

Naja, Chinamul hätte mit ihm wohl deutsch reden können, da er Pole war und in Österreich geboren!

Verfasst: Mi 08.04.09 18:24
von pixxer
curtislclay hat geschrieben: he was born in 1897 at Wiener-Neustadt, near Vienna in Austria....
Interessant, das ist auch mein Geburtsort. So klein ist die Welt...

Verfasst: Mi 08.04.09 19:00
von chinamul
Vielen Dank für diese Information, Curtis. Es muß damals tatsächlich dieser Gentleman gewesen sein, obwohl ich mich zu erinnern glaube, daß er als Major tituliert wurde. Jedenfalls bin ich ihm heute noch dankbar für ein unvergeßliches Erlebnis, von dem ich auch gerne erzähle, obwohl ich mir bewußt bin, daß gerade dadurch die Erinnerung an Details unscharf werden kann. Aber die damals empfangenen Eindrücke und damit verbundenen Empfindungen sind immer noch ganz frisch.

Gruß

chinamul

Verfasst: Mi 08.04.09 21:14
von richard55-47
beachcomber schrieb:
bei mir gibt's mal wieder eine neue münze, zur abwechslung ein nero Smile
eigentlich wollte ich mich bei nero ja zurückhalten, aber bei dem netten porträt konnte ich mal wieder nicht wiederstehen.
grüsse
frank

Warum Zurückhaltung: Nero ist immer eine Sünde wert. Er mag als Kaiser und auch als Sänger nichts getaugt haben, seine Münzausgaben waren erste Sahne.
Wenn ich mich spezialisieren würde, dann auf Nero.

Verfasst: Mi 08.04.09 21:30
von quisquam
Nero war mit einiger Sicherheit ein ganz passabler Musiker, auch wenn Peter Ustinovs Darstellung in Quo Vadis schwer aus dem Kopf zu bekommen ist.

Verfasst: Mi 08.04.09 22:08
von emieg1
Also immer wenn ich einen Nero (als Münze) sehe, muss ich unweigerlich an Quo Vadis denken - insbesonderen an den irren Blick Sir Peter Ustinovs. Wohl kaum eine andere Rolle wurde so gut verkörpert wie diese... da lodert mehr als Feuer :wink:

Verfasst: Mi 08.04.09 22:15
von beachcomber
Also immer wenn ich einen Nero (als Münze) sehe, muss ich unweigerlich an Quo Vadis denken - insbesonderen an den irren Blick Sir Peter Ustinovs. Wohl kaum eine andere Rolle wurde so gut verkörpert wie diese... da lodert mehr als Feuer
klasseschauspieler und klasse film, hat aber mit der historischen wahrheit wohl nichts zu tun!
grüsse
frank

Verfasst: Mi 08.04.09 22:24
von emieg1
Da hast du natürlich nicht ganz unrecht Frank... Nero war zwar kein Waisenknabe, trotzdem hat er nachweislich nicht absichtlich mit Feuer gespielt. Und der Film ist und bleibt Kult :D

Verfasst: Mi 08.04.09 22:36
von quisquam
Wen der historische Nero als Künstler näher interessiert:
http://www.gnomon.ku-eichstaett.de/LAG/Nero.pdf

Kann ich sehr zur Lektüre empfehlen!

Verfasst: Mi 08.04.09 22:52
von Zwerg
Malitz in Eichstädt hat ganz früh die Möglichkeit des Internets erkannt

Was hab ich als Student im Gnomon bibliographiert ( und in der AE)

Ab 2005 ist man online

http://www.gnomon.ku-eichstaett.de/Gnomon/Gnomon.html

Und die AE auch

http://www.anneeepigraphique.msh-paris.fr/

Grüße
Zwerg

Verfasst: Do 09.04.09 13:01
von chinamul
Heute in der Post aus USA:

PHILIPPUS II 246 - 249
Æ 26 mm Mesembria in Thracia 244 - 247 als Caesar
Av.: MAP IOYΛIOC ΦIΛIΠΠOC - im Abschnitt: KAICAP mit ungewöhnl. Ligatur von A und P
Die barhäuptige Büste des Philippus II nach rechts und die drapierte Büste des Sarapis mit Kalathos nach links einander gegenüber
Rv.: MECAMB – P – IANΩN - Hygieia nach rechts stehend; in der Rechten Schlange, die sie aus Patera in der Linken füttert
10,81 g

Die beiden folgenden Coinarchives-Links zeigen eine stempelgleiche Vorderseite und eine meiner Münze entsprechende Rückseite mit der Hygieia. Stempelgleichheiten kommen bei Mesembria häufig vor, was für einen verhältnismäßig geringen Ausstoß an Münzen dieser Stadt spricht.

http://www.coinarchives.com/a/lotviewer ... 31&Lot=965
http://www.coinarchives.com/a/lotviewer ... 31&Lot=963

Hat möglicherweise jemand ein ganz präzises Literaturzitat?

Gruß

chinamul

Verfasst: Do 09.04.09 13:40
von Peter43
Hallo Chinamul!

Varbanov (engl.) 4291, zitiert Moushmov 4044, SNG Italia Vol. VI Nr.458, Karajotov 453, und einige Auktionen wie Elsen Auction 71 (20.9.2002) Lot 885, Gorny&Mosch Auction 122 (10.3.2007) Lot 1730 und Gorny&Mosch Auction 138 (7.3.2005) Lot 1651.

Mit freundlichem Gruß

Verfasst: Do 09.04.09 15:57
von emieg1
Zur Abwechslung hier mal wieder etwas erfreuliches...

mein erstes Julchen ist mir diese Woche zugelaufen :)

Weder eine seltene Münze noch eine perfekte Erhaltung, aber den Portraitstil finde ich aussergewöhnlich angenehm anzuschauen; die Patina ist klasse, wenn auch etwas unregelmässig, was jedoch "in der Hand" (wie üblich) nicht wirklich auffällt. Daher erspare ich ihr und mir jegliche Nachbehandlung...

RIC 391, ja doch?!

Verfasst: Do 09.04.09 18:26
von drakenumi1
nummis durensis hat geschrieben: den Portraitstil finde ich aussergewöhnlich angenehm anzuschauen
Ja, so empfinde ich das auch. Wenn man bedenkt, daß über 80% des Prägebildes immer mehr oder wenig gleich sind und die Variierung des Portraits in den verbleibenden weniger als 20% erfolgt, dann ist es schon recht erstaunlich, wie viele verschiedene glaubhafte angenehme und auch jederzeit der heutigen Zeit und seinen Schönheitsidealen entsprechende Typen die Stempelschneider bei Julchen verewigt haben. Und wenn es nur eine Variierung der Mundpartie ist .... Nichts von wegen archaisch oder antiquiert meint auch

drakenumi1