--- "Der Schaukasten" ---

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

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Beitragvon quisquam » Fr 03.03.06 12:32

M3 ist ein Antoninian von Gallienus, wie PScipio auch schon geschreiben hat. Rückseite ist vermutlich FORTVNA REDVX, Fortuna mit Ruder auf Globus in der rechten und Füllhorn in linker Hand steht nach links, rechts im Feld S, wäre dann RIC V I 572. Prägestätte ist Siscia. Fortuna Redux war als Gottheit 'zuständig' für eine glückliche Rückkehr des Kaisers von seinen Reisen.

Grüße, Stefan
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Beitragvon Pscipio » Sa 04.03.06 18:05

AE25, Kotiaion, Phrygia, geprägt durch den Archonten Diogenes Dionysiou, Zeit des Gallienus.
Obv: ΔHMOC - KOTIAEΩN, Kopf des jugendlichen Demos mit Tainia nach rechts.
Rev: EΠI ΔIOΓENOYC ΔIONYCIO / Y im rechten Feld, AP / X darüber, KOTIAEΩN im Abschnitt; Zeus nach links thronend, hält Szepter in der Linken und Adler in der ausgestreckten Rechten.
Ø 24 mm, 8.01 g.
BMC 162, 23, SNG von Aulock 3776, SNG München 317.

Neben dem stilistisch sehr schönen Demos-Kopf gefällt mir besonders das Farbenspiel zwischen dem rötlichen Sandbelag und der grünen Patina. Würde auch gut in den Patina-Thread passen.

Gruss, Pscipio
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Bronze des Antoninus Pius aus Berytus

Beitragvon antoninus1 » So 05.03.06 17:04

So, hier ist das gute Stück, dass ich auf der Numismata erwerben konnte.
Mir gefällt die Patina und vorallem, dass die Rückseite komlett vorhanden ist. Da fehlt oft der Kopf.

Av.: IMP CAES T AEL ? HADR ANTONINVS AUG (?)
Rv.: COL IUL AVG FEL BER
Antoninus (oder Stadtgründer) pflügt mit Ochsengesann

Eine Referenz konnte ich mangels Literatur noch nicht finden.
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Beitragvon antoninus1 » So 05.03.06 17:13

Und hier die Rückseite.
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Beitragvon Pscipio » Mo 06.03.06 13:34

Münzen aus Berytus sind oft schlecht erhalten und/oder dezentriert geprägt, da bildet dein Stück eine lobenswerte Ausnahme - tolle Münze!
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Beitragvon chinamul » Mo 06.03.06 14:59

Wirklich ein sehr attraktives Stück. Dagegen fällt mein Nero doch ziemlich ab. Dennoch möchte ich ihn hier einmal vorstellen.

NERO 54 - 68
AE Dupondius Berytus
Av.: IMP NERO CAESAR AVG GERM P P (Lesung unsicher) - Belorbeerter Kopf rechts
Rv.: COL IVL AVG FEL BER - Kolonist nach rechts Ochsengespann treibend
C. 430 var. (15,34 g)

Gruß

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COMITI PORBI AVG

Beitragvon orofino » Mi 08.03.06 12:41

Hallo zusammen,
die Münze ist zwar keine Neuerwerbung, aber bestimmt interessant genug, um sie endlich mal zur Diskussion zu stellen. Es handelt sich hier um eine Variante von RIC 69 mit einem Schreibfehler auf dem Rv: PORBI statt PROBI. Ich habe bis jetzt nur 3 Stück dieser Variante gesehen (inkl. meiner Münze):
http://probvs.info/probvs/
http://www.lotn.org/~calkinsc/coins/aerror/aerror.html

Ich habe die Münze im Februar 2003 für 60 € gekauft und erst beim zweiten Hinschauen den Schreibfehler bemerkt. Ich freue mich immer wieder über diesen Glücksgriff

Hier die Daten:
Probus (276-282), Antonian, Lugdunum
dm: 22mm, Gewicht 3,15 gr, Silbersud

Vs.: IMP C PROBVS PF AVG, Panzerbüste mit Strahlenkrone n. r.
Rs.: Rs.: COMITI PORBI AVG I, stehende Minerva mit Schild, Lanze und Zweig
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Beitragvon chinamul » Mi 08.03.06 13:38

Hallo orofino!

Ganz so selten wie von Dir erhofft scheint diese legasthene Fehlleistung wohl doch nicht zu sein. Auch in meiner Sammlung gibt es ein solches Stück, das beidseitig stempelgleich ist mit dem Exemplar von Lanz. Alle fehlerhaften Rückseiten stammen übrigens von demselben Stempel. So könnte es sich bei PORBI zwar um ein einmaliges Versehen des Stempelschneiders handeln, das aber doch in einer verhältnismäßig großen Zahl geprägt worden ist, was zumindest für die technische Qualität des Stempels sprechen würde.
Mein Stück wiegt 4,39 g und ich habe es 1999 für 45 DM gekauft.

Gruß

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Beitragvon chinamul » Di 14.03.06 17:52

Ein Sesterz des Geta

Reichsrömische Großbronzen des Geta sind nicht sehr häufig, und so habe ich bei dem unten abgebildeten kapitalen Sesterz zugegriffen, obwohl er Stellen mit Bronzepest aufwies. Es ist mir aber gelungen, den Befall zu stoppen, so daß sich seit mehr als drei Jahren keine weiteren Ausblühungen gezeigt haben. Trotzdem steht er aber nach wie vor unter ständiger Beobachtung. Natürlich hat die Bearbeitung auf der Vorderseite etwas Substanz gekostet, aber die Alternative wäre die völlige Zerstörung der Münze gewesen. Die Rückseite versöhnt dafür mit einer schönen Erhaltung und einer detailreich dargestellten Fortuna.

GETA 209 – 212
AE Sesterz Rom 211 als Augustus
Av.: P SEPTIMIVS GETA PIVS AVG BRIT - Belorbeerter Kopf rechts
Rv.: FORT RED TR P III COS II PP S C - Fortuna nach links thronend; in der Rechten am Boden stehendes Steuerruder, in der Linken Füllhorn; unter ihrem Thron ein Rad
RIC 168a; vgl. C. 52 (27,55 g)

Gruß

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Beitragvon Peter43 » Di 14.03.06 20:59

Besonders gefällt mir die Darstellung ihrer Kleidung mit dem detailreich ausgearbeiteten Faltenwurf, der noch Teile ihres Körpers durchscheinen läßt!

MfG
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Gordianus III

Beitragvon payler » Do 23.03.06 17:25

Mein Neuer:

Gordianus III 238-244
Antoninian
241/3. Av.: IMP GORDIANVS PIVS FEL AVG, drapierte und gepanzerte Büste mit Strahlenkrone rechts.
Rv.: VIRTVTI AVGVSTI, Herkules lehnt rechts.
RIC:95, Kampmann 72.57

Noch eine Frage:
Was hat es mit dem Schatten (ist tatsächlich auf der Münze) neben dem Gesicht? Doppelprägung?
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Beitragvon B.A. » Do 23.03.06 18:55

Die Form scheint die des Gesichtes zu sein, nur erscheinen mir Nase und Kinn etwas überpropozioniert. Aber da ich keine andere Erklärung habe, müsste es sich um einen Doppelschlag handeln. Leider finde ich keine anderen Stellen, welche auf einen Doppelschlag hinweisen.
Schau du doch noch mal genau nach payler, du hast das Stück ja in deinen Händen.

Mfg
SCheibe
Demonax wurde kurz vor seinem Tode gefragt:"Wer sorgt für dein Begräbnis?" Seine Antwort:"Mein Gestank!"
B.A.
 
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Beitragvon payler » Do 23.03.06 20:18

Hallo B.A.!

Schau du doch noch mal genau nach payler, du hast das Stück ja in deinen Händen.


...stimmt schon, habe aber für dieses "Phänomen" keine Erklärung??
payler
 
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Beitragvon curtislclay » Do 23.03.06 20:28

Ich sehe überhaupt keinen Schatten neben dem Gesicht und keine Spur eines Doppelschlags. Bitte erkläre genauer, was dir auffällt!
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Beitragvon beachcomber » Do 23.03.06 20:29

hallo payler,
für mich sieht's aus wie reste von stempelglanz. dieser 'schatten ist sehr oft bei antiken denaren zu bemerken, die zwar umgelaufen sind, aber an diesen stellen in der nähe der erhöhungen (wo man so leicht nicht hinkommt) ihren stempelglanz behalten haben.
grüsse
frank
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