Unikum bei GM

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Beitragvon loron » Fr 14.10.05 17:26

Liebe Sammler,

wie bekannt, war ja in Auktion 141 bei GM diese Woche dieser einzigartige Sept. Severus-Aureus zu haben:
http://www.gmcoinart.de/shop/index.php3?AuID=55

Hätte einen Preis von um 20000 erwartet, doch das Ding liegt jetzt noch für 8000. Hat jemand ne Ahnung, warum das Stück nicht so begehrt ist?

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Beitragvon nephrurus » Fr 14.10.05 20:32

...das mit den Preisangaben in diversen Büchern ist immer sehr mit Vorsicht zu geniesen ! Man sollte nicht vergessen , daß die Schätzpreise bei den Auktionen relativ sind - und selbst 8000 € sind ja nun kein wirkliches Schnäppchen . Ich erlebe z.B. bei Münzauktionen in Leipzig regelmäßig , daß Münzen mit 100 € Mindestgebot ausgeschrieben werden , die dann für 700 - 900 € den Besitzer wechseln . Aber relativ häufige und mittelmäßig erhaltene Denare z.B. haben einen Mindestpreis von 80 oder 90 € und werden eher belächelt .
Septimius Severus ist als Kaiser offenbar nicht sonderlich populär - vermutlich ,da er sehr viele Münzen in Umlauf brachte . Aus diesem Grund kann man z.B. Denare von ihm vergleichsweise günstig erstehen - selbst in Supererhaltung . Münzen von z.B. Vespasian , Trajan , Marc Aurel usw. sind sehr viel begehrter und dementsprechend teurer - obwohl es auch irre viel Münzen davon gibt -nur haben diese Herren unter Sammlern offensichtlich einen "besseren Ruf " ? (vielleicht weil sie bekannter sind ?)
Ein Aureus gleicher Qualität hatte u.U. mehr eingebracht als der des Sept.Severus ???
Gruß
Torsten
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Beitragvon loron » Fr 14.10.05 21:13

Wohl wahr - aber dieser Aureus ist völlig unediert. Es ist die einzige Prägung auf bayerischem Boden! Kein vergleichbares Stück!
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Ich komme auch mit geringen Dosen guter Laune durch den Tag.
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Beitragvon Pscipio » Fr 14.10.05 21:25

Je seltener eine Münze, desto unberechenbarer die Preise.

Gruss, Pscipio
Nata vimpi curmi da.
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Beitragvon Herr Sharif » Sa 15.10.05 01:51

loron hat geschrieben:Wohl wahr - aber dieser Aureus ist völlig unediert. Es ist die einzige Prägung auf bayerischem Boden! Kein vergleichbares Stück!


Ich meine in der Beschreibung gelesen zu haben:
... Die Vorderseite ist stempelgleich mit dem Aureus BMC 318 (Calico 2453), der einer noch unbestimmten östlichen Münzstätte zugewiesen wird. ...

Es handelt sich so sehr wahrscheinlich nicht um ein bayrische Prägung. Die Münze ist nur in Bayern gefunden worden.

Gruß, Sharif
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Beitragvon curtislclay » Sa 15.10.05 03:05

Pluspunkte:
Grosse Seltenheit. Östliche Aurei des Septimius im "alten Stil" sind zehnmal seltener als solche im "neuen Stil", und hundertmal seltener als seine Aurei aus Rom.
Der Legions-Rs.Typ, sehr selten auf stadtrömischen Aurei, auf östlichen nur noch LEG XIIII GEM M V, BMC Taf. 15.8, bekannt.
Nennung von dem ersten und dem zweiten Konsulat des Kaisers gleichzeitig in derselben Rs.Legende! Griechisches Rho für R in der Vs. Legende.
Minuspunkte: die Randfehler auf der Rs., vor allem aber die Dezentrierung der Vs., wo ein Teil der Legende und die obersten Locken im Haar des Porträts fehlen.
Für 9000 Euro möchte man schon ein breiteres, kompleteres Stück bekommen, ohne offensichtliche Mängel!
curtislclay
 
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Beitragvon Zwerg » Sa 15.10.05 22:14

Und dann gibt es den berühmten "Truismus"

Eine Münze ist genau so viel wert, wie jemand bereit ist zu bezahlen.

Wenn es für die in Betracht stehende Münze zwei oder mehr solvente Sammler römischer Münzen aus Bayern gäbe - der Aureus wäre längst zu einem höheren Preis verkauft.

Damit geht es an die internationale Sammlergemeinde - und die interessiert Seltenheit nur periphär

Für 9000 Euro möchte man schon ein breiteres, kompleteres Stück bekommen, ohne offensichtliche Mängel!


Numismatik und Geldanlage sind oft zwei verschiedene Paar Schuhe. Viele Sammler, die sehr viel Geld für Ihre Münzen ausgeben, möchten im Falle eines Verkaufes dieses Geld auch einmal wiedersehen.

Dies geht zur Zeit nur über sehr gute Qualität oder sehr viel Wissen.

Grüße
Zwerg
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