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Beitragvon pearl.harbour » Do 20.10.05 19:51

Peter43 hat geschrieben:Und es geht nicht an, daß man einerseits verlangt, aufgrund kleiner, unscharfer Bilder an die Echtheit von Münzen zu glauben, aber dann, wenn man auf den Verdacht von Unechtheit hinweist, sagt, dies sei nicht erlaubt, da die Bilder zu klein und unscharf seien. Das ist unlogisch und verstößt auch gegen den demokratischen Grundsatz der Waffengleichheit bei Auktionen.


Den Satz "...verstösst auch gegen den Demokratischen Grundsatz der Waffengleichheit bei Auktionen" musst du mir erklären, wenn ich einen Artikel bei eBay verkaufe, will ich doch das Beste für mich herausholen, nehmen wir nunmehr an der Verkäufer will eine Fälschung verkaufen, er wird vermutlich zu kleinen Bilder greifen um seine Münze bestmöglich loszuschlagen. Die Frage die sich mir nun stellt iat folgende: Muss man den Bieter warnen, er könnte sich zum Beispiel durch Anmeldung an ein Forum, Besuch von Münzbörsen und in diesem Fall durch Einschaltung des gesunden Menschenverstandes vor dem Schaden bewahren. Ich kann da irgendwie kein Mitleid empfinden!

Gruß pearl.harbour



MfG
Lachst du, lacht die ganze Welt mit dir! Weinst du, weinst du alleine!
pearl.harbour
 
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Beitragvon richard55-47 » Do 20.10.05 22:10

Also, mein lieber pearl.harbour, darf ich gnadenlos die Unerfahrenheit und das Vertrauen anderer ausnutzen und kassieren. So zumindest die Konsequenz deiner Worte.
Der Begriff „Betrug“ ist gesetzlich verankert (§ 263 StGB: Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, daß er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält…) und sicherlich bei kleinen Bildchen noch nicht erfüllt.

Unter ehrlichen Leuten muss man nicht zu linken Tricks greifen. Man handelt ehrlich, nicht nur nach dem Grundsatz: selbst schuld, wenn du reinfällst.

Mein unten stehender Wahlspruch steht dem nicht entgegen, er sieht berechnend aus, fußt aber auf Fairness und steht deiner Denkart total entgegen.
do ut des.
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Beitragvon Zwerg » Do 20.10.05 22:19

Wer auf Ebay Münzen kauft, ist für sich selber verantwortlich - man ist schließlich volljährig.

Ebay ist eine Grauzone, in der erfahrene Sammler oft einen guten Kauf tätigen können - und Amateure gnadenlos abgezockt werden.

Ich habe da kein Mitleid. Entweder habe ich Erfahrung in meinem Sammelgebiet oder wende mich an einen Experten. Das ist zwar teurer, aber im Zweifelsfall gibt es eine (fast) unbegrenzte Rücknahmegarantie.

Vor einiger Zeit suchte ich auf ebay nach einem stabilen neuen Betriebssystem (Windows 2000 - reicht für ein stabiles kleines Netzwerk)
Ich habe letztendlich beim Handel gekauft - von privat wußte ich nie, ob ich nun nur ein Update, nur eine Nummer, oder wasimmer erwarb. Es war ein wenig teurer, aber sauber.

Die gefährlichen Fälschungen laufen nicht bei ebay, die 'Saalauktionen' geben in ihren Ergebnislisten die erkannten Fälschungen an - und das ist weitaus interessanter. Es sind Münzen, die vorher "durchgeschlüpft" sind - trotz des numismatischen Wissens.

Kurzfassung - Ich lese zwar die ebay-Fälschungsthreads in diesem Forum , aber sie fangen an zu langweilen.

Grüße
Zwerg
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Beitragvon OliverH » So 23.10.05 19:50

Guten Abend,

ich möchte gleich zur Sache kommen. Aus diesem Forum wurden oder werden immer noch ahnungslose Käufer bei Ebay privat angeschrieben, und vor Käufen, oder bereits abgeschlossene Kaufverträge gewarnt. Aufgrund von Mutmaßungen oder Willkür.

Hier ein Auszug aus solch einer Email:

Achtung! Alle von nrw_historical angebotenen Münzen sind falsch! Gruss, Lars Rutten

Wohl von einem gewissen P.Scipio verfasst.


Das nur innerhalb von diesem Forum über Fälschungen diskutiert oder gewarnt wird, ist ja wohl hinfällig. Ich behalte mir vor Ebay von diesen indiskreten und unseriösen Anschreiben an Käufer aus diesem Forum Mitteilung zu machen.

Mt freundlichen Grüßen
Oliver
Gruß
Oliver
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Beitragvon richard55-47 » So 23.10.05 20:25

@ OliverH: du brüllst als Tiger und läufst Gefahr, als Bettvorleger zu enden. Bist du etwa ein unseriöser Anbieter? Mit weniger freundlichen Grüßen
Richard
(Das erste Mal, dass ich eine Grußformel benutze)
do ut des.
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Beitragvon antoninus1 » So 23.10.05 20:51

Hallo Oliver,

was ist schlecht daran, ahnungslose Käufer vor Betrügern zu warnen?
Soll man die Betrüger schonen?
Ich würde mich freuen, wenn ich eine Fälschung gekauft hätte und jemand würde mich darauf aufmerksam machen.
Dann lasse ich die Münze von einem Händler anschauen und danach bin ich beruhigt oder sehe zu, dass ich die Fälschung zurückgeben kann.

Natürlich sollte das nicht auf Mutmaßungen alleine beruhen und es darf natürlich nicht willkürlich geschehen, da stimme ich Dir zu.

Ich denke aber, dass Forumsmitglieder sich genau überlegen, ob sie nur diskutieren oder einen Bieter anschreiben.
Leichtfertig macht das sicher keiner.


Übrigens wollte ich noch dem Posting von Richard oben zustimmen.
Ein simpel und fast kindlich klingender Leitsatz lautet: "Was du nicht willst, was man dir tu, das füg´auch keinem anderen zu"
Ist komplementär zu "Do ut des" und drückt das gleiche aus.
Gruß,
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Beitragvon Peter43 » So 23.10.05 23:02

Wir sind doch alles erwachsene Menschen und von Gott mit Vernunft begabt worden. Also, Oliver, wenn Du einer der Käufer bist, die eine Warnung erhalten haben, dann bedanke Dich beim Absender, der sich, ohne Dich zu kennen, um Dich und Deine Geldbörse Sorgen macht. Du kannst diese Warnung ernst nehmen und Dein Angebot noch eimal kritisch prüfen, aber Du kannst sie auch in den Wind schlagen. Das ist doch kein Problem, oder?

Anders ist es natürlich dann, wenn Du der Verkäufer der verdächtigen Münzen bist. Dann ist Dein Ärger berechtigt; denn dann kannst Du natürlich keine kritischen Käufer brauchen. Die würden Dir ja Dein mieses Geschäft verderben.

MfG
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Beitragvon Pscipio » Mo 24.10.05 00:06

Die Warnung stammte von mir, auch wenn ich mich nicht mehr an die betreffende Auktion erinnere. Ich verschicke Warnungen nur dann, wenn a.) ich mir absolut sicher bin, dass es sich um Fälschungen handelt und b.) der Verkäufer in seiner Auktionsbeschreibung nicht darauf hinweist, dass es Fälschungen sind bzw. gar die Echtheit garantiert. Danach unterschreibe ich mit meinem richtigen Namen, denn ich habe es nicht nötig, mich in einer solchen Sache hinter einem anonymen Nickname zu verstecken.

Gruss, Lars Rutten
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Beitragvon Homer J. Simpson » Mo 24.10.05 00:21

Zu Lars' E-mails einige Anmerkungen:

1. Lars ist zwar jung, hat aber schon viel Ahnung.

2. Vielleicht bringt es die Jugend mit sich, daß er noch Ideale hat und daher nicht mit Leck-mich-am-Sonstwo-Mentalität wegguckt, wenn andere in die Falle laufen.

3. Ich habe große Hochachtung davor. Eine ähnliche E-mail (von jemand anders) hat mir schon einmal viel Geld gerettet.

4. Ich wäre an seiner Stells evtl. vorsichtiger gewesen und hätte nur geschrieben: Die Münze, die Sie ersteigert haben, ist eine Fälschung. Was weiß ich denn, ob der Verkäufer nicht morgen echte Münzen einstellt?

So, das wär's. Mach so weiter, Lars.

Homer
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Beitragvon Pscipio » Mo 24.10.05 00:34

Danke für deine Unterstützung und deine freundlichen Worte, Homer!

Homer J. Simpson hat geschrieben:Ich wäre an seiner Stells evtl. vorsichtiger gewesen und hätte nur geschrieben: Die Münze, die Sie ersteigert haben, ist eine Fälschung. Was weiß ich denn, ob der Verkäufer nicht morgen echte Münzen einstellt?

Meine Aussage lautete "Alle von nrw_historical angebotenen Münzen sind falsch", d.h. alle in diesem Moment zum Verkauf stehenden Stücke. Zukünftige Angebote konnte ich logischerweise nicht beurteilen und hatte dies auch nicht vor.
Nata vimpi curmi da.
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Beitragvon Peter43 » Mo 24.10.05 00:51

Lars, Du hast recht! In der Logik sind alle sog. All-Aussagen immer fragwürdig, weil ein einziges Gegenbeispiel die Aussage falsifiziert!

MfG
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Beitragvon antoninus1 » Mo 24.10.05 08:36

Guten Morgen,

ich wollte mir die abgelaufenen Angebote von nrw_historical mal ansehen. Das scheint aber nicht zu möglich zu sein, da er sein Profil auf "Privat" eingestellt hat.
Oder liegen die Auktionen schon zu lange zurück?
Gruß,
antoninus1
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Beitragvon Pscipio » Mo 24.10.05 08:44

Hallo antoninus1

Ich habe es auch versucht, aber es hat nicht geklappt. Danach habe ich nach dem Datum der Warnung gesucht, die ich damals verschickte: 17.9.2005 - liegt also nicht zu lange zurück.

Ich kann mich nun auch erinnern, dass die Auktionen kurz vor dem Ende standen, deshalb verschickte ich damals eine so knappe und eindringliche Warnung an die Höchstbietenden. Normalerweise setze ich mich zuerst mit dem Verkäufer in Kontakt, was nur deswegen schon selbstverständlich ist, als dass ich, wenn die Auktion erst in geraumer Zeit abläuft, keine Lust habe, tagelang alle verschiedenen Höchstbietenden anzuschreiben.

Gruss, Pscipio
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Beitragvon nephrurus » Mo 24.10.05 09:29

...so wie sich OliverH. hier äußert , wird er wohl Anbieter der gefälschten Stücke sein - sein Frust ist dann sicher nachvollziehbar ! Ist es doch gelungen , einem Münzsammler ,der leider noch nicht die Erfahrung hat , Fälschungen zu erkennen , vor einem großen Fehler zu bewahren und ihm in der Folge vielleicht den Spaß am Hobby zu nehmen !
Daher ist eine solche Warnung -sofern es eindeutig Fälschungen sind -
durchaus gerechtfertigt .

@OliverH. : Du solltest Dich mit den ebay-Regeln befassen , dann wird Dir klar , daß hier lediglich ein Verstoß gegen die ebay-Regeln gemeldet wurde.

Gruß
Torsten
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Beitragvon donolli » Mo 24.10.05 10:06

OliverH hat geschrieben:

Das nur innerhalb von diesem Forum über Fälschungen diskutiert oder gewarnt wird, ist ja wohl hinfällig. Ich behalte mir vor Ebay von diesen indiskreten und unseriösen Anschreiben an Käufer aus diesem Forum Mitteilung zu machen.

Mt freundlichen Grüßen
Oliver


lieber OliverH,

bevor sie eine solche äußerung tätigen, sollten sie sich mal mit den ebay- regeln in ihrer gesamtheit vertraut machen. es ist nämlich meines wissens nach nicht zulässig, gefälschte oder nachgeahmte artikel einzustellen, ohne auf diese tatsache hinzuweisen.

ich bin mir sicher, dass Pscipio nur dann einen käufer anschreibt, wenn eine münze zweifelsohne als fälschung erkannt worden ist, nicht aber als solche deklariert worden ist. ein entsprechenden sachverstand hierfür besitzt er zweifelsohne

sie sind natürlich gerne eingeladen, bilder der fraglichen münzen hier einzustellen um ihre argumentation zu bekräftigen...

donolli
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