DOMITIAN, kann die Münze nicht bestimmen! Fälschung?

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

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DOMITIAN, kann die Münze nicht bestimmen! Fälschung?

Beitragvon Lonsdale » Mi 19.10.05 21:26

Hallo Zusammen,
vor meinem 1.Posting möchte ich ein Kompliment loswerden. Es ist beeindruckend mit welchem Sachverstand und Kompetenz die Themen in diesem Forum behandelt werden. Das ist echte Numismatik-Kultur. Danke.

Jetzt zur Sache:

Ich habe den Domitian vor einiger Zeit in EBAY ersteigert. Es ist ein Dupondis
AV: CAES DIVI VESP F DOMITIAN COS VII
RV: ?

Leider kann ich die Münze nicht bestimmen. Ist es womöglich eine Fälschung?

Gruß Lonsdale
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domitian a 76,00.jpg
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Beitragvon chinamul » Mi 19.10.05 21:59

Hallo Lonsdale!

Willkommen bei den "Römern"!

Die Av.-Legende wird im RIC so nicht aufgeführt. Auf der Rückseite müßte es sich um eine Minerva handeln, aber auch diesen Typ kann ich nicht finden. Der blaue, gerippte Stoff der Unterlage weist auf einen Anbieter hin, der fast ausschließlich bearbeitete, also nachgeschnitzte Münzen verkauft. Wer weiß, was der Schnitzer da mit der ursprünglichen Münze gemacht hat. Außerdem scheint sie ein As zu sein.

Gruß

chinamul
Nil tam difficile est, quin quaerendo investigari possit
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Beitragvon curtislclay » Mi 19.10.05 22:20

Paris Taf. LXXXV, 256, mit Hinweis auf Cohen 443 und RIC 169b (unter Titus). Die Rs. (Minerva links stehend, hält Blitz und Speer, hinter ihr Schild) leicht geglättet in meinen Augen, aber sonst sicher alles intakt und original.
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Beitragvon Lonsdale » Do 20.10.05 11:42

Vielen Dank für die Begrüssung und eure Antworten.

@curtislclay
Bedeutet die Zuordnung im RIC zu Titus dass Domitian zum Zeitpunkt der Prägung noch nicht Kaiser war? Kann man daraus das ca. Jahr der Prägung ableiten?
@chinamul
Das von mir im 1.Posting eingestellte Foto verfälscht erheblich den Orginalzustand der Münze, dafür sind die Details besser erkennbar. Nachstehend habe ich versucht ein amateurhaftes Foto einzustellen das den Orginalzustand der Münze besser entspricht. Zu sehen ist eine durchgängige hell- bis olivgrüne hochglänzende Patina. Ist es möglich an einer Münze zu schnitzen ohne das Patina zu verletzen?

Gruß Lonsdale
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Beitragvon donolli » Do 20.10.05 14:49

@ Lonsdale:

münzen, an denen nachgeschnitzt wurde, werden in der regel nachpatiniert, d.h. mit einer künstlichen patina versehen, die je nach qualität sogar recht echt wirken kann.

auch wurde hier im forum in letzter zeit mal die vermutung geäußert, dass man wohl auch in eine relativ dicke patina "reinschnitzen" kann, ohne dabei auf das blanke metall zu stoßen. dabei handelte es sich übrigens auch um auf blauem stoff (immer vom gleichen ebay anbieter) abgebildete münzen; stücke welche zurecht zu allergrößter vorsicht ermahnen!

dein stück sieht für mich aber relativ unberührt in dieser hinsicht aus, ein fader beigeschmack bleibt aber ob des blauen tuches. woher stammt es denn?

cheers donolli
Zuletzt geändert von donolli am Fr 21.10.05 14:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon curtislclay » Do 20.10.05 16:00

Zum Datum: Domitian COS VII, also nach 1. Januar 80, aber noch Caesar nicht Augustus, also vor dem Tod von Titus und der Thronbesteigung von Domitian am 13. Sept. 81.
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