Aurelianus: echt, falsch oder barbarisiert?

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Aurelianus: echt, falsch oder barbarisiert?

Beitragvon Oettlalb » So 13.11.05 14:16

Werte Sammlergemeinde,
ich möchte Euch enmal folgende Münze vorstellen:

AE Antonianus des Aurelianus, RIC 36
Av: IMP AVRELIANVS AVG
Rv: VIRT MILITVM
Ex: T
d = 23,0 mm
g = 2,7 g

Was mich daran stört, sind folgende Punkte:
- Gewicht
- Darstellung auf der Rückseite ("Strichmännchen")

Ist das Ding eine moderne Fälschung, oder ein barbarischer Beischlag?

LG
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Aurelianus_RIC36.jpg
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Beitragvon beachcomber » So 13.11.05 14:45

hallo oettlalb,
weder barbarisiert, noch modern, für mich vollkomen ok!
grüsse
frank
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Beitragvon nephrurus » So 13.11.05 14:54

...dem Bild nach zu urteilen ist mit der Münze alles ok.
Gruß
Torsten
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Beitragvon Marius » So 13.11.05 14:58

Hallo Oettlalb,

ich kann beachcomber nur zustimmen, stlistisch ist das Stück vollkommen in Ordnung und echt - es hat m.E. eine interessante VIRTUS-Rückseite.

VIRT MILITVM Emperor standing right, holding , facing soldier holding Victory.

Das müsste dann RIC 56 (geprägt in Rom) sein.

Gruß
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Beitragvon Marius » So 13.11.05 15:06

Hallo Oettlalb,

sorry, Korrektur:

IMP AVRELIANVS AVG VIRTVS MILITVM Emperor left, holding globe and spear, receiving victory from soldier standing right, holding spear.

Münzstätte Siscia RIC 242.

Jetzt müsste es passen.

Gruß
Marius
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Beitragvon Pscipio » So 13.11.05 16:09

@Marius: kein Grund dich zu korrigieren, dein erster Tipp war nämlich richtig. RIC 242 kombiniert die Rückseitenlegende VIRTVS MILITVM mit den Prägestättenzeichen S*, Q*, *P oder *Q, während Oettlalbs Stück VIRT MILITVM mit dem Kennzeichen T im Abschnitt verbindet - RIC 56, Rom.

Gruss, Pscipio
Nata vimpi curmi da.
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Beitragvon Oettlalb » So 13.11.05 18:15

Herzlichen Dank an alle Beteiligten!

Mich hat nämlich wirklich die etwas schematische Darstellung und
der dünne Schrötling irritiert.

LG
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Beitragvon curtislclay » Mo 14.11.05 00:02

Genau dieser Typ mit T im Rs.-Abschnitt wurde sowohl in Rom, RIC 56, Göbl 105a3, wie auch in Mailand, RIC 146 korr., Göbl 63c3, geprägt!
Auch der Stil ist ähnlich, nach Göbls Tafeln würde ich mich aber in diesem Fall für Mailand entschliessen.
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