Bitte um Literaturhinweise

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Bitte um Literaturhinweise

Beitragvon Aguirre » Do 17.11.05 16:23

Wo kann man denn etwas nachlesen über die antike Münztechnik (erstens)
und (zweitens) wo etwas, woher die Münzen kommen, die überall im Handel sind? Stammen sie denn ausschließlich aus Hortfunden oder wie haben sie in z.T. hervorragender Erhaltung die zwei Jahrtausende "durchlebt"? Sind sie schon von alters her von Hand zu Hand über die Generationen weg gegangen?

Gruß, Peter
Aguirre
 
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Beitragvon payler » Do 17.11.05 18:22

Hallo Peter!

Hier findest du alles was du an Literatur benötigst:

http://www.numispedia.de/Fachliteratur:Index
payler
 
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Beitragvon Aguirre » Fr 25.11.05 11:45

Ja, danke schön, lieber payler.

Nachdem ich die Literaturliste durchgekämmt habe (sie war mir natürlich bereits vorher bekannt), hab ich dazu festgestellt, daß mir einige Werke, wenn überhaupt, nur in Lesesälen der größeren Bibliotheken zugänglich sind, oder daß ich sie mir antiquarisch für z. T. viel Geld kaufen muß, und zwar als "Katze im Sack", weil mir die Erfahrung fehlt, was denn nun drinstehen könnte.

Deshalb hab ich eigentlich nicht mit solch einer lapidaren Antwort des Moderators gerechnet, sondern gehofft, ich bekomme eine Antwort von jemandem, der mir sagen kann, was wo in etwa drinsteht, und ob es sich um eine seriöse anerkannte Fundstelle handelt. Aber na ja...

Wenigstens ist es mir gelungen, ein sehr schönes Exemplar der beiden Göbl-Bände "Antike Numismatik" zu erwerben, und ich hoffe, daß ich damit keinen Fehler gemacht habe.

Deshalb noch weitere Fragen:
Soll ich, wenn ich den Crawford kaufen will, den noch halbwegs erschwinglichen Nachdruck kaufen, oder soll ich doch lieber die 400-500 EUR zusammenkratzen für eine 1974er Ausgabe?

Ist der Sydenham empfehlenswert und in welcher Auflage? Muss es die Neueste sein?

Bitte nicht falsch verstehen: Ich bin schon dafür, daß man sich selber bemüht, die Quellen zu finden, aber ein Hinweis auf eine fast unkommentierte Literaturaufzählung hilft einem Anfänger nicht weiter, besonders wenn´s um viel Geld geht und das Risiko, sich mit einem nicht ernstzunehmenden Werk zu beschäftigen, für mich als Einsteiger überhaupt nicht abgeschätzt werden kann. Vom Zeitaufwand bis zur Erkenntnis, ob man Irrelevantes gelesen hat, gar nicht zu reden. So viele Jährchen hab ich nicht mehr...

Also, ich versuch´s nochmal...

Gruß, Peter
Aguirre
 
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Beitragvon Pscipio » Fr 25.11.05 12:15

Hallo Peter

Das Problem war wohl die Frage selbst, jedenfalls die zweite, denn es kann ja eigentlich kein Buch geben, das die Frage beantwortet, welche Münzen woher stammen. Schliesslich werden Münzfunde nicht immer gemeldet, schon gar nicht international registriert und selbst wenn, verlieren sich ihre Spuren doch rasch im internationalen Handel (sofern sie nicht im Museum landen). Suchst du hingegen "nur" eine allgemeine Antwort auf diese Frage, würde ich sie am besten einfach im Forum stellen.

Wenn du eine gute allgemeine Einführung zum antiken Geldwesen suchst, empfehle ich dir: Christopher Howgego, Geld in der Antiken Welt, Darmstadt 2000.

Ich habe das Buch gerade nicht hier, da ich es einem Studienkollegen zur Ausleihe gegeben habe, aber es behandelt, wenn mich mein Gedächtnis nicht täuscht, sowohl die Herstellung von Münzen wie auch antike Geldwirtschaft, Münzmotive, allgemeine Münzgeschichte etc. Auch für den fortgeschrittenen Sammler durchaus zu empfehlen, es handelt sich also nicht um ein reines "Einsteigerbuch".

Allgemein existiert sehr viel numismatische Spezialliteratur, welche aber normalerweise jeweils nur ein kleines Gebiet beleuchtet; die Übersichtsliteratur hingegen bietet dir wohl zu wenig exakte Einblicke. Wenn du dir weitere Literaturtipps erhoffst, solltest du vielleicht genauer erklären, wonach du jeweils suchst; ich hoffe, dass du dann mit deiner Anfrage mehr Erfolg haben wirst.

Gruss, Pscipio

PS: Ich bin kein Republiksammler, deshalb kann ich dir die Frage nach dem Crawford nicht beantworten, aber wenn es sich um einen inhaltlich identischen Nachdruck handelt, sehe ich keinen Grund, ihn nicht zu kaufen. Bei der numismatischen Fachliteratur geht es, mir jedenfalls, doch um den Inhalt, nicht um das Sammeln irgendwelcher teuren Originale.
Nata vimpi curmi da.
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Beitragvon Aguirre » Fr 25.11.05 12:41

Klar, ich will keine Büchersammlung aufmachen, mit möglichst teuren Exemplaren drin.
Was ich über den Crawford erfahren habe, ist, daß beim Druck der Tafeln in der Vorstufe ein besonderes Verfahren (Runzelkorn auf Deutsch) angewendet wurde, das die Abbildungsgüte gegenüber einem Punktrasterverfahren verbessert. Aus Kostengründen wird es heute nur noch in Ausnahmefällen angewendet. Es gäbe da also schon einen Grund, aber ob das so entscheidend ist, kann ich eben nicht beurteilen.

Das von Dir empfohlene Buch werd ich mir mal zu Gemüte führen!

Gruß, Peter
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Beitragvon Pscipio » Fr 25.11.05 12:54

In der heutigen Zeit - mit Coinarchives, wildwinds und Konsorten - scheint mir die Qualität der Tafeln nicht so entscheidend zu sein... jedenfalls nicht bei einem solchen Preisunterschied.
Nata vimpi curmi da.
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Beitragvon Limes » Di 29.11.05 17:16

Hallo Peter,

unter http://esty.ancients.info/numis/learnmore.html findet sich eine sehr gute Literaturbesprechung. Es handelt sich um keine bloße Aufzählung, sondern der Autor Esty macht seine Ansichten sehr anschaulich. Zum Crawford und Republik allgemein steht übrigens auch ein bißchen was auf der Seite.

Grüße

Thomas
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Beitragvon Aguirre » Mo 05.12.05 11:28

Vielen Dank, Limes,
der Link ist auch anderweitig (in den vielen Verzweigungen) interessant, soweit ich das "beurteilen" kann.

Gruß, Peter
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