Denar? Julia Domna?

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Denar? Julia Domna?

Beitragvon Chippi » Di 13.12.05 19:31

Hallo,

hier ich mal wieder mit einer Münze der Julia Domna.
Die Münze habe ich am Sonntag auf einem Trödelmarkt erstanden. Habe für das Stück und einem rambonierten Token ( http://www.numismatikforum.de/ftopic12741.html ) zusammen 5 Euro bezahlt. Wegen der korrodierten Stelle rechts neben der Büste und dem grünen Belag, war ich zuerst von einer Bronze ausgegangen, da sie bei den Bronzen lag und das Licht in der Halle nicht sehr hell war. Zudem konnte ich dort nicht die Umschrift entziffern, so dass ich erst zu Hause festgestellt hatte, dass ich mal wieder Julia Domna hatte.
Nach längerem Betrachten, bin ich der Meinung das es sich um einen Denar handelt mit geringen Silbergehalt.

AV: IVLIA AVGVSTA
RV: PIETAS AVGG
RIC 572? BMC 62?
Gewicht: 2,75g

Ist die Bestimmung richtig? Ist das Gewicht im Normbereich? Ist es eine offizielle Münze und keine gefälschte?

Gruß Chippi

PS: Es macht den Anschein, als ob ich es mit Julia Domna Denaren hätte. Es ist aber reiner Zufall, dass ich immer wieder Denare der Julia Domna in die Hände kriege, die mir Fragen aufwerfen.
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Wurzel hat geschrieben:@ Chippi: Wirklich gute Arbeit! Hiermit wirst du zum Byzantiner ehrenhalber ernannt! ;-)

Münz-Goofy hat geschrieben: Hallo Chippi, wenn du... kannst, wirst Du zusätzlich zum "Ottomanen ehrenhalber" ernannt.
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Beitragvon Durmius » Di 13.12.05 20:06

Ich lese PIETAS AVGG, wie schwer ist? mit diese Stempel es gib Denare, Quinare und Aureus, es ist clar den das ist ein Suberat, warscheinmlich von ein Denare
RIC 572

Grüsse

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Beitragvon Chippi » Di 13.12.05 20:15

Hallo Durmius,

danke für deine Antwort. PIETAS AVGG hab ich ja schon oben geschrieben, Gewicht steht auch oben im Text: 2,75g. Subaerat glaube ich nicht, da die Ausbruchstelle von der Farbe her gleich ist und die Korrosion oberflächig ist.
Im Anhang ein echter subaerater Denar.

Gruß Chippi
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Beitragvon Durmius » Di 13.12.05 20:45

Ich verstehe niicht, wen ein Subaerat alles Silver verloren hat is schon kein Subaerat?


Grüsse

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Beitragvon Chippi » Di 13.12.05 20:51

Hallo Durmius,

wenn die Münze oben ein subaerater Denar wäre, müsste sie überall Korrosionslöcher aufweisen oder eine komplette Patina haben mit flauer und unscharfer Ausprägung.
Eine weiterer Subaerater im Anhang.

Gruß Chippi
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Beitragvon pearl.harbour » Di 13.12.05 23:29

Hallo,

ich glaube auch nicht an einen subaeraten Denar. In meinen Augen ist es ein Billon Denar. Eine geringhaltige Silberlegierung. In der Numispedia steht mehr darüber. Das ganze muss nicht einmal eine zeitgenössische Fälschung sein, aufgrund des Stils könnte sie auch offiziel geschlagen worden sein! Bestimmt wurde sie ja schon!

Gruß pearl.harbour
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Beitragvon Pscipio » Mi 14.12.05 00:11

Ich schliesse mich dem an, gewiss nicht subaerat, aber ich halte die Münze trotzdem nicht für offiziell. Zu der Zeit wiesen reguläre Denare immer noch einen bedeutenden Silberanteil auf, richtige Billonmünzen erscheinen erst sehr viel später. Chippi hat also, meiner Meinung nach, eine antike Fälschung erworben.

Gruss, Pscipio
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Beitragvon Chippi » Do 15.12.05 12:25

Hallo Lars und pearl.harbour,

danke für eure Antworten. Mich würden jetzt mal die Meinung der anderen Mitglieder hier interessieren. Ist es eine antike Fälschung in Billon?

Gruß Chippi
Wurzel hat geschrieben:@ Chippi: Wirklich gute Arbeit! Hiermit wirst du zum Byzantiner ehrenhalber ernannt! ;-)

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Beitragvon Durmius » Do 15.12.05 22:12

Wenn Billon ist, Scipio hat recht, sogar die von Emesa haben beser in Qualität als deine
Ich sehe trozden keine Billon, sehe ganz dunkel mit Oxidationen die nicht von Silver sind
Hier Dein Bild nach durh Photoshop vorschau und verarbeitung
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