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Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

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Beitragvon Nikolausi » Mo 19.12.05 22:02

Moin
Den Beitrag hat ich schonmal eingestellt, aber irgendwie ist er wieder verschwunden
Die Universität Freiburg im Breisgau hat ihre Münzsammlung online
gestellt.
Die Sammlung unfasst 12500 Münzen der Römischen Kaiserzeit,
900 byzantinischen Prägungen, 350 Römische Republik, sowie einige Griechen

Die Republik ist erfasst, die Kaiserzeit bis Septimius ...

http://freimore.uni-freiburg.de/muenzen/tmp/rep.html

Vielleicht nehmen sich andere Sammlungen und Münzkabinette
daran mal ein Beispiel !
Grüße
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Römische Republik, Pfaleristik
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Beitragvon Peter43 » Mo 19.12.05 22:16

Au weia, da ist aber Schrott dabei!
Omnes vulnerant, ultima necat.
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Beitragvon Chippi » Mo 19.12.05 22:22

Peter43 hat geschrieben:Au weia, da ist aber Schrott dabei!


Hallo Peter,

der Anfangstext weist auch darauf hin, dass die Sammlung nicht nach Erhaltung, sondern nach Serien angelegt wurde. Deshalb seienauch unansehnliche Stücke dabei.

Gruß Chippi
Wurzel hat geschrieben:@ Chippi: Wirklich gute Arbeit! Hiermit wirst du zum Byzantiner ehrenhalber ernannt! ;-)

Münz-Goofy hat geschrieben: Hallo Chippi, wenn du... kannst, wirst Du zusätzlich zum "Ottomanen ehrenhalber" ernannt.
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Beitragvon Zwerg » Mo 19.12.05 22:31

Aber an so einem Schrott habe ich seinerzeit das "Bestimmen" gelernt. Gipsabgüsse der Fundmünzen aus Krefeld-Gellep - Erhaltung "ge".
Aufgabe: Herrscher identifizieren (hilft heute noch bei Weihnachtsrätseln) - Reste von Buchstaben identifizieren - Index des BMC abklopfen.
Das schult ein Leben lang.
Eine Universitäts - schul - sammlung benötigt keine guten Qualitäten - nur gute Lehrer.
Grüße
Zwerg
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Ein Leben ohne Feste ist ein langer Weg ohne Gasthäuser (Demokrit)
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Beitragvon beachcomber » Mo 19.12.05 22:44

hallo,
der 'schrott' ist ja nicht so schlimm, nur sehen viele münzen leider so aus als hätten sie die bronzepest - und dann wird wohl bald alles schrott sein, denn bronzepest soll ansteckend sein!
ansonsten aber ein lobenswertes unterfangen, es wäre schön wenn andere sammlungen folgen würden.
allerdings ist das sicher ein riesen aufwand, wenn man bedenkt dass grosse sammlungen hunderttausende von münzen besitzen, und wohl trotzdem kein geld ( :lol: ) um solche aktionen zu finanzieren.
grüsse
frank
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Beitragvon Zwerg » Mo 19.12.05 23:11

Mit der Bronzepest habt ihr leider recht - wer sendet die Info?
Grüße
Zwerg
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Beitragvon beachcomber » Mo 19.12.05 23:27

wer sendet die Info?
schon passiert
grüsse
frank
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Beitragvon beachcomber » Mi 21.12.05 18:32

halllo,
hier die antwort der uni freiburg:

Hallo!

Zunächst einmal Danke für den Hinweis auf die Bronzepest. Wir haben das Problem erkannt und werden uns darum kümmern.
Es hat uns auch sehr gefreut, dass unsere Münzdatenbank bei Ihnen einen so positiven Anklang gefunden hat.

Wir wünschen Ihnen ein frohes Fest und einen Guten Rutsch ins neue Jahr!

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Beathalter
(Herr Professor Mittag ist jetzt an der Universität Köln tätig, daher antworte ich auf Ihre Mail).

grüsse
frank
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Beitragvon curtislclay » Mi 21.12.05 21:23

Die Erhaltung der meisten Stücke der Sammlung reicht vollkommen für wissenschaftliche Zwecke, d.h. die Typen und Legenden sind deutlich und es ist leicht, Stempelidentitäten zu erkennen.
Ich bin froh, die Sammlung über die Datenbank jetzt für meine verschiedenen Projekte nützen zu können. Ich hätte sie sonst bestimmt nicht gekannt!
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Beitragvon chinamul » Do 22.12.05 11:15

Daß auch schlecht erhaltene Stücke in solche wissenschaftlich orientierten Sammlungen aufgenommen werden, ist völlig in Ordnung und wird auch von den meisten Universitätssammlungen so praktiziert. Das gilt beispielsweise auch für eines der Standardwerke zu den Münzen Alexandrias, den Katalog der Sammlung der Universität Köln von Geißen /Weiser, aber auch für die von Gisela Förschner publizierte Alexandrinersammlung der Universität Frankfurt.
Die Zielsetzung solcher "Gelehrtensammlungen", wie man sie früher nannte, ist eine ganz andere als beim Privatsammler. Ästhetische Gesichtspunkte spielen bei solchen Sammlungen eine untergeordnete oder überhaupt keine Rolle. Entscheidend ist bei ihnen vielmehr die kompetente Dokumentierung des vorhandenen Materials, so daß die Wissenschaft damit weiterarbeiten kann.
Ich selbst sammle unter beiden Gesichtspunkten: Bei vielen Stücken war es der ästhetische Reiz, der mich zum Kauf veranlaßte, aber in mindestens ebensovielen Fällen habe ich trotz mäßiger oder gar schlechter Erhaltung zugegriffen, wenn ich mir ein seltenes und dazu noch gut erhaltenes Stück entweder nicht leisten konnte oder es überhaupt nicht angeboten wurde.
Bei Sammlungen, die einzig und allein aus Kabinettstücken bestehen, beschleicht mich manchmal das Gefühl, daß sie eher aus Anlagegründen als aus numismatischem Interesse zusammengetragen worden sind.
Andererseits sollte der Begriff der Sammelwürdigkeit vom Privatsammler auch in der Gegenrichtung nicht überdehnt werden. Bei Allerweltsstücken wie den meisten Kleinfolles der Constantinuszeit und des restlichen vierten Jahrhunderts ist man auf Schrottmünzen nun wahrlich nicht angewiesen und kann bei etwas Geduld auch mit einem schmalen Budget ansehnliche Stücke erwerben.

Gruß

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Beitragvon beachcomber » Do 22.12.05 15:40

chinamul hat geschrieben:
Bei Sammlungen, die einzig und allein aus Kabinettstücken bestehen, beschleicht mich manchmal das Gefühl, daß sie eher aus Anlagegründen als aus numismatischem Interesse zusammengetragen worden sind.

hallo chinamul,
ich kenne einige leute deren sammlungen nur aus 'kabinettstücken' bestehen, und nicht einer davon sammelt aus anlagegründen!
ich denke das liegt einfach daran, dass das sammeln antiker münzen schon auch was mit ästhetik zu tun hat, und eine fantastisch erhaltener sesterz mit einer tollen patina sieht einfach besser aus, als ein abgegriffenes stück ohne patina.
natürlich werden solche sammlungen in der quantität reduziert sein, denn die wenigsten (jedenfals die ich so kenne) haben unbegrenzte mittel zur verfügung.
ich weiss von mir selbst, dass es mich immer wieder ärgert, wenn ich eine münze gekauft habe, weil sie vielleicht selten oder günstig war, und sie dann neben anderen in meiner sammlung liegt und irgendwie 'das bild stört'.
also verkaufe ich sie wieder (und oft mit verlust), und warte lieber, bis ich eine schönere finde.
herr kankelfitz schrieb so nett ' aber bitte kaufen sie jetzt nicht alles, nur weil es römisch ist', aber ziemlich genau das habe ich am anfang meines sammerdaseins gemacht, und es hat eine weile gedauert bis ich qualität zu schätzen wusste.
aber ich denke dass dies vielen von uns so gegangen ist, und die besten ratschläge alle nichts nützen, da muss wohl jeder durch!
der vorteil bei diesem weg besteht darin, dass man jede menge über marktpreise lernt, und eine 'lebendige sammlung' besitzt, denn durch ständigen an-und verkauf kommt irgendwie bewegung rein!
grüsse
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Beitragvon chinamul » Do 22.12.05 20:32

Hallo beachcomber!

Natürlich achte ich nach Möglichkeit auch auf Qualität, mache aber genausogut Konzessionen an die Erhaltung, wenn es um ganz Seltenes oder Hochinteressantes geht. Ich habe in über fünfzig Jahren Römersammeltätigkeit die Erfahrung gemacht, daß in früheren Jahren ahnungslos gekaufte weniger gut erhaltene Stücke sich später öfters als numismatische Juwelen herausstellten, wenn auch nicht als kommerzielle. Und auch heute noch fische ich mir aus Wühlkisten so manches unspektakuläre Stück heraus, ohne an Ort und Stelle immer schon genau zu wissen, was ich da eigentlich kaufe. Solche Münzen halten die numismatische Neugier am Leben und sind für mich eine Art willkommenes Kontrastprogramm zu den nahezu perfekten Erhaltungen, die ich selbstverständlich auch noch in der Sammlung liegen habe.

Gruß

chinamul
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