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Beitragvon curtislclay » Fr 28.08.09 00:00

Porträt und Kopfumschrift auf Gornys Doppelsesterz sind doch grundsätzlich authentisch und unbearbeitet, wie ich im US-Forvm anhand von Bildern zu zeigen versucht habe. Die Bilder waren leider zu gross, um sie hier zu zeigen!
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Beitragvon Pscipio » Fr 28.08.09 00:10

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Beitragvon cepasaccus » Fr 28.08.09 00:20

Ist da das Avers stempelidentisch? Mir duenkt so, da z.B. die Strahlen eine identische Positionierung zu den Buchstaben haben. Andererseits unterscheiden sich z. B. die Baender und Falten. So flattert das Maendel an der Spitze doch anders.

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Beitragvon curtislclay » Fr 28.08.09 01:02

cepasaccus hat geschrieben:Ist da das Avers stempelidentisch? Mir duenkt so, da z.B. die Strahlen eine identische Positionierung zu den Buchstaben haben. Andererseits unterscheiden sich z. B. die Baender und Falten. So flattert das Maendel an der Spitze doch anders.


Gerade dort und an ein paar anderen Stellen wurde das Gorny-Stück doch sehr geschickt geändert!

Die Stempelidentität steht meiner Meinung nach ausser Frage. Wie Joaquim Blay gezeigt hat, wurden sämtliche Doppelsesterze des Decius mit drapierter und kürassierter Büste von nur zwei Vs.-Stempeln geprägt.
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Beitragvon quisquam » Fr 28.08.09 05:34

Dann liegt die moderne Wirkung und die Verjüngung des Portraits tatsächlich vor allem an der geglätteten Oberfläche und der künstlichen Nachtönung. Ich dachte schon, dass ich die offensichtlichsten Bearbeitungen nicht erkenne.

Grüße, Stefan
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Beitragvon beachcomber » Fr 28.08.09 10:14

Dann liegt die moderne Wirkung und die Verjüngung des Portraits tatsächlich vor allem an der geglätteten Oberfläche und der künstlichen Nachtönung. Ich dachte schon, dass ich die offensichtlichsten Bearbeitungen nicht erkenne.

schön das curtis das foto eines anderen,av- stempelgleichen exemplares gefunden hat.
denn so kann man schön sehen, das die gorny-münze komplett überarbeitet , und eben nicht nur 'in den feldern geglättet' wurde.
das schlimme daran ist, dass der fundzustand wahrscheinlich ziemlich genau dem erhaltungszustand der vergleichs-münze entsprach, und durch korrekte reinigung und glättung der verkrustungen, zu einem top-stück hätte werden können!
so aber ist es für mich ein modernes produkt, das ich mir niemals in die sammlung legen würde!
grüsse
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Beitragvon cepasaccus » Fr 28.08.09 10:26

Nachdem das nun stempelidentische Averse sind wuerde ich sagen das Teil ist vorzueglich geschnitzt. Die Haare sind neu, die Wangenfalte, die Nase zumindest eine Teilprothese und an den Buchstaben wurde wahrscheinlich auch herumgefummelt (vgl. Serifen).

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Beitragvon quisquam » Fr 28.08.09 10:41

curtis|clay hat geschrieben:Porträt und Kopfumschrift auf Gornys Doppelsesterz sind doch grundsätzlich authentisch und unbearbeitet

beachcomber hat geschrieben:so kann man schön sehen, das die gorny-münze komplett überarbeitet , und eben nicht nur 'in den feldern geglättet' wurde.


Nicht nur die Felder wurden geglättet, sondern der ganze Rest gleich mit. Ansonsten ist schon interessant, wie unterschiedlich die Eingriffe an der Münze aus Sammlersicht und numismatischer Sicht bewertet werden.

Grüße, Stefan
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Beitragvon Xanthos » Fr 28.08.09 11:14

So unterschiedlich sind die Bewertungen im Endeffekt doch gar nicht. Hier nochmals der zweite Beitrag von Curtis:

curtislclay hat geschrieben:
cepasaccus hat geschrieben:Ist da das Avers stempelidentisch? Mir duenkt so, da z.B. die Strahlen eine identische Positionierung zu den Buchstaben haben. Andererseits unterscheiden sich z. B. die Baender und Falten. So flattert das Maendel an der Spitze doch anders.


Gerade dort und an ein paar anderen Stellen wurde das Gorny-Stück doch sehr geschickt geändert!
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Beitragvon beachcomber » Fr 28.08.09 13:41

Nicht nur die Felder wurden geglättet, sondern der ganze Rest gleich mit.

wenn die münze nur geglättet wäre, hätte ich überhaupt kein problem damit!.
dafür habe ich schon selber zuviele münzen gereinigt und verkrustungen geglättet, als dass ich nicht wüsste, das es manchmal nicht anders geht.
denn verkrustungen können millimeterstarke auflagen bilden, die nur unter grossem kraftaufwand entfernt werden können.
dabei kommt man trotzdem (fast) immer an einen punkt, wo man merkt, jetzt beginnt die eigentliche prägung, es ist also schluss mit auflagen, und die operation ist zu beenden.
mit ein bisschen erfahrung geschieht das fast automatisch, weil man im prinzip dem fluss des stempelschneiders folgt.
wenn man dann allerdings anfängt wieder features hineinzuschneiden, die eigentlich schon nicht mehr da sind, dann hört's für mich auf.
und genau das ist bei diesem decius opassiert. zwar top-gemacht, aber eben doch geschnitzt!
grüsse
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Beitragvon mias » Fr 28.08.09 14:37

Hallo Frank,

Ist schon der Hammer mit welcher Kompetenz da Muenzen begutachtet werden :o . Das darf eigentlich einem professionellen Muenzhaendler nicht passieren.

Ich muss allerdings auch gestehen, dass ich erst durch dieses Forum ueberhaupt gelernt habe, Spreu vom Weizen zu trennen.

Gruss,

Mias
Zuletzt geändert von mias am Fr 28.08.09 14:43, insgesamt 4-mal geändert.
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Beitragvon mias » Fr 28.08.09 14:40

Hallo Frank,

Vor allem Dir ein Dankeschoen Frank :D ! Durch Dich habe ich wirklich viel gelernt.

Gruss,

Mias
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Beitragvon areich » Fr 28.08.09 14:44

Was heißt passieren, ich denke die wissen das ganz genau.
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Beitragvon mias » Fr 28.08.09 14:48

Hallo Areich,

Ich glaube das noch nicht mal. Da mangelt es einfach an fachlicher Kompetenz. :mad: Wenn dann noch Gier hinzukommt, dann hilft nur eines:

Sich selber aufschlauen. :wink:

Gruss,

Matthias
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Beitragvon cepasaccus » Fr 28.08.09 15:22

"Don't assume malice for what stupidity can explain" hat sich schon sehr haeufig als wahr erwiesen.
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