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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon beachcomber » Fr 21.08.15 19:28

angeblich geht's ihnen nicht um geld, und es gibt nur eine belohnung......
grüsse
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon klausklage » Di 25.08.15 15:15

Die Bilder von der Zerstörung von Palmyra kann ich mir nicht ansehen. Mögen die Verantwortlichen mit 72jährigen Jungfrauen belohnt werden!
Dagegen ist dieses Missgeschick, obwohl unter künstlerischen Gesichtspunkten sicher zu bedauern, doch auch einen kleinen Schmunzler wert. Das Bild kann man wieder restaurieren, andere Internetseiten zeigen den Schaden deutlicher. Und die Schuld liegt nicht bei dem Jungen, sondern bei den Trotteln, die die mangelhafte Absperrung in den Weg gebaut haben.

http://www.spiegel.de/panorama/gesellsc ... 49651.html

Olaf
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon Schwarzschaf » Di 25.08.15 19:25

was KÖNNEN DIE ARMEN 72 JÄHRIGEN DAFÜR ? - sei doch nicht so böse zu ihnen (den 72jährigen)! :evil:
Weil ich nicht alles weiß, bin ich neugierig
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon stampsdealer » Do 27.08.15 18:33

Eben war im Emailordner wieder Post von Frau Dr. Kampmann.

MünzzenWoche, Newsletter vom 27. August 2015

http://www.newsletter-webversion.de/?c= ... 9bnqs-10s3
Zugriff auf ein Nachlasskonto "Spende"

viewtopic.php?f=17&t=55975

Prof. Andreas Urs Sommer in der NZZ: Staaten als Kulturräuber

http://www.nzz.ch/feuilleton/kunst_arch ... 1.18696818
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon justus » Mo 31.08.15 18:23

Aus dem SPIEGEL vom 31. August 2015: Krude Thesen in Texas' Schulbüchern - Moses, der erste Amerikaner

Texas führt neue Schulbücher ein und verklärt darin die US-Geschichte: Religiöse Einflüsse werden überhöht, Sklavenhandel als Auslöser des Bürgerkriegs heruntergespielt. Trotzdem unterrichten Lehrer womöglich bald im ganzen Bundesstaat damit.

Moses war ein Gründungsvater Amerikas. Diese Erkenntnis vermitteln die neuen Schulbücher für Sozialkunde und Geschichte, die mit Beginn des Schuljahres im US-Bundesstaat Texas ausgegeben werden.

Republikanisch besetztes Gremium erarbeitete die Standards. Doch auch die vergleichsweise junge Geschichte des Amerikanischen Bürgerkriegs wird im Geschichtslehrbuch von McGraw-Hill, nun ja, ungewöhnlich dargestellt: "Südstaatler beriefen sich auf staatliche Rechte, um die Abspaltung zu rechtfertigen." Dass es sich dabei um das Recht Sklaven zu halten handelte, wird verschwiegen. Dan Quinn, Sprecher der gemeinnützigen Organisation Texas Freedom Network, kritisiert das als Verschleierungstaktik. Die Bücher propagierten damit den Mythos, "die Konföderierten hätten für eine noble Sache wie staatliche Rechte gekämpft statt für eine grausame Institution, die den Verkauf und Besitz von Menschen erlaubte".

Nur drei Historiker unter den Prüfern

Wäre es nach dem Willen des überwiegend republikanisch besetzten Gremiums gegangen, hätten die Lehrmaterialien weder die Rassentrennungsgesetze noch den Ku Klux Klan erwähnen müssen. Das Thomas B. Fordham Institute, eine konservative Bildungsdenkfabrik, gab den Standards die Schulnote D (in Deutschland eine vier) und warf ihnen politisch motivierte Verzerrung der Geschichte vor. Mit der Kritik konfrontiert, antwortete das ehemalige Board-Mitglied Don McLeroy in einem Fernsehinterview: "Einer der größten Kritikpunkte an den alten Büchern war, dass sie zu viele Details enthielten und es nicht möglich sei, all diese Dinge zu unterrichten." Deshalb habe man eben streichen müssen.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/ausl ... ce=politik
mit freundlichem Gruß

IVSTVS
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon MarcusAurelius » Mo 31.08.15 18:37

Zerstörte Tempel in Palmyra: "Ein Totalverlust für die gesamte Menschheit"

Von Peter Maxwill

Palmyra war das New York der Antike: Gewaltige Tempelanlagen zeugen von der einstigen Blüte der syrischen Oasenstadt. Nun vernichtet der IS die Jahrtausende alte Pracht - und raubt der Welt ein Kulturerbe von unschätzbarem Wert.

Anwohner berichten von "totaler Zerstörung". Nach einer gewaltigen Detonation steht offenbar nur noch die Außenmauer des einst prachtvollsten Gotteshauses in Palmyra: Der "Islamische Staat" (IS) hat am vergangenen Wochenende mit dem Baal-Tempel das größte Gebäude der antiken Oasenstadt gesprengt - und damit eines der wichtigsten historischen Bauwerke des gesamten Nahen Ostens.
Das genaue Ausmaß der Zerstörung ist laut der syrischen Antikenverwaltung in Damaskus noch unklar, doch die Erfahrungen aus ähnlichen Fällen der Vergangenheit machen wenig Hoffnung: Erst vor einer Woche hatten IS-Fanatiker den ebenfalls bedeutenden Baalschamin-Tempel in Palmyra mit Sprengstoff vernichtet. Die Fachwelt reagierte entsetzt, der renommierte Altorientalist Markus Hilgert sprach im Interview mit SPIEGEL ONLINE von einem Albtraum und einer "kulturellen Katastrophe".

Jetzt weitet sich diese Katastrophe aus. "Das ist eine Kulturzerstörung mit Ansage", sagt Hilgert am Montag zu SPIEGEL ONLINE, "und das macht mich tieftraurig." Wie andere Unesco-Welterbestätten stehe Palmyra für globale kulturelle Werte. Der Baaltempel sei größer und architektonisch noch komplexer als der zuletzt zerstörte Baalschamin-Bau gewesen. Zudem, so Hilgert, seien alle Kulturgüter in Palmyra Sinnbilder einer enorm pluralistischen Epoche in der einstigen Weltstadt. (Lesen Sie hier mehr darüber.)
Die Vernichtung der antiken Stätten sei daher mehr als eine brachiale Attacke auf Kulturgüter: Die internationale Unesco-Welterbekonvention von 1972 habe nach den Erfahrungen zweier Weltkriege die Bedeutung von Kunst und Kultur für die globale Gesellschaft hervorheben wollen. "Für mich ist die Zerstörung Palmyras ein Angriff auf diese Übereinkunft", sagt Hilgert: "Das ist ein Totalverlust für die gesamte Menschheit."

Im Altertum war Palmyra eine Karawanen- und Oasenstadt an der Handelsroute, die China, Persien, den heutigen Irak und den Mittelmeerraum miteinander verband. Am Baaltempel zeige sich, wie sich die Stadt so zum kulturellen Schmelztiegel ähnlich dem New York der Neuzeit entwickelt habe, sagt Hilgert: Äußerlich ähnele der Prachtbau einem römischen Tempel, der Zugang befinde sich jedoch auf typisch mesopotamische Art an der Längsseite. Im Zentrum des quadratischen Innenbaus habe sich ein Schrein für die Gottheit Baal befunden, die ihre Ursprünge ebenfalls im Hunderte Kilometer entfernten Mesopotamien haben soll.
IS-Anhänger droht mit weiteren Zerstörungen

Der Innenteil der Anlage stammt aus dem Jahr 32 vor Christus, ein davor liegender Raum mit Opferaltar und Wasserbecken kam etwa 200 Jahre später hinzu. Die gesamte Tempelanlage war rund vier Hektar groß und bildete in der Antike den größten Gebäudekomplex Palmyras. (Lesen Sie hier mehr über die bedrohten Kulturgüter in Palmyra.)

Der "Islamische Staat" jedoch, der in der Region ein islamistisches "Kalifat" ausgerufen hat, verachtet diese kulturellen Schätze. Die Sprengung von antiken Gebäuden werde bis zum letzten Gebäude fortgesetzt, zitierte am Montag die syrische Oppositionsseite "Masar Press" einen Anhänger der Extremisten.

Entsprechend ist die Zerstörungswut in Palmyra bei aller Tragik keine Überraschung: Seit der Eroberung der Stadt im Mai hatten sich die Anzeichen für eine systematische Attacke vermehrt. Zwei besonders bedeutende Gotteshäuser des Altertums sind nun binnen einer Woche vernichtet worden, den früheren Leiter der römischen Kulturstätten hat die Miliz geköpft - weil er sich für den Erhalt des antiken Palmyra eingesetzt hatte.
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/is-terror-in-palmyra-experte-zur-sprengung-des-baal-tempels-a-1050643.html
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon Peter43 » Mo 31.08.15 19:58

Leider alles nur Geschwätz. Es müssen Taten folgen! Und es fehlt der Zusatz, daß dies alles nichts mit dem Islam zu tun hat. :D

Jochen
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon beachcomber » Di 01.09.15 00:19

Peter43 hat geschrieben:Leider alles nur Geschwätz. Es müssen Taten folgen! Und es fehlt der Zusatz, daß dies alles nichts mit dem Islam zu tun hat. :D

Jochen

hat's ja auch nicht! :) die religion ist für die doch nur ein vehikel um eine gegenmacht im volk verankern zu können! und taten? noch mehr bomben und drohnen? unsere jugend in den krieg schicken für ein paar alte gemäuer, die erst seit ein paar jahrzehnten für den reichen, gebildeten teil der welt einen wert darstellt?
grüsse
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon MarcusAurelius » Di 01.09.15 02:47

Sie zerstören nicht nur "alte Gemäuer" sondern auch viele Menschen. Die sie am Leben lassen zwingen sie unter ein menschenverachtendes Regime, in dem Menschenrechte nichts gelten und insbesondere Frauen kaum Rechte haben.
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon emieg1 » Di 01.09.15 06:32

beachcomber hat geschrieben:[...]für ein paar alte gemäuer, die erst seit ein paar jahrzehnten für den reichen, gebildeten teil der welt einen wert darstellt?


Wenn es die Aurei des Trierer Schatzfundes wären, die der IS einschmilzt, würdest du es wohl nicht ganz so gelassen sehen, nicht wahr?! Sind ja nur ein paar alte Münzen... :wink:
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon quisquam » Di 01.09.15 06:52

Es sind nicht nur schlicht alte Münzen. Sie sind auch gut dokumentiert, so dass der Schaden für die Wissenschaft klein wäre. Als touristischer Publikumsmagnet würden sie allerdings, wie die zerstörten Bauwerke, fehlen.

Grüße, Stefan
Eigentlich sammle ich nicht Münzen, sondern das Wissen darüber.
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon beachcomber » Di 01.09.15 09:52

MarcusAurelius hat geschrieben:Sie zerstören nicht nur "alte Gemäuer" sondern auch viele Menschen. Die sie am Leben lassen zwingen sie unter ein menschenverachtendes Regime, in dem Menschenrechte nichts gelten und insbesondere Frauen kaum Rechte haben.

das stimmt, ist aber kein grund die religion dafür verantwortlich zu machen, und 'taten' zu fordern!
nur die betroffenen selber in dieser region sind aufgerufen und in der lage sich gegen diese zustände zu wehren!
grüsse
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon Schwarzschaf » Di 01.09.15 11:12

Ich muß Frank recht geben! Das Problem ist, daß wir alle wissen daß man etwas tun sollte - ABER welches Land kann und will es sich Leisten seine Soldaten dort dem Risiko des Todes auszusetzen. Ich glaube nicht, daß
ein Land Europas wagt dieses Risiko einzugehen. (ev. Frankreich mit seiner Fremdenlegion).
Weil ich nicht alles weiß, bin ich neugierig
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon emieg1 » Di 01.09.15 11:38

beachcomber hat geschrieben:nur die betroffenen selber in dieser region sind aufgerufen und in der lage sich gegen diese zustände zu wehren!


Und was sollen die ausrichten? Ebenso gut könntest du ein Gnu-Kalb in ein Hyänenrudel werfen. :lol:
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon emieg1 » Di 01.09.15 12:34

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