PRESSESPIEGEL - Nur für archäologische Nachrichten

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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon justus » Sa 03.04.10 11:37

Schweiz - Römervilla in Altstetten gesucht

Die Stadtarchäologie gräbt nach den Resten eines römischen Gutshofs. Auch ein mittelalterlicher Friedhof wird vermutet, wo bald das Kirchenzentrum erweitert werden soll.

Platten einer römischen Bodenheizung.jpg

Ausgrabung im Chor der alten Kirche im Jahr 1941: Der Boden der mittelalterlichen Vorgängerkirche, der aus Platten einer römischen Bodenheizung bestand.

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Bevor die Bagger für den Bau des Erweiterungsbaus beim reformierten Kirchenzentrum auffahren, wird auf dem Gelände nach Resten eines römischen Gutshofs und eines ehemaligen Friedhofs gegraben. Die ältesten Teile der alten Kirche Altstetten sind rund 1000-jährig. Die Stadtarchäologie interessiere sich jedoch für das Gelände daneben, teilte das Hochbaudepartement der Stadt Zürich am Donnerstag mit. Seit den Ausgrabungen beim Bau der neuen Kirche 1941 sei bekannt, dass die alte Kirche über den Fundamenten einer römischen Villa stehe. Möglicherweise könnten bei den jetzigen Bauarbeiten für einen unterirdischen Anbau des reformierten Kirchenzentrums weitere Fundamente der Villa oder anderer Gebäude des ehemaligen Gutshofs freigelegt werden.
Beim Aushub von Entwässerungsgräben im Jahre 1941 war zudem festgestellt worden, dass sich im Boden etliche Bestattungen aus dem seit 1941 nicht mehr genutzten Friedhof befinden. Die Stadtarchäologie schliesst nicht aus, dass darunter auch mittelalterliche Gräber liegen könnten. Die Stadtarchäologie und das Bestattungsamt der Stadt Zürich sowie die reformierte Kirchgemeinde Zürich-Altstetten hätten gemeinsam einen Weg gefunden, um würdevoll mit den Bestattungen und den Kulturgütern umzugehen, heisst es in der Mitteilung. Wo Gräber zum Vorschein kommen, werde das Bestattungsamt die Gebeine bergen und auf dem Friedhof Altstetten erneut beisetzen.

Photo: BAZ
Quelle: Tagesanzeiger Zürich
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon justus » Sa 03.04.10 11:47

Schau an, die Schweizer - Dreissig Hobby-Archäologen gesucht

Nicht weniger als «30 AusgräberInnen 100 %» sucht das Amt für Städtebau in einem halbseitigen Inserat, das heute Donnerstag unter anderem im Stellenanzeiger des TA erschienen ist. Teamfähig, zuverlässig, präzis, selbständig und mit einer guten Beobachtungs- und Auffassungsgabe sollen die Bewerber ausgestattet sein und «vorzugsweise» Ausgrabungserfahrung haben.

Knochen, Steinbeilklingen und Keramikscherben Funde, die unter der Sechseläuten-Wiese gemacht wurden..jpg

Knochen, Steinbeilklingen und Keramikscherben: Funde, die unter der Sechseläuten-Wiese gemacht wurden.

Bedingung ist weder eine archäologische Ausbildung noch praktische Erfahrung. Ursula Hügi, die Leiterin der Stadtzürcher Unterwasserarchäologie, begründet die tiefen Anforderungen mit dem Zeitdruck, dem die Ausgrabung unterworfen ist: «Wir haben lediglich neun Monate Zeit.» Dann müssten die Funde aus der Pfahlbauzeit, die im Boden vor dem Opernhaus entdeckt wurden, vollständig gehoben sein, damit das neue Parkhaus mit einem Jahr Verspätung eröffnet werden kann.
Schon im Mai sollen die Ausgräber ihre Arbeit aufnehmen. Dass auch Amateure willkommen sind, ist laut Hügi nichts Ungewöhnliches. Bei einer Grabung seien stets Profis dabei, die das nötige archäologische Fachwissen hätten. «Einen Teil der Leute kann man aber auch mit der Arbeit ausbilden.» Bereits hätten mehrere Dutzend Personen aus der Schweiz und Süddeutschland auf das Inserat reagiert.
Das Aufgabenspektrum, das die Ausgräber erwartet, ist breit. Die sprichwörtliche Zahnbürste werden sie höchst selten in die Hand nehmen müssen, kündigt Hügi an: «Wenn man etwas findet, kommt meist eine kleine Mauerkelle oder ein Spachtel zum Einsatz.» Ein Teil der Arbeit bestehe aber auch darin, mit der Schaufel Material wegzuschaffen.
Mit offenen Armen nimmt das Amt für Städtebau auch Personen mit speziellem Fachwissen. «Eben hat sich eine wissenschaftliche Zeichnerin gemeldet, welche die Fundstücke dokumentieren könnte», sagt Hügi. Auch Leute, die ausgezeichnet fotografieren oder mit einem Vermessungsgerät umgehen können, sind auf der Ausgrabungsstätte gefragt.

Quelle: Tagesanzeiger.ch/Newsnetz
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon justus » So 04.04.10 18:02

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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon justus » So 04.04.10 18:08

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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon emieg1 » Mo 05.04.10 17:53

Darf ich noch etwas hinzufügen...

Das benannte Begleitbüchlein gibts für gerade mal sechs Euronen im Online-Museumsshop und bietet auf satten 70 Seiten nicht nur einen kleinen Einblick in den einmaligen Goldschatzfund, sondern umschliesst auch eine recht umfassende Geschichte der treverischen Münzprägung.

Ich schlags immer mal wieder auf, wenn ich im Netz nach netten Treverern Ausschau halte :)

http://www.landesmuseum-trier-shop.de/produkte/2051691/
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon Tinapatina » So 18.04.10 07:47

Guten Morgen,

hier zum x-ten Mal das Für und Wider der Detektorsuche, diesmal aus Albion.

http://www.zeit.de/2010/16/Acker-Schatzsuche
"Numismatik wäscht den Staub des
Alltags von der Seele."

Frei nach Pablo Picasso
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon justus » So 18.04.10 12:12

Weitere interessante Artikel zu dieser Thematik in „ZEIT ONLINE“ ----->

Hobbyarchäologen – Kein Finderlohn http://www.zeit.de/2010/16/Acker-Schatzsuche-Kasten
Hobbyforscher – Forschen kann jeder http://www.zeit.de/zeit-wissen/2009/06/ ... r-Lauftext
Laienforscher – Der Bürger forscht, der Forscher dankt http://www.zeit.de/zeit-wissen/2009/06/Laienforscher
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon justus » Mi 21.04.10 20:47

Weibliche Mumie nur 97 Zentimeter groß

Kairo - In der Bahariyya-Senke 300 Kilometer südwestlich von Kairo haben Archäologen eine Mumie aus griechisch-römischer Zeit gefunden. Sie befindet sich im Inneren eines fein gearbeiteten Sarkophags, der das Relief einer Frau in typisch mediterranen Gewändern zeigt.

Sarkophag.jpg


Da dieser nur einen Meter hoch ist, könnte es sich um ein Mädchen gehandelt haben, allerdings auch um eine kleinwüchsige Frau: Zahi Hawass, Leiter der ägyptischen Altertümerverwaltung, verwies auf den Schrumpfungsprozess, den der menschliche Körper durch die Mumifizierung erfährt.
Der etwa 2.300 Jahre alte Sarkophag lag in einem von insgesamt 14 Gräbern, die von den ägyptischen Archäologen gefunden wurden. Die Totenmaske aus Gips ist ungewöhnlich schön und gut erhalten, außerdem wurde der Toten Schmuck mit ins Grab gegeben. Der Friedhof war bei Bauarbeiten entdeckt worden, die Forscher rechnen dort noch mit weiteren Funden aus der griechisch-römischen Epoche.
Eigentlich soll dort ein Jugendzentrum errichtet werden - vorläufig hat nun aber die Altertümerverwaltung die Kontrolle über die Stätte übernommen. Zu den Funden, die bei dieser ersten Notgrabung freigelegt wurden, gehörten noch vier weitere Totenmasken, ein Goldplättchen mit eingestanzten Figuren, die die Söhne des Gottes Horus zeigen, sowie Ton- und Glasgefäße.
Einen weiteren Beweis dafür, dass es in Ägypten bis heute noch viele ungeborgene Schätze gibt, lieferte am Montag die Zeitung "Al-Masry Al-Yom", die von der Festnahme einer Gruppe von Raubgräbern berichtete. Dem Bericht zufolge hatten die Räuber in der ägyptischen Oase Fajum, 90 Kilometer südwestlich von Kairo, Statuen, Medaillen und einen Thron aus Gold ausgegraben. Sie versteckten und fotografierten die Funde, weil sie planten, sie mit Hilfe eines Altertümer-Schmugglerrings aus den südlichen Provinzen Kena und Sohag zu verkaufen. (APA/red)
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon justus » Sa 24.04.10 18:11

Sondengängervideos

Zwei nette, kleine Videos für unsere Freunde von der „Sondengängerfraktion“. Man beachte die Kommentare des Finders, während seine Stimme vor Erregung zittert: „Oh, my god ! Unbeliebable! Once in a livetime!”

PART 1 UK METAL DETECTING, AWESOME!! ROMAN SILVER COIN HOARD FOUND IN 2 POTS BY BLAYDON M/D

-----> http://www.youtube.com/watch?v=9Wa83wOyqaA

PART 2 UK METAL DETECTING,AWESOME!! ROMAN SILVER COIN HOARD FOUND IN 2 POTS BY BLAYDON M/D
-----> http://www.youtube.com/watch?v=rE4ag2rc ... re=related

Wenn man dieses Video sieht, kann man fast die “Hardcore-Archäologen” verstehen. Fundzusammenhang völlig zerstört. Münzen mit Spachtel aus dem römischen Schälchen bzw. Becher herausgekratzt. Womit auch die Frage, ob sich die Münzen in Rollenform oder in Einzelstücken in den Gefäßen befanden, ein für alle mal geklärt ist. „AWESOME“ ist daher wohl auch der einzige Ausdruck, den man für dieses Spektakel finden kann.
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon areich » Sa 24.04.10 18:18

Ich sehe da nichts, worüber man sich aufregen müsste.
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon Peter43 » Sa 24.04.10 20:35

In den beiden Videos wurden die Spachtel doch nur benutzt, um die Töpfe freizulegen, oder habe ich da etwas übersehen?

Und was ist die Alternative? Das da der Pflug rübergeht und die Entropie erhöht?
Omnes vulnerant, ultima necat.
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon areich » Sa 24.04.10 20:39

Ich finde es ging dort sehr gesittet zu und kein Fundzusammenhang wurde zerstört, also eigentlich sogar sehr vorbildlich.
Davon, daß sie den Fund ordentlich gemeldet haben kann man wohl ausgehen, da sie das Video, mit dem Namen ihres Vereins bei Youtube eingestellt haben.
Ich weiß gar nicht was sie hätten besser machen können?
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon nephrurus » Sa 24.04.10 20:45

sehr spannend, sehr interessant!
Anhand der gezeigten Details kann mit ziemlicher Sicherheit davon ausgegangen werden, dass der Fund offiziell gemeldet wurde. An diesem englischen Verfahren darf sich Deutschland gern eine Scheibe abschneiden. Dann würden "Möchtegernkulturschützer" und hessische gelangweilte Polizeibeamte endlich wieder Zeit finden, sich um Drogendealer, Pädophile und Vergewaltiger zu kümmern, statt Münzsammler zu verfolgen.
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon justus » Sa 24.04.10 23:23

@ Peter43 und @ nephrurus

Ich für meinen Teil hätte die Fundbergung durch die "Archis" vornehmen lassen, wovon nach englischem Recht die "Entschädigungszahlung" für Finder und Bodeneigentümer nicht betroffen gewesen wäre. So hätte z. B. festgestellt werden können, ob organische Reste (Leder, Leinen etc.) vorhanden waren, die Münzen in Rollen oder einzeln eingelegt waren, was wiederum Rückschlüsse darüber zugelassen hätte, ob es sich um eine gezielte Deponierung oder das eilige Vergraben in kriegerischen Zeiten gehandelt hat. All das läßt sich nur aus dem Fundzusammenhang klären. Für Sondengänger zählt allerdings nur der materielle Wert, wie man aus der fast grenzenlosen Aufgeregtheit des Finders schließen kann.
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon beachcomber » So 25.04.10 00:28

mann justus, wenn du so einen pott finden würdest, wärst du auch aufgeregt. und es ist eine frechheit den sondengängern nur interesse am materiellen wert zu unterstellen. wenn dem so gewesen wäre, hätten sie's nicht gefilmt, und nicht davon geredet den farmer und die archäologen zu verständigen, sondern die münzen ganz schnell an die seite gebracht!
im übrigen: was bitte schön hätte ein archäologe wohl anders gemacht? die jungs haben ja noch nicht mal die münzen aus dem topf geholt, sondern das den museeumsfachleuten überlassen!
zeigt mir nur deutlich wie zementiert die vorurteile bei dir sind. du erkennst ja noch nichtmal die realität, wenn du's gezeigt bekommst!
grüsse
frank
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