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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon Peter43 » So 27.06.10 15:11

Wo steht denn, daß alles Kulturgut dem Staat gehören muß? Viele große Museen sind von reichen Privatpersonen errichtet worden! Wichtig ist doch nur, daß der interessierte Teil der Bürger Zugang zu den Kulturgütern hat.

Jochen
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon kc » So 27.06.10 15:27

Generell ist natürlich nichts dagegen einzuwenden, dass Kulturgut Privatpersonen gehört. Mir ging es eher darum, dass wenn Kulturgut in die Hände ausländischer Investoren wandert, diese die Schätze außer Landes schaffen. Dann haben auch die interessierten Bürger nichts mehr davon.
Suche Asse, Dupondii und Sesterzen der Flavier.
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon emieg1 » So 27.06.10 18:34

Peter43 hat geschrieben:http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,594017,00.html
Honi soit qui mal y pense! Aber behalte nur Deine unkritische Einstellung. Damit lebt es sich ruhiger!

Jochen


Es lebt sich tatsächlich ein wenig entspannter, wenn man bei manchen Fällen nicht nur die Pannen sucht, sondern das Endergebnis betrachtet. Es soll tatsächlich auch eine goldene Mitte geben zwischer kritikloser Starre und ewig währender Suche nach Systemfehlern...
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon nephrurus » So 27.06.10 18:40

nummis durensis hat geschrieben:
Peter43 hat geschrieben:http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,594017,00.html
Honi soit qui mal y pense! Aber behalte nur Deine unkritische Einstellung. Damit lebt es sich ruhiger!

Jochen


Es lebt sich tatsächlich ein wenig entspannter, wenn man bei manchen Fällen nicht nur die Pannen sucht, sondern das Endergebnis betrachtet. Es soll tatsächlich auch eine goldene Mitte geben zwischer kritikloser Starre und ewig währender Suche nach Systemfehlern...


ein weiser Spruch!
ich verneige mich.
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon emieg1 » So 27.06.10 18:42

kc hat geschrieben:Generell ist natürlich nichts dagegen einzuwenden, dass Kulturgut Privatpersonen gehört. Mir ging es eher darum, dass wenn Kulturgut in die Hände ausländischer Investoren wandert, diese die Schätze außer Landes schaffen. Dann haben auch die interessierten Bürger nichts mehr davon.


Nicht jedes Kulturgut ist doch auch wirklich ein Schatz... es dreht sich doch alles um die Definition des Begriffes "Kulturgut", und da scheiden sich halt die Geister. Nach meiner Einschätzung sollte Kulturgut schon etwas mehr darstellen als eine paar abgelutschte spätrömische Münzen oder irgendwelche Räucherkesselchen. Da wird es auch nicht wirklich viele "interessierte Bürger" geben :wink:
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon Homer J. Simpson » So 27.06.10 19:26

Das ist das Entscheidende. Die Venus von Milo gehört ins Museum, die Mona Lisa auch, aber nicht jeder angeknabberte römische Mittelklasse-Marmorkopf, und schon gar nicht jede Münze. Kein normaler Mensch schaut sich in einem Museum mehr als hundert Münzen an. Das machen nur so ein paar Meschuggene wie wir auf Münzbörsen :wink: . Funde sollten Museen bekannt gemacht werden, der Wissenschaft zugänglich gemacht und wissenschaftlich ausgewertet werden, aber längst nicht alles muß anschließend auf Dauer im Museum rumliegen. Wenn alles Antike ins Museum kommt, schaut es entweder in der Ausstellung aus wie in der Rumpelkammer, oder es landet fast alles im Depot. Dann doch lieber in den Händen engagierter Privatsammler. Und wie sicher Kulturgüter in Museen sind, hat man bei den Einbäumen von Stralsund oder bei der Anna-Amalia-Bibliothek gesehen.

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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon cepasaccus » So 27.06.10 19:48

kc hat geschrieben:Generell ist natürlich nichts dagegen einzuwenden, dass Kulturgut Privatpersonen gehört. Mir ging es eher darum, dass wenn Kulturgut in die Hände ausländischer Investoren wandert, diese die Schätze außer Landes schaffen. Dann haben auch die interessierten Bürger nichts mehr davon.

Ist es wirklich so wichtig, dass es im Lande bleibt? Die Kaiserkrone - unzweifelhaft Kulturgut - ist nicht mehr in Nuernberg, wo sie zum ewigen Verbleibe bestimmt war, sondern in Wien. Sie wurde also quasi unrechtmaessig ausserstadt gebracht. In Wien kann man sie aber gut anschauen. Ist das nicht besser als wenn es in einem Museumskeller in Nuernberg liegt oder im Tresor eines Investors? Und ist es nicht praktisch egal, ob sie in Wien oder Nuernberg ausgestellt ist? Ist ja nicht so, dass die Nuernberger Museen deswegen leer waeren. Da gibt es genuegend anderes zu sehen. Und der teuren Kram, der auf Auktionen verhoekert wird, hinterlaesst auch nicht so wirklich Luecken in unseren Museen.

Aber was hat das ganze mit Zumwinkel und so mit diesem Thread zu tun?

vale
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon klausklage » Mo 28.06.10 12:37

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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon nephrurus » Mo 28.06.10 20:04

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mens ... 15,00.html

Massengrab-Fund
Römer sollen Babys von Prostituierten getötet haben
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon Peter43 » Sa 03.07.10 22:39

Wie der Staat mit unserem kulturellen Erbe umgeht

Düsseldorf flutet das Stadtarchiv!

http://www.bild.de/BILD/regional/duesse ... bruch.html

Ist doch schön, wenn alles zentral gelagert wird! :D

Mit freundlichem Gruß
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon Homer J. Simpson » So 04.07.10 17:07

Archiv im Keller, und darüber 'ne Sprinkleranlage. Spitzenidee.
Paßt zu meinem Beitrag weiter oben auf dieser Seite.

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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon justus » Di 06.07.10 19:59

Study: Archimedes Set Roman Ships Afire with Cannons

archimedes-mirror-100627-02.jpg.jpg

Photo: A wall painting from the Uffizi Gallery, Stanzino delle Matematiche, in Florence, Italy, shows the Greek mathematician Archimedes' mirror burning Roman military ships. Painted in 1600 by Gieulio Parigi. Credit: Giulio Parigi

Greek inventor Archimedes is said to have used mirrors to burn ships of an attacking Roman fleet. But new research suggests he may have used steam cannons and fiery cannonballs instead.

A legend begun in the Medieval Ages tells of how Archimedes used mirrors to concentrate sunlight as a defensive weapon during the siege of Syracuse, then a Greek colony on the island of Sicily, from 214 to 212 B.C. No contemporary Roman or Greek accounts tell of such a mirror device, however.

Both engineering calculations and historical evidence support use of steam cannons as "much more reasonable than the use of burning mirrors," said Cesare Rossi, a mechanical engineer at the University of Naples "Federico II," in Naples, Italy, who along with colleagues analyzed evidence of both potential weapons.

The steam cannons could have fired hollow balls made of clay and filled with something similar to an incendiary chemical mixture known as Greek fire in order to set Roman ships ablaze. A heated cannon barrel would have converted barely more than a tenth of a cup of water (30 grams) into enough steam to hurl the projectiles.

http://www.livescience.com/history/arch ... 00627.html
mit freundlichem Gruß

IVSTVS
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon *EPI* » Do 08.07.10 11:48

"Ein Schatzsucher hat auf einem Feld im Südwesten Englands 52'000 römische Münzen aus dem 3. Jahrhundert entdeckt."

http://www.nzz.ch/nachrichten/panorama/ ... 80390.html
http://www.independent.co.uk/news/uk/th ... 21429.html
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon nephrurus » Do 08.07.10 12:26

*EPI* hat geschrieben:"Ein Schatzsucher hat auf einem Feld im Südwesten Englands 52'000 römische Münzen aus dem 3. Jahrhundert entdeckt."

http://www.nzz.ch/nachrichten/panorama/ ... 80390.html
http://www.independent.co.uk/news/uk/th ... 21429.html


hoffentlich gibt es dazu demnächst weiterführende Informationen.
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon Numis-Student » Do 08.07.10 12:32

Hallo,
ich frage mich, was das für fingernagelgroße Bronzemünzen aus dem dritten Jahrhundert sein sollen...
Schöne Grüße,
MR
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