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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon Marcus Aurelius » Di 23.10.12 21:47

Interessanterweise hört man nur etwas vom schweizer Kollegen und was ist mit den angeblichen Raubgräben auf dem Balkan ? Werden die nicht verfolgt, oder sind es evtl. gar keine Raubgrabungen in dem Sinne gewesen, sondern von den geschmierten Behörden geduldete Grabungen ?
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon Homer J. Simpson » Mi 24.10.12 00:39

Sicher letzteres. Da wird man wohl nur verfolgt, wenn man dem örtlichen Syndikat in die Quere kommt.

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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon Mithras » Mi 24.10.12 16:22

Und schon sind wir wieder bei der Forderung nacht einer rechtlichen Lösung, mit welcher alle beteiligten Parteien (Denkmalschützer, Sucher, Sammler) europa- oder weltweit gut leben können.
Mir tun die armen Käufer leid, die gutgläubig bei diesem Herren Münzen kauften und nun gar nicht wissen, wie ihnen geschah und deren Münzen wohl mindestens bis zum Ende des Verfahrens in der Aservatenkammer ein dunkles Dasein fristen genau wie deren Gewissen, weil sie plötzlich kriminalisiert werden!

Pro englisches Modell kann man da nur wieder anmahnen und schnellstmöglich einfordern - im Interesse aller!
Siehe auch in diesem Thread: viewtopic.php?f=6&t=39014&start=30#p324945

Vielleicht sollte man der Forderung und Diskussion in einem separaten thread noch mal zentriert Nachdruck und Raum verschaffen und hier in diesem Faden das Thema abschließen. Reichhaltige Auseinandersetzung zum Thema gab es im Forum schon in diversen threads, leider verstreut, so dass wichtige Gedanken unterzugehen drohen.

LG
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon j-u.thormann » Mi 24.10.12 20:41

Marcus Aurelius hat geschrieben:(...) und was ist mit den angeblichen Raubgräben auf dem Balkan ?


Ich hoffe, wir werden erfahren, ob es die tatsächlich gibt. Vielleicht sind die Raubgräber ja nur ein Rückschluß (Münzen ohne Herkunftsnachweis - also aus Raubgrabungen)...
Die POK-Logik ist ja seit den Fällen Sylvio Müller und Alexander Krombach bekannt.
Siehe: http://www.muenzenwoche.de/de/Archiv/8?&id=176&type=n

Und da auch in diesem Fall jemand aus Hessen beteiligt war...
Petition für den Erhalt des privaten Sammelns: https://www.openpetition.de/petition/on ... n-sammelns
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon Antoninus Pius » Mi 24.10.12 21:29

sachen gibts. wenn ich bedenke, dass jeder zeit die polizei bei mir klingeln könnte und meine münzen beschlagnahemen will...
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon klunch » Mi 24.10.12 22:43

Hmm, hab's gerade gelesen und es sträuben sich die Nackenhaare....

Da wird mir Angst und Bange falls ich mal wirklich auf die Jungs in grün angewiesen bin! Eigentlich sollte man seine Sammlung - um solch eine Drangsalierung durch bornierte Beamte zu vermeiden - an einem anderen Ort als der privaten Adresse aufbewahren, nur wer macht das schon?

Gruß klunch
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon Homer J. Simpson » Do 25.10.12 00:17

Jedenfalls solltet Ihr - ich mache das auch seit langem - genau Buch führen, welche Münzen Ihr von wem gekauft habt. Wenn dann unsere grünen Freunde fragen: Haben Sie Münzen von xyz gekauft?, können wir sagen: Ja, diese und diese, und die da noch. Dann wissen sie, daß wir erstens Ordnung in unserem Laden haben, und zweitens, daß wir kooperativ sind. Wenn es halbwegs vernünftige Beamte sind, kann man sich evtl. einen Teil des Ärgers ersparen.

Viele Grüße,

Homer
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon richard55-47 » Do 25.10.12 09:15

Die Buchführung habe ich vom ersten Tag meines Sammlerlebens gemacht, inclusive Pseudonym, e-mail-Adresse, Bankdaten, ebay-, MA-, VC-COINS- etc.- Nummer. Da hatte ich noch keine Ahnung von POKen und Museumsdirektoren, nur ein Bauchgefühl, dass da irgendwo Gefahren lauern könnten. Ein echter Beweis ist das sicherlich nicht, es sei denn, die Verkaufsplattformen speichern die Daten über "hunderte" von Jahren. Aber die Masse an zueinander passenden Daten ist ein starkes Indiz dafür, dass meine Buchführung stimmig ist.
Nebenbei konnte ich in der Zeit, in der noch bei ebay nicht alles anonymisiert worden ist, ausfindig machen, wer mit mehreren Pseudonymen unterwegs war. Mein persönlicher Beitrag in Sachen Vertrauensbildung.
do ut des.
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon Romeo » Do 25.10.12 10:16

Als Nachweis könnte man ja auch die Briefumschläge aufheben. Es gibt natürlich keinen Beweis, was drinnen war. Aber zumindest ein Indiz.
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon ischbierra » Do 25.10.12 12:31

Nicht zu vergessen die eidesstattliche Erklärung des Briefträgers, den Brief auch zugestellt zu haben
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon klunch » Do 25.10.12 16:55

Ich zitiere aus dem weiter oben verlinkten Artikel:

Münzwoche hat geschrieben:Das Protokoll hält fest, der Eigentümer habe angegeben, keinen „Herkunftsnachweis“ zu haben. Selbstverständlich liegen bei einzelnen Objekten die Zettel der Münzhandlungen, bei denen sie gekauft wurden. Dazu existieren für einige Stücke auch Rechnungen namhafter deutscher Münzhändler (Künker, Lanz, Ritter u. a.).


Was nützt denn bitteschön diese Art der Buchführung, wenn sie dann von bornierten Beamten nicht anerkannt wird? Wozu soll ich dokumentieren, wann ich wo und bei wem gekauft habe, wenn dies dem Beamten zum Zeitpunkt der Sicherstellung egal ist? Eine Rechnung ist ein Beleg, mehr kann man nicht belegen! Alles andere wird von Behörden sowieso kaum anerkannt.

Um eins klarzustellen: Ich führe selbstverständlich auch Buch darüber, was ich wann bei wem kaufe, allerdings speichere ich mir nicht die Bankdaten, sondern nur Username(bei ebay) und Klarname. Und das mache ich, um für mich selbst den Überblick zu behalten und um einfach Ordnung zu haben, das Chaos wird schnell groß, wenn man das schleifen lässt.

Ich denke jedoch, daß es in ein einem wie dem beschriebenen Fall egal ist, wie gut man Buch führt oder dokumentiert oder kooperiert, wenn man an einen solchen POK gerät. Die Willkür von Behörden hält sich nicht an Regeln!

Grüße klunch
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon Homer J. Simpson » Do 25.10.12 18:16

Ich sagte ja auch: Wenn es halbwegs vernünftige Beamte sind... Sicher gibt es welche, bei denen alles für die Katz ist, aber ich hoffe doch, nicht bei allen.

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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon richard55-47 » Do 25.10.12 20:56

klunch hat geschrieben:Ich zitiere aus dem weiter oben verlinkten Artikel:

Münzwoche hat geschrieben:Das Protokoll hält fest, der Eigentümer habe angegeben, keinen „Herkunftsnachweis“ zu haben. Selbstverständlich liegen bei einzelnen Objekten die Zettel der Münzhandlungen, bei denen sie gekauft wurden. Dazu existieren für einige Stücke auch Rechnungen namhafter deutscher Münzhändler (Künker, Lanz, Ritter u. a.).


Was nützt denn bitteschön diese Art der Buchführung, wenn sie dann von bornierten Beamten nicht anerkannt wird? Wozu soll ich dokumentieren, wann ich wo und bei wem gekauft habe, wenn dies dem Beamten zum Zeitpunkt der Sicherstellung egal ist? Eine Rechnung ist ein Beleg, mehr kann man nicht belegen! Alles andere wird von Behörden sowieso kaum anerkannt.

Um eins klarzustellen: Ich führe selbstverständlich auch Buch darüber, was ich wann bei wem kaufe, allerdings speichere ich mir nicht die Bankdaten, sondern nur Username(bei ebay) und Klarname. Und das mache ich, um für mich selbst den Überblick zu behalten und um einfach Ordnung zu haben, das Chaos wird schnell groß, wenn man das schleifen lässt.

Ich denke jedoch, daß es in ein einem wie dem beschriebenen Fall egal ist, wie gut man Buch führt oder dokumentiert oder kooperiert, wenn man an einen solchen POK gerät. Die Willkür von Behörden hält sich nicht an Regeln!

Grüße klunch


Mein Gott, lass mir doch mein Hobby "Datenspeichern". Es kann ja sein, dass heute oder morgen Leute in amtlicher Funktion bei mir klingeln und mir strafrechtlich relevantes Handeln vorwerfen. Mag ja sein, dass sie meine Münzen beschlagnahmen. Jedenfalls kann das nur begrenzte Zeit sein, im Strafprozess - und das ist die einzig entscheidende Instanz - habe ich mehr als gute Karten. Der sattsam bekannte POK aus Hessen und der Museumsdirektor aus Rheinland-Pfalz jedenfalls werden das Maul halten wie gepappt. Die sind gebrannte Kinder. Nachahmer befürchte ich bei der einschlägigen Rechtsprechung nicht.

Ich darf auf viewtopic.php?f=6&t=32374&p=379790#p379790 verweisen. Mark Aurel habe ich gebeten, über das Ergebnis der Strafanzeige zu berichten.
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon Schwarzschaf » Do 25.10.12 21:56

Irgendwie bin ich froh, daß ich ein Ösi bin! unsere probleme sind da wesentlich kleiner! :D
Weil ich nicht alles weiß, bin ich neugierig
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon klunch » Do 25.10.12 22:35

@richard: Ich will Dich von nichts abbringen, Du kannst speichern was und so viel wie Du willst!! :-)

Ja, der Strafprozess ist letztendlich entscheidend - nur bis dahin kann es ein langer Weg sein. Wenn man widerrechtlich enteignet wird und bis zur Rückerstattung mehrere Jahre warten muß, dann ist das mühsam, zeitaufwendig und kostenintensiv. Ein gewisses Risiko bleibt, solange man keinen privaten Bunker oder Safe an sicherer Stelle hat.
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