PRESSESPIEGEL - Nur für archäologische Nachrichten

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

Moderatoren: chinamul, Homer J. Simpson

Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon Homer J. Simpson » Di 18.02.14 22:29

Klar. Das erinnert mich an die täglichen Meldungen in unserem örtlichen Käseblatt, nach denen heldenhafte Polizisten bei einem stadtbekannten Kiffer ein Tütchen mit einer geringen Menge Marihuana gefunden haben. Oder an die Fernsehpanik über den Politiker, der sich Bilder von nackten Jungs angeschaut hat und der natürlich um ein Vielfaches böser ist als Osama bin Laden! Tja, nichts eint ein Volk so effizient wie gemeinsame Feinde.

Homer

Beam me up Scotty - there is no intelligent life on this planet!
Wo is'n des Hirn? --- Do, wo's hiig'hört! --- Des glaab' i ned!
Benutzeravatar
Homer J. Simpson
Moderator
 
Registriert: Mo 17.10.05 18:44
Wohnort: Franken

Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon stampsdealer » Mi 19.02.14 14:13

Jetzt hat Spiegel Online auch noch über den Barbarenschatz in der Pfalz berichtet.

stampsdealer hat geschrieben:Rheinland-Pfalz: Raubgräber entdeckt Barbarenschatz meldet SPIEGEL ONLINE am 18.2.14.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mens ... 54236.html

Dazu Meinungen:

http://forum.spiegel.de/showthread.php?t=113911
Zugriff auf ein Nachlasskonto "Spende"

viewtopic.php?f=17&t=55975

Prof. Andreas Urs Sommer in der NZZ: Staaten als Kulturräuber

http://www.nzz.ch/feuilleton/kunst_arch ... 1.18696818
Benutzeravatar
stampsdealer
 
Registriert: Mo 03.06.13 21:07
Wohnort: Berlin

Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon justus » Mi 19.02.14 19:27

stampsdealer hat geschrieben:Dazu Meinungen: http://forum.spiegel.de/showthread.php?t=113911

... ist immer dann häufig, wenn der Staat den Finder ungerecht behandelt. Vielleicht sollten die Verantwortlichrn einmal darüber nachdenken. Es wäre doch für alle Beteiligten besser, wenn der Finder eine gerechte Vergütung bekommt und deshalb bemüht ist, den Anforderungen der Archäologen gerecht zu werden. Auch eine namentlich Nennung des Finders beim Zurschaustellen der Exponate könnte geregelt werden. Warum veruscht man bei uns alles immer nur mit Strafen ?

Oh, wie wahr. Der Meinung dieses Spiegellesers kann ich man sich nur anschließen. Aber in unserem Obrigkeitsstaat funktioniert alles eben nur mittels "sanctio et poena". Die Hoffnung, dass sich das einmal ändern könnte, habe ich schon lange aufgegeben. :cry:
mit freundlichem Gruß

IVSTVS
-----------------------------------------------
http://www.muenzfreunde-trier.de/
Benutzeravatar
justus
 
Registriert: Sa 05.01.08 11:13

Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon klunch » Fr 21.02.14 13:37

Tja, der "Gesetzgeber" hat - woher auch immer - eine andere Anschauung dazu. Mit der oft diskutierten Konsequenz, daß Hobby-Grabungen dadurch zwangsläufig als Raubgrabungen stattfinden. Der offensichtliche Unwille, in diesem Bereich von anderen Ländern wie bspw. Großbritannien zu lernen, ist unübersehbar!

Schlußendlich werden in letzter Konsequenz Fundzusammenhänge zerstört, Fundstücke auseinandergerissen und der Schwarzmarkt befeuert und damit geht die Wissenschaft insofern vor die Hunde, als daß durch Analyse neuer Funde auch neues Wissen entstehen kann, was nun unmöglich ist. Die schwarz gefundenen und gehandelten Objekte kommen bestenfalls irgendwann in den regulären Markt und schlimmstenfalls in den Schmelzofen. Letzteres ist ein weiterer impliziter Grund für eine grundsätzliche Änderung der Gesetzeslage. Aber das wurde schon so oft lang und breit diskutiert, daß ich hier keinen damit langweilen will. Die gleiche Problematik gibt es z.B. auch in Südamerika mit den präkolumbischen Fundstücken.

Dem Obrigkeitsstaat geht es in keinem Bereich um ein Miteinander, sondern ausschließlich um das Durchsetzen von Kontrolle und Machtansprüchen - das ist kein Teil des Problems sondern das ist das Problem.

Eine Folge davon ist langfristig etwas mehr Material aus (archäologisch nicht untersuchten) Grabungen im regulären Markt. Alles was heute auf dem Schwarzmarkt gehandelt wird, kommt in ein paar Jahren oder Jahrzehnten auf dem regulären Markt an. Je restriktiver die Gesetzeslage, desto höher ist der nicht wissenschaftlich untersuchte Anteil im Markt. Schlecht für die Wissenschaft, aber gut für die Händler.

Klarstellung: Ich lehne Raubgrabungen ab. Die derzeitige Gesetzeslage führt m.E. jedoch zu ebensolchen mit allen Konsequenzen.

klunch
Lernen, lernen und nochmals lernen.
Benutzeravatar
klunch
 
Registriert: Di 24.11.09 12:03
Wohnort: Frankfurt

Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon klausklage » So 23.02.14 13:53

http://www.bbc.co.uk/news/magazine-26275578

A statue thought to be an ancient bronze of Apollo, Greek God of poetry and love, has dropped off the radar after being found in the sea off Gaza last summer and surfacing briefly on eBay. It is 2,500 years old and priceless.
squid pro quo
Benutzeravatar
klausklage
 
Registriert: Di 19.04.05 16:18
Wohnort: Bremen

Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon Homer J. Simpson » So 23.02.14 13:57

Tja, so geht's, wenn die Leute nichts Legales damit anfangen können.

Homer
Wo is'n des Hirn? --- Do, wo's hiig'hört! --- Des glaab' i ned!
Benutzeravatar
Homer J. Simpson
Moderator
 
Registriert: Mo 17.10.05 18:44
Wohnort: Franken

Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon klunch » So 23.02.14 23:58

Nicht daß am Ende irgendein Wirrkopf auf die Idee kommt, daß der Schrottwert von Bronze in diesem Fall der Spatz in der Hand ist und kurzerhand den Schweißbrenner nimmt... 8O
Lernen, lernen und nochmals lernen.
Benutzeravatar
klunch
 
Registriert: Di 24.11.09 12:03
Wohnort: Frankfurt

Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon Peter43 » Mo 24.02.14 00:45

Das gibt es doch bei uns auch schon. Da werden Statuen aus Kirchen wegen des Metallwerts geraubt.

Jochen
Omnes vulnerant, ultima necat.
Benutzeravatar
Peter43
 
Registriert: Mi 11.08.04 02:01
Wohnort: Arae Flaviae, Agri Decumates

Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon Schwarzschaf » Mo 24.02.14 09:42

Bei uns werde schon seit einiger Zeit die KU - Erdungskabel von den Bahntrassen abmontiert! Das führt dann zu längeren Zugsverzögerungen.
Heute stand in der Zeitung, daß Kupferdiebe mit ca´ 3 Tonnen gestohlenen Kabeln gefasst wurden. Verkaufswert über 15.000 €
Weil ich nicht alles weiß, bin ich neugierig
Benutzeravatar
Schwarzschaf
 
Registriert: So 26.02.06 20:50
Wohnort: Wien

Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon klunch » Mo 24.02.14 18:10

Noch ein Gedanke zur Statue bzw. deren Fundstelle im Meer - die wäre archäologisch doch auch sehr interessant, so eine Statue fällt doch nicht einfach so vom Himmel, drumherum dürfte doch auch noch einiges an Artefakten zum Vorschein kommen und bei einer Tiefe von nur ca. 4m steht man da vor einer eher leichten Aufgabe. Ich kann mir auch kaum vorstellen, daß der Finder da nicht noch einmal nachschauen war, ob sich vielleicht doch noch mehr findet? :wink:

klunch
Lernen, lernen und nochmals lernen.
Benutzeravatar
klunch
 
Registriert: Di 24.11.09 12:03
Wohnort: Frankfurt

Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon justus » Di 25.02.14 10:56

klunch hat geschrieben:Noch ein Gedanke zur Statue bzw. deren Fundstelle im Meer - die wäre archäologisch doch auch sehr interessant, so eine Statue fällt doch nicht einfach so vom Himmel, drumherum dürfte doch auch noch einiges an Artefakten zum Vorschein kommen und bei einer Tiefe von nur ca. 4m steht man da vor einer eher leichten Aufgabe. Ich kann mir auch kaum vorstellen, daß der Finder da nicht noch einmal nachschauen war, ob sich vielleicht doch noch mehr findet? :wink:

klunch


Es könnte sich um ein antikes Schiffswrack handeln. Die Bergungskosten dürften allerdings - auch wenn das Wrack in nur (!) vier Meter Tiefe liegt - die finanziellen Möglichkeiten eines palästinensischen Fischers aus dem Gaza-Streifen doch weit übersteigen.
mit freundlichem Gruß

IVSTVS
-----------------------------------------------
http://www.muenzfreunde-trier.de/
Benutzeravatar
justus
 
Registriert: Sa 05.01.08 11:13

Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon justus » Di 25.02.14 18:35

Seltener römischer Zirkusbecher zeigt Wagenrennszene

Museum Burg Linn: Neue Funde, Erwerbungen und Erkenntnisse vorgestellt

Beim traditionellen Grabungsabend des Museums Burg Linn in Krefeld wurden die archäologischen Funde des vergangenen Jahres, neue Arbeiten aus der Restaurierungswerkstatt sowie Neuerwerbungen und Stiftungen für die Sammlung des Hauses präsentiert. Ein herausragendes Artefakt bildet ein sogenannter römischer Zirkusbecher aus der Mitte des ersten nachchristlichen Jahrhundertes.

http://www.archaeologie-online.de/magaz ... ene-29180/

krefeld-zirkusbecher.jpg
mit freundlichem Gruß

IVSTVS
-----------------------------------------------
http://www.muenzfreunde-trier.de/
Benutzeravatar
justus
 
Registriert: Sa 05.01.08 11:13

Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon justus » Di 25.02.14 18:45

Potsdam: Römische Funde aus einem germanischen Dorf

Wenn nach der Fertigstellung des neuen Wohngebiets im Potsdamer »Nuthewinkel« die ersten Bewohner einziehen, werden sie nicht die ersten sein, die dort wohnen. Archäologische Funde zeigen, dass schon in der Mittel- und Jungsteinzeit Menschen hier ihre Spuren hinterließen. Bevor die Bauarbeiten beginnen, haben deshalb Archäologen das über 30.000m² große Gelände untersucht und die Reste eines germanischen Dorfes gefunden, das mehrere hundert Jahre lang bewohnt war.

http://www.archaeologie-online.de/magaz ... orf-28602/

Großflächige Ausgrabung im Bonner Römerlager

Auf römische Fundamente und Mauern mit einer Höhe von über zwei Metern, einen außerordentlich gut erhaltenen Abwasserkanal und ungewöhnliche Inneneinbauten in Mannschaftskasernen stieß ein Grabungsteam des LVR-Amtes für Bodendenkmalpflege im Rheinland bei großflächigen Ausgrabungen im Bonner Legionslager.

http://www.archaeologie-online.de/magaz ... ger-28488/

Winterpause für die Grabungen im künftigen Römerpark Aliso


Zum Ende der diesjährigen Ausgrabungen in Haltern am See ziehen die Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe Bilanz. Sie haben in der von Juli bis November dauernden Grabungskampagne knapp 2.000 Quadratmeter untersucht und dabei die Holz-Erde-Mauer und die beiden Lagergräben weiter freigelegt.

http://www.archaeologie-online.de/magaz ... iso-28288/

Germanische Besiedlung in Unna früher als vermutet

Es waren nicht die Römer, denen die Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in einem Industriepark in Unna südlich der Bundesstraße 1 auf der Spur waren. Anders als öffentlich spekuliert haben die Untersuchungen keine Hinweise auf römische Vergangenheit an dieser Stelle erbracht. Überraschungen kamen dennoch in den Suchschnitten zutage: Einheimische Germanen hatten sich hier vor 2.000 Jahren niedergelassen, deutlich früher als ursprünglich vermutet.

http://www.archaeologie-online.de/magaz ... tet-28289/
mit freundlichem Gruß

IVSTVS
-----------------------------------------------
http://www.muenzfreunde-trier.de/
Benutzeravatar
justus
 
Registriert: Sa 05.01.08 11:13

Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon justus » Mi 26.02.14 08:15

Paar findet millionenschweren Goldschatz im Garten

Ein amerikanisches Paar hat Medienberichten zufolge einen millionenschweren Goldschatz auf dem eigenen Grundstück ausgebuddelt. Die beiden Glückspilze aus Kalifornien, die anonym bleiben wollen, hätten acht rostige Kanister mit mehr als 1400 Goldmünzen aus dem 19. Jahrhundert entdeckt, berichtete die Zeitung "San Francisco Chronicle" am Dienstag.

Es handele sich um unbenutzte Geldstücke im Wert von 5, 10 und 20 Dollar, die zwischen 1847 und 1894 geprägt worden seien. Experten schätzen den Sammlerwert des Fundes auf rund 10 Millionen Dollar (7,3 Millionen Euro). Es handele sich vermutlich um einen der "größten vergrabenen Schätze, die jemals in den USA aus dem Boden geholt worden", schrieb das Fachmagazin "Coin Update".

title.jpg

http://www.welt.de/vermischtes/weltgesc ... arten.html
mit freundlichem Gruß

IVSTVS
-----------------------------------------------
http://www.muenzfreunde-trier.de/
Benutzeravatar
justus
 
Registriert: Sa 05.01.08 11:13

Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon pottina » Mi 26.02.14 08:58

[quote="justusmagnus"][b][color=#BF0000]Paar findet millionenschweren Goldschatz im Garten[/color][/b]

Ein amerikanisches Paar hat Medienberichten zufolge einen millionenschweren Goldschatz auf dem eigenen Grundstück ausgebuddelt. Die beiden Glückspilze aus Kalifornien, die anonym bleiben wollen, hätten acht rostige Kanister mit mehr als 1400 Goldmünzen aus dem 19. Jahrhundert entdeckt, berichtete die Zeitung "San Francisco Chronicle" am Dienstag.

Es handele sich um unbenutzte Geldstücke im Wert von 5, 10 und 20 Dollar, die zwischen 1847 und 1894 geprägt worden seien. Experten schätzen den Sammlerwert des Fundes auf rund 10 Millionen Dollar (7,3 Millionen Euro). Es handele sich vermutlich um einen der "größten vergrabenen Schätze, die jemals in den USA aus dem Boden geholt worden", schrieb das Fachmagazin "Coin Update".

[attachment=0]title.jpg[/attachment]
http://www.welt.de/vermischtes/weltgesc ... arten.html[/quote]

In Deutschland dürften sie das Foto behalten :lol: :lol: :lol:
PoTTINA
pottina
 
Registriert: So 22.07.07 08:02
Wohnort: Eifel

VorherigeNächste

Zurück zu Römer

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 14 Gäste

Mnzen Top 50
.
WEBCounter by GOWEB
Sie lesen gerade: PRESSESPIEGEL - Nur für archäologische Nachrichten - Seite 64