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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon klunch » Do 27.02.14 16:46

So im völligen Kontrast zu Herrn Meixner steht das amerikanische Paar mit den Goldmünzenfund auf dem eigenem Grundstück (hier eine Seite zurück gehen).

Manchmal stellt sich (vielleicht nicht nur) mir die Frage, ob es bei einem solchen Schatz nicht doch sinnvoll ist, diesen größtenteils zu verkaufen?
Also ca. 100 besondere Münzen behalten und ausstellen und den Rest in den Markt geben, da freut sich der eine oder andere Sammler, der Finder kann angemessen entschädigt werden und auf den kommenden Auktionen weltweit finden sich regelmäßig Teile dieses Fundes und zirkulieren somit. Goldmünzen gammeln auch nicht wie z.B. altes Leder, daher nehmen Sie in Sammlerhänden keinen Schaden sondern sorgen sogar noch für mehr Interesse an der Geschichte als sie es im Museum auf einem Haufen liegend jemals könnten.

Gruß klunch

PS: @Rainer: Hast Du die ETH Zürich bzw. Marc Pollefeys mal angeschrieben?
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon mike h » Do 27.02.14 16:58

Vollkommen berechtigte Frage!

Natürlich ist es eindrucksvoll, einen Schatz, wie den von Trier, auf einem Haufen zu sehen....
Aber der Betrachter sieht halt einen Haufen Gold..... und kann die Schönheit der einzelnen Stücke garnicht erkennen.

Natürlich handelt es sich um ein Kulturgut... aber wird es nicht auch beim Sammler als solches behandelt?

Für den Staatshaushalt wäre eine Vermarktung m. E. ebenfalls sinnvoller, als die Aufbewahrung in einem Museum... das zudem durch den wertvollen Inhalt auch noch immense Kosten verursacht.
(siehe Tresorkammer und Alarmanlage in Trier...)

Martin
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon Peter43 » Do 27.02.14 20:19

justusmagnus hat geschrieben:In wenigen Exemplaren sind zudem Schaffhausen, Villingen (D) und Strassburg (F) vertreten.


Nach der Logik der Zyprioten und anderer Länder müßten die Münzen aus Villingen doch der Bundesrepublik Deutschland zurückgegeben werden. Oder sehe ich das falsch?

Jochen
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon Schwarzschaf » Do 27.02.14 21:15

:drinking: Römische Münzen? - Die gehören natürlich den Römern und ihren Rechtsnachfolgern, dem italienischen Staat! :drinking:
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon Peter43 » Do 27.02.14 21:44

Es sei denn, sie sind in Köln oder Trier geprägt worden. Dann kommt wieder die Bundesrepublik ins Spiel!

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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon mike h » Do 27.02.14 21:44

.... oder den Völkern, denen die Römer die Metalle und den Brennstoff geraubt haben....???
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon Peter43 » Do 27.02.14 21:45

Das wäre dann aber wirklich politisch korrekt!
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon Homer J. Simpson » Do 27.02.14 22:02

Genau. Und alle Menschen wieder zurück nach Afrika, irgendwo auf ein paar Bäume, von denen unsere Vorfahren leichtsinnigerweise mal runtergestiegen sind!

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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon stampsdealer » Mo 03.03.14 22:36

SPIEGEL ONLINE vom 03.03.2014

Der zweite Untergang von Pompeji

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mens ... 56679.html
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viewtopic.php?f=17&t=55975

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http://www.nzz.ch/feuilleton/kunst_arch ... 1.18696818
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon justus » Di 04.03.14 00:07

Es ist wirklich eine Kulturschande, wie diese "Nachkommen eines einstmals mächtigen Weltreiches" mit unser aller historischem Erbe umgehen! :x
mit freundlichem Gruß

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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon Peter43 » Di 04.03.14 01:44

Es ist doch "nur" eine Frage des Geldes! Sollen wir Hartz IV kürzen, um das Heidelberger Schloß zu restaurieren?

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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon justus » Di 04.03.14 08:54

Das wäre natürlich ein wohl notgedrungen zu akzeptierendes Argument, Jochen. Aber ich denke es liegt vor allem an einigen anderen Dingen (siehe Zitat):

Verstrickt mit der Mafia

Im vergangenen Jahr hatten Restauratoren mit Arbeiten an dem Unesco-Welterbe begonnen, 105 Millionen Euro sind dafür veranschlagt. 42 Millionen Euro davon steuert die EU bei. Allerdings ist die Restaurierung wegen bürokratischer Hürden schon deutlich in Verzug geraten. Das Projekt gilt als entscheidend, um Pompeji zu erhalten.

Zuvor war jahrelang nur wenig Geld für den Erhalt ausgegeben worden. Verstrickungen beteiligter Firmen mit der Mafia hatten die Restaurierung immer wieder verzögert. Eine schwere Hypothek waren zudem noch nicht aufgearbeitete Betrugsskandale. Gegen einen früheren Manager wurden Ermittlungen eingeleitet, weil er eine Firma angeheuert haben soll, die Theateraufführungen organisierte, anstatt sich um die Restaurierung zu kümmern.
mit freundlichem Gruß

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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon justus » Di 04.03.14 14:45

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Geschäftsaufgabe zum 26. 3. 2013. Keine Bestellungen mehr möglich.

Keine gute Nachricht ... :cry:
mit freundlichem Gruß

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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon cyrano » Mi 05.03.14 00:08

Kanada: Münzfund sorgt für Aufruhr unter Historikern

Wann wurde die heutige Provinz British Columbia im Westen Kanadas entdeckt? Laut offizieller Geschichtsschreibung geschah dies 1774 durch Spanien. Eine nun entdeckte Münze spricht für eine andere Version, die angeblich auf Geheiß der englischen Königin geheim gehalten wurde.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natu ... 56906.html
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitragvon stampsdealer » Sa 08.03.14 05:45

Münzfund in Stade, ein alter Thread, gehört eigentlich in diesen.

viewtopic.php?f=7&t=49317

Nein, nicht unbedingt; dieser Thread ist ja unter der Rubrik Römer angelegt, wie ich erst jetzt sehe.
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