Kann durchaus möglich sein. Bei der Beurteilung wäre es vielleicht hilfreich, den Grund für dieses Rückseitenmotiv festzustellen.
Hat Mussidius Longus oder einer seiner Vorfahren sich beim Bau bzw. der Instandsetzung der Cloaca maxima bzw. des Heiligtums rühmenswerte Verdienste erworben?
Oder nimmt die Darstellung Bezug auf die römische Mythologie und es gibt beabsichtigt dargestellte Verbindungen zwischen Ianus und Cloacina?
Nur mal eine Überlegung hierzu von mir:
Nach Plinius soll es der Venus Cloacina zuzuschreiben sein, dass sich Römer und Sabiner nach dem Ende ihrer Auseinandersetzungen mit Myrtenzweigen reinigten. An der Stelle, wo dies geschah, baute man der Sage nach den Schrein. Der Janustempel (mit den geschlossenen Türen) im Hintergrund könnte auf das Ende des "Bruder"krieges deuten, die beiden Frauen auf dem Schrein selbst wären vielleicht auch als die Personifikationen des römischen und des sabinischen Volkes denkbar, die ein Dankopfer auf die Beilegung der Zwistigkeiten darbringen. Gegebenenfalls steht das vorderseitige Concordia-Motiv in direktem Zusammenhang zum historischen Cloacina-Motiv, vielleicht sucht es seinen Bezug aber auch in der aktuellpolitischen Situation des Bürgerkriegs. Dann wiederum könnte die Auswahl der rückseitigen Cloacina auch einen weiter reichenden Sinn in sich bergen: Genauso wie sich einst Römer und Sabiner versöhnten, so sollen nunmehr auch die streitenden Bürgerkriegsparteien ihren Zwist beilegen.
Nachtrag:
Im Vergleich mit diesem spätrepublikanischen Denar des Octavian
http://wildwinds.com/coins/imp/octavian/RSC_0090.2.jpg scheint die Vermutung eines Altars hinter dem sacellum auch sehr naheliegend, denn die aufrechtstehenden Spitzen am oberen Ende des Objekts kommen den Altarflammen jener Octavianmünze recht nahe. Stellt sich bloß die Frage, warum bei der von elgi verlinkten Beispielmünze die "Flammen" auch seitlich dargestellt sind:

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