Domitian, kaum leserlich

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Domitian, kaum leserlich

Beitragvon cmetzner » So 13.08.17 00:45

Das soll ein Domitian RIC 378 sein, laut meines Vaters Notiz.
Doch unter dieser RIC Nr. finde ich ihn nicht 8O
Einen ähnlichen RIC 375 habe ich hier gefunden: https://www.acsearch.info/search.html?id=2597669
aber die Bürger stehen hier rechts während sie auf meiner links stehen.

Av.: kaum leserlich, nur GER oben links
Rv.: nur noch SC in ex. zu lesen
Diameter 32 x 33 mm, 19.78 gr

Vielen Dank im Voraus für Eure Hilfe!
Grüße
Christiane
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Re: Domitian, kaum leserlich

Beitragvon Altamura2 » So 13.08.17 08:03

Mit Bürger auf der linken Seite gibt es schon auch einen Domitian-Sesterzen, und zwar RIC 609:
http://numismatics.org/ocre/id/ric.2_1(2).dom.609

RIC 378 wäre ein Vespasian: http://numismatics.org/ocre/id/ric.2_1(2).ves.378
RIC 375 ist ebenfalls ein Sesterz des Vespasian: http://numismatics.org/ocre/id/ric.2_1(2).ves.375

Es könnte allenfalls noch sein, dass sich die Nummern auf unterschiedliche Ausgaben des RIC beziehen, wenn mich nicht alles täuscht, dann hat sich die Nummerierung da mal geändert. Genau weiß ich das aber nicht :? .

Ähnliche Motive gibt es aber auch von Vespasian:
http://numismatics.org/ocre/id/ric.2_1(2).ves.420
http://numismatics.org/ocre/id/ric.2_1(2).ves.456
https://www.acsearch.info/search.html?id=266751

Da diese alle einen ähnlichen Charakterkopf haben und Deine Münze ja schon ziemlich abgegriffen ist, käme das vielleicht auch in Frage.
Mal abwarten, was die Spezialisten dazu sagen :D .

Gruß

Altamura
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Re: Domitian, kaum leserlich

Beitragvon cmetzner » So 13.08.17 20:42

Vielen Dank Altamura für Deine immer ausführliche Information zu Bestimmungen! :D

Ich suche vor allem die richtige Referenz, und bei den meisten Münzen die ich habe ist überhaupt keine Notiz oder Referenz dabei. Bei den wenigen die doch eine haben, suche ich ob die angegebene Referenz auch stimmt, was öfters nicht der Fall ist. Ich hoffe daß die Nummerierungen nicht zu oft wechselt, denn dann müßte ich ja wieder von vorne anfangen, und ich bin lange nicht fertig mit denen die ich noch bestimmen will!

Ich habe gleich noch eine Frage :oops: : ist Orichalcum nicht etwa eine hellere Art Bronze? Versuche eine Marc Aurel Sesterze oder evtl. Dupondius zu bestimmen und die ist viel heller bzw. gelblicher. Bei ähnlichen finde ich im Internet daß das Metall Orichalcum ist. Nie davon gehört, also habe ich es gegoogelt - ist auch Bronze aber heller so weit ich es verstanden habe. In den Einträgen auf Französisch, steht dann cuivre - also Kupfer - und nicht bronze, was für mich also so ziemlich verwirrend ist. Kann man statt Orichalcum auch AE in der Bestimmung benützen? Wenn nicht, wie kann ein Laie feststellen ob es Bronze oder Orichalcum ist.
Denselben Zweifel habe ich bei einer Augustus / Agrippa Münze.

Ich kann gerne Bilder von beiden schicken, weiß aber nicht ob man das Metall an Hand der Bilder feststellen kann.

Dankbare Grüße
Christiane
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Re: Domitian, kaum leserlich

Beitragvon Numis-Student » So 13.08.17 22:41

Hallo Christiane,

AE ist der grobe Oberbegriff für alles an Kupfer und Kupferlegierungen.

Kupfer bzw. Bronze sind rötlich, Orichalkum, am besten mit Messing zu übersetzen, ist gelblich.

Bei den Römern gilt üblicherweise (mit wenigen Ausnahmen, sonst wäre es ja langweilig ;) ):

Quadrans - Kupfer/Bronze
Semis - Messing/Orichalcum
As - Kupfer/Bronze
Dupondius - Messing/Orichalcum
Sesterz - Messing/Orichalcum

Schöne Grüße,
MR
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Re: Domitian, kaum leserlich

Beitragvon cmetzner » Mo 14.08.17 03:01

Vielen Dank MR. Es ist ein Marc Aurel Dupondius also ist Messing/Orichalcum zutreffend.

Nochmals dankbare Grüße
Christiane
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Re: Domitian, kaum leserlich

Beitragvon Altamura2 » Do 17.08.17 20:16

cmetzner hat geschrieben:... Es ist ein Marc Aurel Dupondius also ist Messing/Orichalcum zutreffend. ...

Es gibt einen schönen Artikel von Josef Riederer über "Metallanalysen römischer Sesterzen": http://www.bngev.de/wp-content/uploads/ ... o,-276,686
Schaut man sich den an, dann stellt man fest, dass die von Numis-Student genannte Daumenregel eben auch nur eine solche ist :? .

Bei den Sesterzen von Marc Aurel findet man welche, bei denen der Zink-Anteil größer ist als der von Blei und Zinn, aber auch welche, bei denen es in etwa ausgewogen oder gar andersrum ist. Da ist also teilweise gar nicht klar entschieden, ob man von Bronze oder Messing reden soll :| .

Und ich glaube nicht, dass es sich bei den Dupondien anders verhält.

Gruß

Altamura
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Re: Domitian, kaum leserlich

Beitragvon cmetzner » Do 17.08.17 22:38

Vielen Dank Altamura, am besten schreibe ich dann dazu Bronze oder Messing (unbestimmt).

Werde den Artikel herunterladen und lesen,

Grüße
Christiane
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Re: Domitian, kaum leserlich

Beitragvon tilos » Do 17.08.17 23:07

Altamura2 hat geschrieben:
cmetzner hat geschrieben:... Es ist ein Marc Aurel Dupondius also ist Messing/Orichalcum zutreffend. ...

Es gibt einen schönen Artikel von Josef Riederer über "Metallanalysen römischer Sesterzen": http://www.bngev.de/wp-content/uploads/ ... o,-276,686
Schaut man sich den an, dann stellt man fest, dass die von Numis-Student genannte Daumenregel eben auch nur eine solche ist :? .
Bei den Sesterzen von Marc Aurel findet man welche, bei denen der Zink-Anteil größer ist als der von Blei und Zinn, aber auch welche, bei denen es in etwa ausgewogen oder gar andersrum ist. Da ist also teilweise gar nicht klar entschieden, ob man von Bronze oder Messing reden soll :| .
Und ich glaube nicht, dass es sich bei den Dupondien anders verhält.
Gruß
Altamura


Interessanter Hinweis zu einem interesanten Thema! Wir hatten das ja immer wieder mal diskutiert, z.B. auch hier: viewtopic.php?f=6&t=25735&p=200418&hilit=orichalcum#p200418

Gruß
Tilos
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