Denar Augustus

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

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Re: Denar Augustus

Beitragvon richard55-47 » Di 14.11.17 09:39

Guckt euch doch mal die Ohren und die Bänder auf dem von mir montierten Bild genau an. Die Ohren sind jeweils unterschiedlich gearbeitet, die Bänder hängen anders. Das hat nichts mit dem Aufnahmewinkel oder dem Lichteinfall zu tun. Das eine ist eben ein Apfel, das andere sind Birnen und die werden nicht zum Apfel, wenn aus einem anderen Winkel fotografiert wird. Ich behaupte nicht, dass die eingangs gezeigte Münze echt oder falsch ist, aber sie ist nicht mit einem Stempel geprägt, mit dem die in forgerynetwork gezeigten Münzen geschlagen wurden.
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Re: Denar Augustus

Beitragvon shanxi » Di 14.11.17 09:48

Die von dir montierten forgery network Stücke sind nicht stempelgleich mit dem gezeigten Stück, aber das sind auch Gussfälschungen.

Die FAC Pressfälschung kann natürlich aus "transfer dies" stammen, dann hat Stempelgleichheit nichts mehr zu sagen.
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Re: Denar Augustus

Beitragvon alex456 » Di 14.11.17 13:40

richard55-47 hat geschrieben:Guckt euch doch mal die Ohren und die Bänder auf dem von mir montierten Bild genau an. Die Ohren sind jeweils unterschiedlich gearbeitet, die Bänder hängen anders. Das hat nichts mit dem Aufnahmewinkel oder dem Lichteinfall zu tun. Das eine ist eben ein Apfel, das andere sind Birnen und die werden nicht zum Apfel, wenn aus einem anderen Winkel fotografiert wird. Ich behaupte nicht, dass die eingangs gezeigte Münze echt oder falsch ist, aber sie ist nicht mit einem Stempel geprägt, mit dem die in forgerynetwork gezeigten Münzen geschlagen wurden.


Über die von dir gezeigten Münzen reden wir garnicht, sondern über die zuerst angesprochene, deren Bild Justus verlinkt hat. Da wirst du sehen, dass zumindest die Rückseite zu 100% aus dem gleichen Stempel stammt.
Es können natürlich „Transfer dies“ sein, aber wie wahrscheinlich ist es, dass das gezeigte Stück das Original ist. Gerade die Oberflächen sehen eher nach Pressung aus.

Gruß
Alex
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Re: Denar Augustus

Beitragvon beachcomber » Di 14.11.17 14:30

richards posting hat mich auch etwas verwirrt, die bei forgerynetwork gezeigte münze ist eindeutig eine andere!
aber da der stil der diskutierten vollkommen ok ist, könnte es sich überhaupt nur um transfer-dies handeln! :wink:
wie du an der oberfläche eine pressung ausmachen willst ist mir ein rätsel! schon allein die schöne tönung spricht eher für ein original, und dass der schrötling nicht zentriert zwischen den stempeln lag, und dadurch diese quetschung zu sehen ist, kommt öfter mal vor!
grüsse
frank
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Re: Denar Augustus

Beitragvon alex456 » Di 14.11.17 14:42

Die Oberflächen sind mir einfach zu glatt und makellos. Auch die kleinen Risse am Rand sieht man oft bei gepressten Stücken.

Gruß
Alex

P.s. Die Tönung mache ich dir in 10 Min. mit einem Eigelb.
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Re: Denar Augustus

Beitragvon Xanthos » Di 14.11.17 18:13

alex456 hat geschrieben:P.s. Die Tönung mache ich dir in 10 Min. mit einem Eigelb.


Das musst du mir näher erklären :D
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Re: Denar Augustus

Beitragvon alex456 » Di 14.11.17 18:34

Hartgekochtes Eigelb und Silbermünze in ein luftdichtes Gefäß und warten. Das Schwefel im Eigelb reagiert mit dem Silber und du bekommst eine Tönung, die durchaus sehr unterschiedlich ausfallen kann.
Dauert aber meist etwas länger als 10 Min. ;-) Aber nach einer Stunde hast du normalerweise schon eine sichtbare Veränderung.
Gruß
Alex
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Re: Denar Augustus

Beitragvon richard55-47 » Mi 15.11.17 12:39

alex456 hat geschrieben:
richard55-47 hat geschrieben:Guckt euch doch mal die Ohren und die Bänder auf dem von mir montierten Bild genau an. Die Ohren sind jeweils unterschiedlich gearbeitet, die Bänder hängen anders. Das hat nichts mit dem Aufnahmewinkel oder dem Lichteinfall zu tun. Das eine ist eben ein Apfel, das andere sind Birnen und die werden nicht zum Apfel, wenn aus einem anderen Winkel fotografiert wird. Ich behaupte nicht, dass die eingangs gezeigte Münze echt oder falsch ist, aber sie ist nicht mit einem Stempel geprägt, mit dem die in forgerynetwork gezeigten Münzen geschlagen wurden.


Über die von dir gezeigten Münzen reden wir garnicht, sondern über die zuerst angesprochene, deren Bild Justus verlinkt hat. Da wirst du sehen, dass zumindest die Rückseite zu 100% aus dem gleichen Stempel stammt.
Es können natürlich „Transfer dies“ sein, aber wie wahrscheinlich ist es, dass das gezeigte Stück das Original ist. Gerade die Oberflächen sehen eher nach Pressung aus.

Gruß
Alex


Ich habe die auf forgerynetwork gezeigten fakes doch nicht ins Spiel gebracht, sondern Stefan 01. Dass wir die im Eingangspost gezeigte Münze diskutieren, ist mir auch klar. Das versuchte ich ja auch. Meine Montage von 4 Bildern zeigt auch oben links die Vorseite dieser Münze. Wenn natürlich in Hieroglyphen diskutiert wird, muss ich passen.
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Re: Denar Augustus

Beitragvon alex456 » Mi 15.11.17 12:54

Immer mit der Ruhe! Niemand möchte dich persönlich angreifen!
Und nur nebenbei, deinen Apfel-Birnen-Vergleich fand ich auch etwas oberlehrerhaft ;-)
Es geht um Pipin‘s Sück und das von antinovs gefundene.

Gruß
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Re: Denar Augustus

Beitragvon Oktavenspringer » Mi 15.11.17 18:01

Und wie verhält es sich nun mit diesem Augustus Denar?
Schlechter erhalten, aber m.E. stempelgleich mit dem von Pipin.

https://www.acsearch.info/search.html?id=1152792
Dateianhänge
Denar Augustus.jpg
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Re: Denar Augustus

Beitragvon alex456 » Mi 15.11.17 18:18

Ja, das ist der, dennoch auch gefunden hatte und mich zweifeln ließ. Definitiv stempelgleich! Aber Zweifel bleiben für mich doch, selbst wenn dieser echt ist, und nicht nur auf abgenutzt getrimmt wurde, so existiert mindestens eine sichere Fälschung aus nachgemachten Stempeln.
Ich bleibe bei meinen Bedenken. Bei Münzen im Zweifel gegen den Angeklagten! Aber beweisen kann ich natürlich nichts.

Gruß
Alex
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Re: Denar Augustus

Beitragvon alex456 » Mi 15.11.17 18:27

Der ist übrigens auch stempelgleich:

https://www.acsearch.info/search.html?id=1366375

Trotzdem würde ich nicht für die Echtheit von Pipin‘s Stück garantieren wollen.

Gruß
Alex
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Re: Denar Augustus

Beitragvon cmetzner » Mo 11.02.19 05:19

Hallo,

Versuche etwas über Lykien, Masikytes zu lesen, ins besondere in Beziehung zu Augustus und zur Prägung der Münzen wie im Anhang (Bild ist von der letzten cng e-Auktion: (17.5 mm, 3.16 g, 12 h Troxell 119).

Was ich bis jetzt im Internet gefunden haben ist so ziemlich spärlich und Augustus wird überhaupt nicht erwähnt, z.B.:

https://www.wikiwand.com/de/Lykien sagt nur dass "167 erklärten die Römer das Gebiet für unabhängig; spätestens jetzt organisierte sich das Land als Lykischer Bund. 43 n. Chr. wurde es unter Kaiser Claudius als Provinz in das Imperium Romanum integriert, seit Vespasian bildete Lykien gemeinsam mit seiner Nachbarregion für gut 200 Jahre die Provinz Lycia et Pamphylia."

Die Suche hier im Forum ergab nur 2 Treffer für Masikytes, und beide im Forum Griechen.
Vielleicht kann jemand mir ein Tipp geben wo ich etwas mehr über Masikytes - Augustus erfahren kann?

Freundliche Grüße
Christiane
#564-Augustus-Lyre.jpg
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Re: Denar Augustus

Beitragvon Altamura2 » Sa 16.02.19 00:30

cmetzner hat geschrieben:... Vielleicht kann jemand mir ein Tipp geben wo ich etwas mehr über Masikytes - Augustus erfahren kann? ...

Am besten vielleicht in Hyla A. Troxell, "The Coinage of the Lycian League", ANSNNM 162, New York 1982: https://babel.hathitrust.org/cgi/pt?id= ... =1up;seq=7

(Dir ist schon klar, dass Masikytes eine Gegend in Lykien ist, oder? Das findet man aber auch bei Troxell.)

Gruß

Altamura
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Re: Denar Augustus

Beitragvon cmetzner » Sa 16.02.19 02:20

Vielen Dank Altamura! Deine Erklärungen und Referenzen sind immer erstklassig!!!

Hab es auch schon heruntergeladen und gelesen (teilweise).

Wenn ich es richtig verstehe, wurden diese Drachmen nur unter Augustus geprägt, Period IV, Series 6 : "On the drachms, issued only under Augustus, the types are ob. head of Augustus, and rev. sometimes one but usually two lyres, without the incuse square...."

Ja, doch, ich wußte schon dass Masikytes eine Gegend in Lykien ist.

Schöne Grüße und ein gutes Wochenende, :D
Christiane
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