Bester Neuzugang 2018

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

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Bester Neuzugang 2018

Beitragvon Mynter » So 09.12.18 21:27

Das Sammeljahr nähert sich dem Ende und ich eröffne mal einen Thread, in dem Ihr Eure schönsten, interessantesten, aufregensten und/oder skurilsten Erwerbungen des Jahres MMXIIX vorstellen könnt.
Ich mache mit folgenden Münzen mal den Anfang:
Mein schönster Neuzugang ist dieser Domitian- Sesterz. ( Ich würde zu gern wissen, wieso ausgerechnet ein Exemplar dieses Typs in folgender Szene der klassischen BBC-Verfilmung von " Der Adler der neunten Legion " zum Ausknobeln benutzt wird, ab 1.31 : https://www.youtube.com/watch?v=ERYffon2nDk )
P1100160 – Kopi.JPG
P1100161 – Kopi.JPG


Der spannenste Neuzugang ist der Varus- As:
P1100037 – Kopi.JPG
P1100043 – Kopi.JPG


Und die ausgefallenste diese Imitation des Tribute Penny:
3195_hbr-2062.jpg
Grüsse, Mynter
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Re: Bester Neuzugang 2018

Beitragvon Chandragupta » Di 11.12.18 14:37

Hallo Mynter,

mal gaaaanz neugierig gefragt: Woher hast Du den Varus-Gegenstempel?? Hintergrund dieser Frage: Das Stück kenne ich sehr gut. Hat mir zwischen 1979 und 1986 gehört - dann habe ich's an den "Staatlichen Kunsthandel der DDR" in Dresden verkauft. Und hinter dieser Firma steckte, wie wir heute wissen, Hr. Schalck-Golodkowski, also mithin die Stasi, die das Stück dann "natürlich" gegen Devisen verhökert hat... Ist jedenfalls aus uraltem, deutschen Familienbesitz (der Vorbesitzer hat die Münze seinerseits in den 60ern von seinem Opa geerbt), mithin nicht aus den aktuellen Funden von Kalkriese, falls Dich Frau Grütters mal fragen sollte. :wink:

Schön aber, daß das abgelatschte und zu-Tode-geputzte (Beleg-)Stück "in der Familie geblieben" ist. Man sieht sich eben immer zweimal im Leben... :D
Numismatische Grüße,

Euer Chandra
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Re: Bester Neuzugang 2018

Beitragvon Peter43 » Di 11.12.18 20:13

Seit längerem suche ich überwiegend nach Münzen aus Nikopolis, die in unserem Katalog "Hristova/Hoeft/Jekov, Nikopolis, 2018)" noch nicht gelistet sind. Da gelang mir jetzt der Fang dieser Doppelbüste, von der bisher nur 1 Ex. bekannt war. Doppelbüsten von Markianopolis sind weit verbreitet, von Nikopolis jedoch extrem selten.

Moesia inferior, Nikopolis ad Istrum, Caracalla & Geta als Caesar, 198-201
AE 26, 9.87g, 25.5mm, 225°
geprägt unter dem Statthalter Ovinius Tertullus
Av.: AV.K.M.AVR.ANTONINOC.K.L.CEP. / .KAI GETAC (über dem G ein kleines c)
Die sich gegenüberstehenden Büsten von Caracalla, drapiert und cürassiert, belorbeert, n.r. und von Geta, drapiert, barhäuptig, n.l.
Rv.: VPA OOV TERTVLLOV.NIKOPOLIT[WN] / [PROC I]
Bärtiger Kaiser (Severus) in Militärkleid und mit Stiefeln, frontal stehend, nach li. blickend, stützt sich mit der erhobenen Linken auf Speer und hält in der
vorgestreckten Rechten kleine Nike
Ref.: a) AMNG I/1, 1624 (1 Ex., München)
b) Varbanov 3167 (R9)
c) Hristova/Hoeft/Jekov (2018) No. 8.20.34.1 corr.
Extrem selten (R9), F+, porös

Das kleine c über dem G von Getac nicht erwähnt. Aber es ist auch zu sehen auf Nr. 8.20.1, Nr. 8.20.20.1 und Nr. 8.20.32.1. Zu AMNG 1623 (= Nr. 8.20.32.1) schreibt Pick: "Das schmale c gehört natürlich zu KAIC." Damit besitzt Geta auf dieser Münze den Titel KAICAR gleich 2x: (1) als K bei K L CEP und (2) als KAIC unter den Büsten!
Pick schreibt "im Abschnitt PROC I". Aber hier und bei der abgebildeten Münze in HrHJ (2018) ist der Abschnitt außerhalb des Schrötlings.

HrHJ (2018) kannte bisher nur 1 Ex. dieses Typs und nannte es unique (R10). Nun tauchte dieses 2. Ex. auf und die Seltenheit verringerte sich von R10 auf R9.

Mit freundlichem Gruß
Dateianhänge
_035_nikopolis_caracalla&geta_HrHJ(2018)8.20.34.1.jpg
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Re: Bester Neuzugang 2018

Beitragvon Mynter » Di 11.12.18 22:36

Mynter hat geschrieben:
Chandragupta hat geschrieben:Hallo Mynter,

mal gaaaanz neugierig gefragt: Woher hast Du den Varus-Gegenstempel?? Hintergrund dieser Frage: Das Stück kenne ich sehr gut. Hat mir zwischen 1979 und 1986 gehört - dann habe ich's an den "Staatlichen Kunsthandel der DDR" in Dresden verkauft. Und hinter dieser Firma steckte, wie wir heute wissen, Hr. Schalck-Golodkowski, also mithin die Stasi, die das Stück dann "natürlich" gegen Devisen verhökert hat... Ist jedenfalls aus uraltem, deutschen Familienbesitz (der Vorbesitzer hat die Münze seinerseits in den 60ern von seinem Opa geerbt), mithin nicht aus den aktuellen Funden von Kalkriese, falls Dich Frau Grütters mal fragen sollte. :wink:

Schön aber, daß das abgelatschte und zu-Tode-geputzte (Beleg-)Stück "in der Familie geblieben" ist. Man sieht sich eben immer zweimal im Leben... :D


Den As mit dem VAR- Stempel habe ich dieses Frühjahr bei Gorny und Mosch gekauft. Ich hoffe,bei Deinem Verkauf an den Kunsthandel war kein Element von staatlicher " Überredungskunst " mit im Spiel. Kannst Du mir etwas über die Vorgeschichte des Stückes verraten, wann und wo z. B. könnte der Grossvater des Vorbesitzers das Stück erworben haben, gern auch P, falls Du das nicht im Forum schreiben möchtest.

Frau Grütters fürchte ich nicht, deren Macht endet in Flensburg.

So schlecht wie Du finde ich diesen As nicht. Ich bin nicht der Meinung, dass ds es ein zu Tode poliertes Belegstück ist. Handgehalten ist es wesentlich besser, als auf meinen Bildern. Ich habe lange nach einem VAR- As gesucht und dabei fast nur schlechtere und dabei wesentlich teurere gesehen,Stücke,auf denen man die Konturen des Reliefs nur noch erahnt und auf denen auch der Gegenstempel viel schlechter erkennbar ist. Ich finde, dieser As ist einer der besseren Stücke
Grüsse, Mynter
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Re: Bester Neuzugang 2018

Beitragvon Chandragupta » Mi 12.12.18 09:24

Nein, nein, um diese Münze gibt's nix Geheim(nisvoll)es - also hier im Forum:

Das Stück hat einem in den Endsiebzigern schon recht betagten Sammler aus Leipzig gehört, der für DDR-Verhältnisse eine Sammlung der Superlative besaß. Das meiste davon wie gesagt bereits von seinem Großvater in den 60er (oder evtl. schon 50er?) Jahren geerbt. Mithin wurde die Sammlung noch in der Kaiserzeit aufgebaut. Und für Kenner war das anhand des Materials auch klar: Solche Irrsinnsqualitäten sah man selbst weiter westlich der Elbe in den 70er/80er Jahren kaum noch. Einzelne Münzen waren einfach nur erhaltungsmäßig spektakulär. Eingeprägt haben sich mir vor allem Stücke, die für mich damals als Student wirklich absolut unerreichbar waren. Er hatte z.B. einen definitiv echten Antoninian der Tranquillina, einen Pacatian, sowie die "Valerian-Familie" als Bronzen in Kabinettstück-Erhaltung. Sein Mariniana-Sesterz war z.B. auf einem Medaillonschrötling geprägt (wog satte 28 g und war kreisrund und nicht wie üblich fast viereckig) und dürfte mit das beste Exemplar weltweit(!) gewesen sein - stilistisch, erhaltungsmäßig, die irrsinnig tolle Malachitpatina ... ja, ich komme ins Schwärmen ... Ach so, drei Medaillons hatte er auch: Antoninus Pius, Commodus und Carinus ... :D

Und dieser Mann hat, krebskrank, dann seine Münzsammlung sehr gezielt an Sammler verkauft, bei denen er sicher sein konnte, daß die das Material schätzen und auch bewahren können (und nicht nur auf die "schnelle Mark" durch Weiterverkauf aus waren). Dann machte er auch gern "zielgruppenspezifische" Preise, z.B. für Studenten wie mich mit lächerlichen 180,- Ostmark Stipendium... Das o.g. As war in der DäDäRä übrigens nicht ansatzweise so spektakulär, wie das heute gehypet wird. In der besagten Sammlung befanden sich noch zwei weitere Vari: Einer mit seinem Porträt aus Achulla (in wirklich fvz, ganz scharf geprägt ... auch so eine Bombenmünze, die heute locker fünfstellige Eurobeträge wert ist), sowie ein weiteres Lugdunum-As mit zwei Gegenstempeln ("AVG" und "VAR"). Die o.g. Münze habe ich damals für 30,- Mark bekommen. Da war ich noch auf frühe Kaiserzeit, also die 12 Caesaren, spezialisiert. Ein Jungsammler auf der Suche nach seinem eigentlichen Spezialgebiet halt. Etwas später dann lag mein bis heute andauerndes Faible für die Soldatenkaiserzeit fest, und ich habe diese Münze (als eine der wenigen von dem besagten Herrn - alles, was ich sonst von ihm zu teilweise nur symbolischen Preisen "vermacht" bekommen hatte, habe ich noch heute in meiner Sammlung) dann eben weiterverkauft, um mir einen Antoninian von Florian kaufen zu können. Eigentlich wollte ich die Münze ja in die Auktion geben, brauchte das Geld aber fix. Und da machte Herr H. vom Auktionshaus Dresden mit 250,- M ein für mich dann einfach zu verführerisches Angebot. Erst nach der Wende kam raus, daß dieser Herr H. (Leiter des Arbeitskreises Antike Münzen beim Kulturbund und "offiziell" nur ein kleiner Mitarbeiter im Kunsthandel), eine der Schlüsselfiguren im KoKo-Imperium, Bereich Antiquitätenschmuggel, war. Also nix "Überredung" ... allenfalls mit verführerisch viel Pinkepinke, wo ich damals nicht mehr nein sagen konnte ... :roll:

So, und weil ich so nett aus dem Nähkästchen geplaudert habe, auch bzgl. Preisen: Magst Du mir verraten, was Du dafür bezahlt hast?

PS: Das mit der Grütters war natürlich in Bezug auf Deinen Wohnort nur eine kleine Flapserei. Bist diesbezüglich zu beneiden...
Numismatische Grüße,

Euer Chandra
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Re: Bester Neuzugang 2018

Beitragvon Mynter » Mi 12.12.18 18:18

Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort . 30 M - 250 M -550 € - von einem Wertverfall kann man da nicht gerade sprechen.
Grüsse, Mynter
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Re: Bester Neuzugang 2018

Beitragvon Redditor Lucis » Do 13.12.18 13:02

Ich möchte zwei meiner persönlichen Highlights des Jahres vorstellen:

Einen Denar des Aelius, der ein selten hohes Profil im Portrait aufweist, was auch noch stilistisch sehr gut gelungen ist:
Rom 136/137; 3,42 g; RIC II 430 (S); Ex Numismatic Fine Arts XXVII (04.12.1991), Los 130
Aelius 136-137 Denar 3,42g Rom RIC 430 A.JPG
Aelius 136-137 Denar 3,42g Rom RIC 430 R.JPG


Zum anderen ein wirklich nicht allzu häufiger Antoninian des Allectus. Großer Schrötling, hohes Gewicht, knackig frische Stempel.
Camulodunum 293-296; 4,86 g; RIC V/2 114 var (R)
Allectus 293-296 Antoninian 4,86g Camulodunum RIC 114 var A.JPG
Allectus 293-296 Antoninian 4,86g Camulodunum RIC 114 var R.JPG


Viele Grüße

Stefan
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Re: Bester Neuzugang 2018

Beitragvon beachcomber » Fr 14.12.18 10:12

glückwunsch, wirklich zwei klasse stücke! :)
grüsse
frank
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Re: Bester Neuzugang 2018

Beitragvon mike h » Fr 14.12.18 13:54

Man wird ja neidisch!

Martin
130 Köppe /201 (Kampmann)
1.) Ziel erreicht!
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Re: Bester Neuzugang 2018

Beitragvon Chandragupta » Mo 17.12.18 12:42

Da will ich auch mal was zum eigentlichen Thema beitragen. Das ist Anno 2018 in meinem Fall einfach, weil ich mich wirklich in den letzten Jahr(zehnt)en immer mehr auf östliches Griechenland, Baktrien, Kushana, Indien spezialisiert habe. Aber hin und wieder fliegen mir schon noch einzelne Römer zu, so wie dieser Divus Numerianus, geprägt 285 u.Z. unter Carinus in Rom, und eindeutig meine interessanteste Römer-Neuerwerbung in diesem Jahr:

Divo_Numeriano_Av.jpg

Divo_Numeriano_Rv.jpg

Rein zahlenmäßig sind diese Stücke sehr selten (m.W. sogar seltener als die Divus-Nigrinianus-Prägungen: Carinus' "Trauer" um Numerian hielt sich bekanntlich sehr in Grenzen; diese Prägung erfolgte mehr pro forma, um den Senat zufrieden zu stellen...) - nur ist Divus Numerianus halt bei "Köppe"-Sammlern nicht unbedingt sonderlich gesucht und damit günstiger als die zeitgleichen Prägungen von Nigrinianus bzw. selbst bloß der Magnia Urbica zu haben. Doch auch ich mußte erst ca. 40 Jahre lang Soldatenkaiser sammeln, bis mir mal einer vor die Flinte kam, und da habe ich dann natürlich sofort zugeschlagen... :mrgreen:
Numismatische Grüße,

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Re: Bester Neuzugang 2018

Beitragvon antoninus1 » Mo 17.12.18 14:27

Du hast Recht, diese Prägung ist wirklich äußerst selten, viele seltener als die für Nigrinian. Von Numerianus gibt es halt genügend andere Prägungen. Ich hatte auch mal eine, günstig gekauft, aber auch später günstig weiterverkauft.
Gruß,
antoninus1
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Re: Bester Neuzugang 2018

Beitragvon Chandragupta » Di 18.12.18 09:24

Das ist derselbe Effekt wie bei den vergleichbaren "DIVO VICTORINO PIO" AE-Antoninianen unter Tetricus I. Bezogen auf ihre ausgemachte zahlenmäßige Seltenheit (speziell des "eigentlichen" CONSACRATIO Types mit dem Adler auf dem Globus, der aussieht wie eine Henne, die ein Ei ausbrütet :wink: ) werden die eigentlich viel zu preiswert gehandelt. Von top erhaltenen, scharf ausgeprägten Exemplaren jetzt mal abgesehen ... aber die kosten dann auch bei Standardtypen schnell über 100...200,- €.
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Re: Bester Neuzugang 2018

Beitragvon Mithras » Di 18.12.18 15:29

Und weiter gehts mit einer sehr speziellen posthumen Prägung, weil es grad so schön passt. :mrgreen:

Meine schönste Erwerbung in 2018 war folgende Münze ganz sicher nicht, aber eine spannende und seltene Prägung, welche ich deswegen kurzentschlossen trotz der argen Spuren des Zahns der Zeit gekauft hatte.
Erhaltungssammler hätten die Münze vermutlich kaum eines Blickes gewürdigt.

AE 24, geprägt unter Gallienus in Philippensium posthum für Trajan
24 mm, 9 g
Ref.: M. Amandry Nr. 4 (Ihm waren 4 Münzen in dieser Stempelkombination bekannt.)
AV: DIVO TRAIANO; Büste mit Strahlenkrone n. r.
RV: PRINC IVBENTVTIS; R | P, C | P (Res Publica Coloniae Philippensium), Fortuna steht nach links, Ruder in rechter und Füllhorn in linker Hand haltend
DIVO TRAIANO PRINCIPI IVBENTVTIS Amadry 4.jpg


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Re: Bester Neuzugang 2018

Beitragvon klausklage » Di 18.12.18 16:00

Kommt mir bekannt vor, ich glaube, da hatte ich auch drauf geboten. Freut mich, dass sie in guten Händen ist. :D
Olaf
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Re: Bester Neuzugang 2018

Beitragvon Mithras » Mi 19.12.18 10:47

:D Danke Olaf.

Noch einige Fakten ergänzend zur gezeigten römischen "Gedenkmünze":

Amandry schreibt, dass in Philippi in wohl geringer Auflage drei verschiedene Aversstempel zu Ehren früherer Kaiser und sechs verschiedene Reversstempel in unterschiedlicher Kombination zeitgleich unter Gallienus in einer Divusserie geprägt wurden.
So konnte ein Aversstempel für Augustus, einer für Marc Aurel und einer für Trajan nachgewiesen werden.
Er kannte insgesamt 22 dieser Münzen aus dieser Serie.

Curtis schrieb dazu (sinngemäß übersetzt):
"Aus einem unbekannten Grund scheint Philippi während der Regierungszeit von Gallienus eine kleine Prägung für drei Divi, nämlich Augustus, Trajan und Marcus Aurelius, in jeweils einer Vorderseite und mit sechs Rückseitentypen aus jeweils nur einem Stempel geprägt zu haben, manchmal mit den Buchstaben RPCP = Res Publica Coloniae Philippensium gekennzeichnet. Obwohl einzelne Münzen der Serie seit 1765 bekannt waren, wurde die korrekte Zuordnung zu Philippi erst 1988 von O. Picard entdeckt..."


Die hier bisher gezeigten Münzen von euch sind sehr sehenswert! Glückwunsch zur Auswahl!
Bin auf weitere Vorstellungen gespannt und überlege derweil noch, welche von meinen ich hier in der Kategorie "tatsächlich am schönsten von den 2018er Erwerbungen" vorstellen werde.

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