Bestimmungshilfe

Alles was von Europäern so geprägt wurde

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Bestimmungshilfe

Beitragvon henri-bzh » Mi 09.05.12 18:19

Hallo Freunde im Forum,
ich habe wieder einmal 3 Münzen die ich nicht genau bestimmen kann.
Die Münzen sind aus Silber und haben alle einen Durchmesser von ca. 14 mm.
Würde mich freuen wenn mir jemand helfen kann.
schon mal besten Dank
Gruß henri-bzh
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Re: Bestimmungshilfe

Beitragvon Marc » Do 10.05.12 13:26

Das 'S S PIN...VS' und Kreuz/Heiliger lässt mich an Italien denken, ich bin aber weit weg von meiner Literatur, so das ich nicht nachsehen kann.
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Re: Bestimmungshilfe

Beitragvon QVINTVS » Do 10.05.12 16:06

Richtung Trier, Elsass? Dazu fehlt mir leider auch die Literatur.
Viele Grüße

QVINTVS


PS: Sammle Münzen des Augsburger Währungskreises - was abzugeben?
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Re: Bestimmungshilfe

Beitragvon henri-bzh » Fr 11.05.12 19:54

Marc hat geschrieben:Das 'S S PIN...VS' und Kreuz/Heiliger lässt mich an Italien denken, ich bin aber weit weg von meiner Literatur, so das ich nicht nachsehen kann.


Danke für den Tipp,
aber ich kann leider nichts finden.
Gruß
henri-bzh
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Re: Bestimmungshilfe

Beitragvon henri-bzh » Fr 11.05.12 19:56

[quote="QVINTVS"]Richtung Trier, Elsass? Dazu fehlt mir leider auch die Literatur

Danke für der Tipp,
aber ich habe leider nichts gefunden.
gruß henri-bzh
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Re: Bestimmungshilfe

Beitragvon sharpratio » Di 15.05.12 11:53

Hallo (Münz) Freunde!

Ich hab hier eine Münze, welche augenscheinlich aus Bronze ist. Vom Münzrand bis fast zur Münzmitte ist ein helles Metall eingearbeitet, oder verfärbt?
Es steht FRA??, HL REX, außerdem befindet sich eine Krone auf der Münze und unterhalb eine kreisrunde Prägung, ähnlich einer Blume. Ist aber Spekulation.

Auf der Vorderseite steht CAROL V? DG M? BRI Außerdem ist eine Krone erkennbar.

Wer hat bezüglich einer solchen Münze schonmal recherchiert, bzw. kann einordnen, um welches Münze es sich handelt?

Danke!!

Ein Foto stell ich auch gleich ein. Wenn ich`s hinbekomme. Technik ....
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Re: Bestimmungshilfe

Beitragvon sharpratio » Di 15.05.12 13:55

Hier die beiden Bilder:
MittelaltermünzeI.JPG
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MAMII.JPG
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Re: Bestimmungshilfe

Beitragvon KarlAntonMartini » Di 15.05.12 19:13

Das ist ein Farthing aus England. Morgen mehr dazu. Grüße, KarlAntonMartini
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Re: Bestimmungshilfe

Beitragvon sharpratio » Di 15.05.12 19:46

Danke, da bin ich jetzt gespannt auf morgen! Ein Teil der Münze scheint aus Gold, der andere aus Bronze, was ja nicht sein kann.... Danke erstmal!

P. S. Die nächsten Foto's mach ich denke ich ohne Schutzglas und am Besten auf hellem
Untergrund!
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Re: Bestimmungshilfe

Beitragvon KarlAntonMartini » Di 15.05.12 20:03

Nein, Gold ist das nicht. Das ist ein bewußt eingefügter Messingkeil zur Fälschungserschwerung : http://wbcc-online.com/new-releases/rose.html
Grüße, KarlAntonMartini
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Re: Bestimmungshilfe

Beitragvon sharpratio » Mi 16.05.12 14:32

Welchen nominalen Wert hatte die Münze damals? Wieviel Kaufkraft hatte die Münze damals? Was konnte man sich damals dafür kaufen? (z B einen Laib Brot, einen Becher Wein) In welchen Auflagen Münzen in der damaligen Zeit hergestellt wurden, darüber gibt es sicherlich i. d. R. keine Aufzeichnungen nehm ich an. Interessant ist aber, dass die damals schon fälschungssichere Merkmale kannten.
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Re: Bestimmungshilfe

Beitragvon Numis-Student » Mi 16.05.12 19:37

Der Nominalwert wurde doch schon genannt: Es ist ein Farthing (Viertelpenny).
Zur Kaufkraft müssen andere etwas beitragen.

MR
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Re: Bestimmungshilfe

Beitragvon Marc » Mi 16.05.12 22:58

Der Fälschungsschutz zeigt deutlich die Umwälzungen im frühen 17. Jahrhundert. Bis zur Kipper- und Wipperzeit (1618-23) war auch Kleingeld (zumindest fast) immer durch seinen inneren Edelmetallwert gedeckt. Keditgeld wurde in der Regel nur von lokalen Mächten für lokale Gebiete ausgegeben, wie zum Beispiel Westpfälisches Kupfergeld (häufig ohne Münzrecht ausgegeben, da Münzen aus unedlen Metall in der Regel noch nicht als Geld sondern als Marke/Notgeld galten) oder die sogenannten 'francaises provinciales' wie z. B. Rethel welche mit alten deutschem Münzrecht (Lothringen) für Frankreich Kupfermünzen prägen ließen (während die französische Krone das gleiche Nominal noch in Silber prägte).

Nun im 17. Jahrhundert (insbesondere ab 1618) prägen nun fast alle Stände in Europa kleine Nominale als Scheidemünze (Keditgeld) dessen Silbergehalt deutlich unter dem Umlaufwert lag. Man war sich noch unsicher wie aktraktiv dass für Fälscher wird, und so haben Münzstände selbst für kleine Werte wie Viertelpennys einen aufwendige Fälschungsschutz betrieben. Diese Münze ist somit ein schönes Beispiel für die Umwälzungen dieser Zeit.
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Re: Bestimmungshilfe

Beitragvon sharpratio » Do 17.05.12 08:51

@Marc; Sehr schöne und interessante Ausführung. Das ist eine schlüssige Erklärung dafür, warum hier auch Münzen ohne Edelmetall vor Fälschern geschützt wurden. Weil deren Umlaufwert höher als ihr "innerer Wert" war.
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Re: Bestimmungshilfe

Beitragvon sharpratio » Do 17.05.12 08:55

Aus Wikipedia:

Bis ins 16. Jahrhundert wurde der Farthing aus Silber geprägt. Da allerdings mehrere Gewichtsreduktionen erfolgten, wurde er im 16. Jahrhundert so klein und damit so einfach zu verlieren, dass die Prägung mehrere Jahrzehnte ausgesetzt wurde. Jakob I. stellte auf Kupferprägung um. Die letzten Stücke wurden schließlich aus Bronze angefertigt

Dann ist der oben abgebildete Farthing vermutlich aus Bronze.
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